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Motorsägen-Lehrgang: Alles andere als simples Baumfällen

Bruckneudorf, Zwölfaxing, Klosterneuburg, 30. September 2011  - Von 26. bis 30. September führte das Pionier-Institut der Heerestruppenschule einen Motorsägen-Grundlehrgang durch. Weil vor allem bei Katastropheneinsätzen fundiertes Fachwissen in Sachen Holzbeseitigung gefragt ist, nimmt das Bundesheer die Ausbildung in dieser Sparte selbst in die Hand.

Wissen auf neuestem Stand

Beim Motorsägen-Grundlehrgang wurde den zwölf Teilnehmern ein vielfältiges und anspruchsvolles Ausbildungsprogramm geboten. Um ihr Fachwissen und ihre Lehrmethoden ständig auf dem neuesten Stand zu halten, schließen sich Lehrgangskommandant Major Oliver Böhler und sein Ausbildungsleiter Vizeleutnant Wolfgang Wimmer immer wieder mit qualifizierten zivilen Partnern im In- und Ausland kurz. Auch mit dem Fachpersonal anderer Streitkräfte tauschen sie sich laufend aus.

Im Zuge des Lehrgangs, der in Klosterneuburg, Zwölfaxing und Bruckneudorf stattfand, eigneten sich die Teilnehmer sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fertigkeiten im Umgang mit den Motorsägen an.

Simulator für gefährliche Situationen

"Besonders bei verkeilten Baumstämmen, wie sie oft nach Unwettern bei Katastropheneinsätzen zu sehen sind, muss man sich der lebensbedrohlichen Gefahr eines solchen unter hoher Spannung stehenden Schadholzes bewusst sein", erklärt Vizeleutnant Wimmer.

Um besonders gefährliche Situationen zu simulieren, bietet der Lehrgang deswegen die Möglichkeit, an einem Spannungssimulator Holz zu bearbeiten, das starken Belastungen ausgesetzt ist. Dabei werden Stämme gezielt unter Spannung gesetzt, um den Lehrgangsteilnehmern die unglaublichen Kräfte vor Augen zu führen. Mit Hilfe einer mehrfach abgesicherten Stahlanfertigung konnten alle Teilnehmer gefahrenfrei das richtige Arbeiten und korrekte Schnitttechniken bei verspanntem Holz erlernen.

"Ein falscher Schnitt reicht aus, und der Baumstamm schlägt blitzschnell in eine ungünstige Richtung, die im schlimmsten Fall auch das Leben kosten könnte. Bei unserem Spannungssimulator bekommen die Lehrgangsteilnehmer ein Gefühl für die Gefahren der Holzbearbeitung mit Motorsägen, ohne dabei mit körperlichen Verletzungen rechnen zu müssen", erklärt Wimmer.

Fällen auf 15 Zentimeter genau

Abgeschlossen wird der Lehrgang mit einer Prüfung. Jeder Teilnehmer beurteilt dabei einen ausgewachsenen Baum, um ihn anschließend in die vorher festgesetzte Fallrichtung zu fällen - mit einer maximalen Abweichung von nur 15 Zentimetern. Keine leichte Aufgabe, die nach der intensiven Ausbildung aber grundsätzlich von Jedem abverlangt werden kann.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Burgenland

Die Teilnehmer lernen den richtigen und sicheren Umgang mit der Motorsäge.

Die Teilnehmer lernen den richtigen und sicheren Umgang mit der Motorsäge.

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