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Internationaler Kurs für Sicherheitssektorreform

Stadtschlaining , 15. Oktober 2015  - Von 7. bis 15. Oktober 2015 fand in Stadtschlaining, im Rahmen der Kooperation des Verteidigungsministeriums und des österreichischen "Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung", ein internationaler Sicherheitssektorreform-Kurs unter Schirmherrschaft des "European Security and Defence Colleges" mit 29 Teilnehmern aus 22 Nationen statt.

Nationale und internationale Vortragende

Die Moderation des Kurses erfolgte durch Experten des Verteidigungsministeriums. Unterstützt wird der Kurs seit 2009 durch Vortragende des "International Security Sector Advisory Team" des Genfer "Zentrums für die demokratische Kontrolle von Streitkräften" sowie durch weitere nationale und internationale Referenten.

Mit dem Sicherheitssektorreform-Konzept wird versucht, Fehler und Misserfolge der Vergangenheit bei der Reform und Wiederaufbau von staatlichen Einrichtungen, die für die interne und externe Sicherheit von Staaten und der Bevölkerung verantwortlich sind, zu vermeiden. Eine erfolgversprechende Sicherheitssektorreform erfordert einen gleichzeitigen, ganzheitlichen Ansatz in allen Bereichen. Auch für das Bundesheer ergibt sich nunmehr ein erweitertes Aufgabenspektrum im Rahmen internationaler Einsätze in beratenden und unterstützenden Stabsfunktionen.

Schwerpunktthemen

Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmern die Bedeutung eines koordinierten Vorgehens zu verdeutlichen und die theoretischen Werkzeuge zur Lösung von Problemen und Beheben dahingehender Mängel mitzugeben. Im ersten Teil wurden allgemeine Grundsätze der Sicherheitssektorreform beleuchtet. Dabei wurde auf die Komplexität der Zusammenarbeit vieler Akteure sowie die Notwendigkeit des ganzheitlichen Ansatzes eingegangen und dazugehörige Querschnittsmaterien behandelt. 

Im zweiten Block stellten Vertreter internationaler Organisationen die jeweiligen Konzepte ihrer Organisation zum Thema "Sicherheitssektorreform" dar. Im dritten Kursteil referierten Experten über ihre Erfahrungen und Ableitungen bei der praktischen Umsetzung von Reformen in den Bereichen der Streitkräfte, Polizei, Grenzüberwachung, Justiz, Strafvollzug und Nachrichtendienste. 

Weitere Themen behandelten die Korruptionsbekämpfung in den Sicherheitsinstitutionen, die Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration von Kombattanten und die Problematik von Klein- und Leichtwaffen sowie sichere Lagerhaltung staatlicher Waffen- und Munitionslagern.

Ausgezeichnete Reputation

Der Kurs hat seit Jahren international eine ausgezeichnete Reputation. Besonders positiv wird seitens Absolventen hervorgehoben, dass sie durch den Kursbesuch theoretische Kenntnisse vermittelt bekommen und zusätzlich über die Reformprozesse der anderen Sektoren sowie Querschnittsmaterien erfahren.

Auch 2016 sind in Österreich Kurse vorgesehen, Kontaktstelle für fachspezifische Fragen ist die Implementierungsstelle für Rüstungskontrolle und internationale Stabilisierungsmaßnahmen im Verteidigungsministerium.

Die Moderation des Kurses erfolgte durch Experten des Verteidigungministeriums.

Die Moderation des Kurses erfolgte durch Experten des Verteidigungministeriums.

Teilnehmer aus 22 Nationen nahmen an dem Kurs teil.

Teilnehmer aus 22 Nationen nahmen an dem Kurs teil.

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