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Gelbbauchunken und Urzeitkrebse leben am Garnisonsübungsplatz "Atschalas"

Klagenfurt, 15. Juli 2014  - Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) ist die "Amphibie des Jahres 2014" und fühlt sich in den Pfützen und Kleintümpeln am Garnisonsübungsplatz Atschalas des Bundesheeres sehr wohl. Die Voraussetzungen für diese Kleinbiotope sind durch Übungsfahrten mit Lastkraftwagen und Panzern der Kärntner Heeresfahrschulen geschaffen worden. Ist einmal so ein Kleintümpel entstanden, bietet dieser den kleinen Froschlurchen einen optimalen Lebensraum.

Rücksicht während Übungsbetrieb

Bei den Übungsfahrten wird neben dem Erlernen des Geländefahrens auch auf diese Kleinbiotope Rücksicht genommen. Klaus Krainer, Geschäftsführer der Arge Naturschutz, weist auf die Wichtigkeit der Schaffung und Erhaltung dieser Lebensräume hin. "Diese Lebensräume benötigen sogar den ständigen Übungsbetrieb des Österreichischen Bundesheeres und bieten dennoch Rückzugsräume für seltene Tierarten", so Krainer.

Auch seltene Urzeitkrebse am Garnisonsübungsplatz

Zwei Arten der bis 2006 als ausgestorben gegoltenen "lebenden Fossilien" fühlen sich ebenfalls am Garnisonsübungsplatz Atschalas heimisch. Der Urzeitkrebs (Triops cancriformis) und der Feenkrebs (Branchipus schaefferi) leben gemeinsam mit den Gelbbauchunken in den "Gewässern" am Übungsplatz.

Wieder entdeckt wurden diese Urzeitkrebse am 16. Mai 2006 von der Zoologin Karina Smole-Wiener von der Arge Naturschutz im Rahmen von Vorbereitungsarbeiten für eine gemeinsame Bundesheer-Kaderfortbildung am Garnisonsübungsplatz mit dem Thema Natur- und Umweltschutz.

Truppen- und Garnisonsübungsplätze als optimaler Lebensraum

Weitere Vorkommen dieser zwei Urzeit-Krebsarten wurden auch auf den Übungsplätzen Allensteig und Völtendorf in Niederösterreich sowie am Truppenübungsplatz Treffling in Oberösterreich gesichtet. "Vermutlich wurden diese Tierchen von Allensteig durch Panzer und andere Heeresfahrzeuge nach Kärnten eingesiedelt", nennt Oberstleutnant Gerald Malle, Umweltschutzbeauftragter im Militärkommando Kärnten, als Ursache für das Heimischwerden dieser Urzeit-Krebsarten.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

V.r.: Gerald Malle und Klaus Krainer erklären dem Kraftfahrpersonal die Lage vor Ort.

V.r.: Gerald Malle und Klaus Krainer erklären dem Kraftfahrpersonal die Lage vor Ort.

Die Gelbbauchunke wurde "Amphibie des Jahres 2014".

Die Gelbbauchunke wurde "Amphibie des Jahres 2014".

Der "Urkrebs" lebt mit der Goldbauchunke...

Der "Urkrebs" lebt mit der Goldbauchunke...

...und dem Feenkrebs in den Kleinbiotopen des Bundesheeres.

...und dem Feenkrebs in den Kleinbiotopen des Bundesheeres.

Der Urzeitkrebs von unten.

Der Urzeitkrebs von unten.

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