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Militäroberkurat Susanne Baus verstorben

Eisenstadt, 16. Juli 2013  - Die erste evangelische Militärpfarrerin des Österreichischen Bundesheeres, Susanne Baus, ist am 16. Juli 2013 verstorben. Sie war zehn Jahre im Militärkommando Burgenland tätig.

Außergewöhnliche Laufbahn

Susanne Baus hat eine außergewöhnliche Laufbahn gemacht - und vor allem eine mutige. Sie wurde am 1. Juni 1965 in Kiel (Deutschland) geboren. Nach der Grundschule besuchte sie das humanistische Gymnasium in Kiel. Nach dem Abitur folgte das Studium der Theologie und Geschichte und es formte sich der Entschluss in ihr, Priesterin zu werden. Besonderen Mut bewies Susanne Baus, als sie sich von ihrer Familie verabschiedete: Zuerst, um in Frankreich ihr Studium zu vertiefen und ein Praktikum zu absolvieren. 1997, um nach Österreich zu gehen und als evangelische Priesterin in der Pfarre Voitsberg zu wirken. Und ein drittes Mal zeigte sie ihre Unerschrockenheit vor Neuem, als sie die österreichische Staatsbürgerschaft annahm, um Soldatin des Österreichischen Bundesheeres zu werden.

Erste Militärpfarrerin des Bundesheeres

Am 1. Oktober 2003 wurde Susanne Baus als neue evangelische Militärpfarrerin beim Militärkommando Burgenland der Öffentlichkeit präsentiert. "Wir im Burgenland lernten eine sehr selbstbewusste, hochintelligente, gebildete und zielstrebige junge Frau kennen. In der für Susanne sicherlich völlig fremden Welt einer Armee, weit südlich von ihrem Geburtsort, kannte sie vom ersten Moment an keine Berührungsängste, lernte schnell das militärische Protokoll und gewann mit ihren überlegten und wohl formulierten Predigten die Herzen der ihr anvertrauten Soldaten", so Burgenlands Militärkommandant Brigadier Johann Luif.

Susanne Baus verschloss sich nicht den Anforderungen des Offiziersberufes, folgte sieben Mal der Aufforderung zum Auslandseinsatz in das Kosovo und nach Bosnien-Herzegowina und übernahm auch die Seelsorge beim Militärkommando Wien. Sie absolvierte die Ausbildung zum Sprachtrainer und unterrichtete Soldaten in Englisch. Sie zeigte Initiative und quoll über vor Ideen, scheute keine Mühe und investierte viel Zeit und Liebe in deren Umsetzung.

Ihre gesellige, gewinnend freundliche Art machte sie zum beliebten Kameraden bei den Soldaten aller Dienstgrade.

Hohes Ansehen bei den Soldaten

"Durch ihre Arbeit im In- und Ausland stand sie bei den Soldaten des Bundesheers als Kameradin und Seelsorgerin in hohem Ansehen", sagte Militärsuperindent Oskar Sakrausky. Auch die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche bedauert den plötzlichen Tod von Susanne Baus. "Pfarrerin Baus hat sich in den knapp sechs Jahren ihres Dienstes in der Pfarrgemeinde Voitsberg in aufopfernder Weise engagiert und sich ab Ende 2003 auch im seelsorglichen Dienst beim Österreichischen Bundesheer besonders eingesetzt", so Oberkirchenrat Karl Schiefermair.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Burgenland

Susanne Baus (1965 - 2013).

Susanne Baus (1965 - 2013).

Amtseinführung 2003, v.l.: der pensonierte Militärpfarrer Franz Goldenits, Susanne Baus und der Superindent des Burgenlandes, Manfred Koch.

Amtseinführung 2003, v.l.: der pensonierte Militärpfarrer Franz Goldenits, Susanne Baus und der Superindent des Burgenlandes, Manfred Koch.

Susanne Baus nach ihrer Amtseinführung im Festsaal der Martin-Kaserne.

Susanne Baus nach ihrer Amtseinführung im Festsaal der Martin-Kaserne.

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