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Erster Traditionstag des Jägerbataillon 19 in der neuen Kaserne Güssing

Güssing, 08. Juli 2014  - Am Freitag luden die Soldaten der Montecuccoli-Kaserne zum 1.Traditionstag beim Jägerbataillon 19 in ihre neue Kaserne in Güssing ein. Unter den zahlreichen Gästen konnte Bataillonskommandant Oberstleutnant Thomas Erkinger auch Landesrätin Verena Dunst und den Kommandanten der 3. Panzergrenadierbrigade, Oberst Franz Langthaler, begrüßen.

Fürst Montecuccoli als Namensgeber

Bataillonskommandant Erkinger erinnerte in seiner Rede an die Schlacht bei Mogersdorf, die sich heuer zum 350. Mal jährt. Eine kaiserlich-christliche Allianz unter Feldmarschall Montecuccoli konnte am 1. August 1664 einen wichtigen Sieg über die nach Wien vorrückenden Osmanen erringen. Deshalb ist auch Fürst Montecuccoli Namenspatron der Kaserne in Güssing.

Enthüllung der neuen Büste

Aus diesem Grund wurde auch eine Bronzebüste des Feldmarschalls am Antreteplatz enthüllt. Der südburgenländische Künstler Walter Lehner zeichnete für die Ausgestaltung dieses Denkmals verantwortlich. Finanziert wurde das Projekt aus Geldern der Dorferneuerung sowie freiwilligen Spenden. Zahlreiche Vertreter aus Militär, Politik und Kultur wohnten dem Festakt bei.

Raimondo Graf Montecuccoli (1609 - 1680)

Der Italiener Raimondo Graf Montecuccoli galt schon zu Lebzeiten als einer der größten Feldherren Europas. Seine lange Dienstzeit in den habsburgischen Heeren hatte er trotz adeliger Abstammung wie sein Zeitgenosse, der oberösterreichische Bauernsohn Georg Reichsfreiherr von Derfflinger in Preußen, als einfacher Soldat begonnen.

Am 30. Juli des Jahres trafen am Fluss Raab zwischen Mogersdorf (Bezirk Jennersdorf, Burgenland) und St. Gotthard (Szentgotthárd, Ungarn) die Heere zusammen. Montecuccoli konnte neben den kaiserlichen Truppen auch auf ein französisches Expeditionskorps sowie auf Reichstruppen zurückgreifen.

Am nächsten Tag überschritten unter dem Schutz der Artillerie Kämpfer der osmanischen Streitkräfte die Raab. Sie stießen bis in das Lager der Reichstruppen vor und Mogersdorf fiel in ihre Hände. Ein von Graf Montecuccoli persönlich geführter Gegenangriff mit Infanterie- und Kavallerieeinheiten und die Rückeroberung der Ortschaft durch rheinische Truppen zwang die Osmanen, sich in ihren Brückenkopf am rechten Ufer der Raab zurückzuziehen. Damit konnte diese äußerst gefährliche Situation bereinigt werden. Einen Angriff osmanischer Reiter wurde durch den Kavallerieoffizier Graf Sporck vereitelt.

Raimondo Montecuccoli entschloss sich, diesen Brückenkopf zu vernichten. Nachdem die Franzosen überzeugt werden konnten, sich am Angriff zu beteiligen, rückten die Verbündeten vor. Die Osmanen - nur ungenügend verschanzt und durch die Hochwasser führende Raab behindert - hielten dem Angriff nicht stand und wandten sich zur Flucht, die in einem Fiasko endete. Nur rund 1.000 Mann sollen das Südufer der Raab erreicht haben, rund 12.000 starben auf dem Schlachtfeld, während die Verbündeten an die 1.000 Mann zurücklassen mussten. Der Großwesir musste diese Niederlage akzeptieren.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Burgenland

Dunst, Langthaler und Erkinger beim Abschreiten der Front.

Dunst, Langthaler und Erkinger beim Abschreiten der Front.

Die Büste wird durch den Bataillonskommandanten enthüllt.

Die Büste wird durch den Bataillonskommandanten enthüllt.

Prof. Walter Lehner und Oberstleutnant Erkinger vor der Montecuccolibüste.

Prof. Walter Lehner und Oberstleutnant Erkinger vor der Montecuccolibüste.

Raimondo Graf Montecuccoli der Namensgeber der Kaserne Güssing.

Raimondo Graf Montecuccoli der Namensgeber der Kaserne Güssing.

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