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Verteidigungsminister Klug besuchte Ausbildung für OSZE-Beobachter

Bruckneudorf, 21. November 2014  - Verteidigungsminister Gerald Klug besuchte am Freitag die Auslandseinsatzbasis des Bundesheeres in Götzendorf. Gemeinsam mit OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier erhielt er einen Einblick in die Ausbildung der OSZE-Beobachter. Seit 10. November werden in Götzendorf wöchentlich rund 25 internationale Teilnehmer auf ihren Einsatz als OSZE-Beobachter in der Ostukraine vorbereitet.

Am Montag, den 17. November, begann der zweite Beobachter-Kurs in der Wallenstein-Kaserne. Die 16 Teilnehmer und vier Teilnehmerinnen des Kurses kommen aus 18 Nationen, darunter Kanada, Italien, Österreich, Dänemark und Griechenland. Insgesamt sind fünf Kurse mit je 25 Teilnehmern in der Dauer von jeweils sechs Tagen geplant. Damit werden bis Ende 2014 über 100 OSZE-Beobachter aus verschiedenen Nationen durch das Bundesheer in Götzendorf auf ihren Einsatz in der Ostukraine vorbereitet.

Know-how des Bundesheeres sorgt für Sicherheit

"Die Beobachter professionell auszubilden, damit ihre Sicherheit im Einsatzraum gestärkt wird, das ist die gemeinsam Aufgabe des Bundesheeres und der OSZE", sagt Verteidigungsminister Gerald Klug. "Gerade angesichts der jüngsten Verschärfung der Situation in der Ukraine ist eine entsprechende Ausbildung für die eingesetzten Beobachter essentiell." Darum habe das Bundesheer der OSZE angeboten, das Know-how in diesem Bereich zur Verfügung zu stellen, so Klug. Oberstes Ziel sei es, die Sicherheit der Beobachter zu erhöhen.

Die Militärbeobachter-Ausbildung des Bundesheeres hat eine langjährige Tradition und ist international zertifiziert. Die Ausbildung der OSZE-Beobachter durch das Bundesheer soll Anfang 2015 mit vier Kursen weitergeführt werden. Sollte das Mandat verlängert werden, folgen weitere Ausbildungen. Die genauen Modalitäten hängen vom Bedarf ab.

Verhandeln, Fahren im Gelände und Verhalten als Geisel

Die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trainierten in dieser Woche unter anderem Kommunikation und Verhandlungsführung. Fahrten im schwierigen Gelände, der Umgang mit Medien und Erste Hilfe standen ebenfalls auf dem Dienstplan. Darüber hinaus lernten die künftigen Beobachter, wie sie sich im Fall einer Geiselnahme oder in einem verminten Gebiet zu verhalten haben.

Jeder Ausbildungsabschnitt war mit praktischen Übungen verbunden. Ab kommenden Montag, den 24. November, werden die nächsten 24 OSZE-Beobachter durch das Bundesheer auf ihren Einsatz vorbereitet. Höhepunkt der einwöchigen Ausbildung ist eine rund zwölfstündige Übung, in der die Teilnehmer alles Erlernte praktisch anwenden müssen. Diese Übung bildet wöchentlich den Abschluss des Kurses. Unmittelbar danach verlegen die Kursteilnehmer in die Ostukraine.

Überwachung des Waffenstillstandes

Die zivile Beobachtermission der OSZE SMMU (Special Monitoring Mission to Ukraine) dient der Überwachung des Waffenstillstandes zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und den Rebellen. Der Beschluss dazu erfolgte in einer Sondersitzung des Ständigen Rates der OSZE am 21. März 2014. Die Mission ist vorerst bis Ende März 2015 mandatiert. Bis dahin werden bis zu 500 Beobachter eingesetzt sein.

Minister Gerald Klug mit Oberst Claus Amon, Leiter der Auslandseinsatzbasis.

Minister Gerald Klug mit Oberst Claus Amon, Leiter der Auslandseinsatzbasis.

Training: Die OSZE-Beobachter treffen auf aggressive Rebellen.

Training: Die OSZE-Beobachter treffen auf aggressive Rebellen.

Auch Maßnahmen zur Ersten Hilfe wurden geübt.

Auch Maßnahmen zur Ersten Hilfe wurden geübt.

V.l.: Amon, Klug und OSZE-Generalsekretär Zannier.

V.l.: Amon, Klug und OSZE-Generalsekretär Zannier.

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