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Transport mit Heeresbussen in Kärnten

Klagenfurt, 12. November 2015  - Transport, Verpflegung und Errichtung von Unterkünften: In diesen Bereichen unterstützt das Österreichische Bundesheer in der derzeitigen Flüchtlingssituation. In Kärnten wurden seit 15. September dabei über 85.000 Verpflegungs-Portionen zubereitet und seit 25. September rund 16.000 Flüchtlinge transportiert.

Auf Achse

"Ein Bus um 08:20 Uhr bei der Triglav-Halle, Abfahrt um 09:16 Uhr mit dem Zug am Hauptbahnhof Villach mit 50 Personen." So lautet kurz und prägnant der erste Auftrag an den Busfahrer in der eingerichteten Verkehrsleitstelle Kärnten im Heereslogistikzentrum der Laudon-Kaserne in Klagenfurt. "Mittlerweile ist unser Team eingespielt und jeder weiß bis ins Detail was zu tun ist. Das gesamte Transportmanagement geht aus der Verkehrsleitzentrale in Wien aus, wo das Bundesheer federführend den Transport Bundesländerübergreifend mit der ÖBB, dem Roten Kreuz und dem Innenministerium koordiniert", erklärt Herwig Pluder, Oberstleutnant der Miliz. 

Mit seinem Team koordiniert Pluder rund um die Uhr den Einsatz der Heeresbusse mit den dementsprechenden Fahrern und Beifahrern in Kärnten. "Zu Beginn sind die Busfahrer teilweise auch alleine unterwegs gewesen, doch mittlerweile hat jeder einen Beifahrer mit. Wir haben eine fixe Einteilung, mit der sichergestellt ist, dass auch jeder Fahrer mit der Lenkberechtigung für Heeresbusse eingeteilt wird. Nur so ist es möglich den Betrieb auf längere Sicht aufrechtzuerhalten", so Pluder weiter.

Betrieb und Wartung

Nicht nur die Busfahrer, sondern auch die Busse selbst sind bei diesen Fahrten sehr gefordert. Daher ist es einerseits wichtig, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden. Das heißt, im Zeitraum von 24 Stunden beträgt die maximale Einsatzzeit der Fahrer 16 Stunden mit bis zu 12 Stunden Lenkzeit. Eine Ruhezeit von acht Stunden muss eingehalten werden. Andererseits erfolgt der Einsatz der Heeresbusse in einem Schicht- und Wechseldienst, da die Busse einer regelmäßigen Wartung unterzogen werden müssen: "Nur so ist es möglich, die Busse fahrtauglich zu halten. 90 Prozent sind ständig einsatzbereit. Einmal pro Woche erfolgt eine Grundreinigung sowie durch den Fahrer selbst nach jeder Fahrt eine Säuberung von Verunreinigungen und zurückgelassenem Müll", betont Amtsdirektor Pluder.

Die Busfahrer

Offiziersstellvertreter Markus Brandstätter versieht seinen Dienst in der Klagenfurter Khevenhüller-Kaserne. Er war Fahrlehrer in der ehemaligen Fahrschule des Militärkommandos Kärnten und verfügt über die entsprechenden Voraussetzungen,  mit einem Heeresbus zu fahren. "Wir bekommen mindestens eine Stunde vorher die Information über den Zielort und eine grundsätzliche Planung am Vortag", erklärt Brandstätter, der bisher insgesamt 30 Tage mit dem Bus unterwegs war und nun wieder eine Woche beim Flüchtlingstransport unterstützt. 

"Die Begegnung mit anderen Kulturen ist sehr spannend und man erlebt auch einiges. Vor allem bei längeren Fahrten quer durch Österreich. Meistens sind dabei alle sehr müde und schlafen. Sollte es aber in eine andere Richtung gehen als erwartet, sind wir auch gefordert dies zu klären. Einer gefährlichen Situation war ich bisher aber nicht ausgesetzt", erzählt Brandstätter, während er den Bus für die nächste Fahrt kontrolliert. "Wenn es zu einem unplanmäßigem Halt kommt, signalisieren wir durch Hupen die Weiterfahrt. Sollten nicht alle wieder einsteigen wollen, wird die Polizei verständigt. Dadurch kann es natürlich zu Verspätungen im Fahrplan kommen", so Brandstätter abschließend.

Zwischenbilanz

Seit Anfang September sind täglich rund 20 Großraumbusse des Bundesheeres im Zuge der Unterstützungsleistung für das Innenministerium im Einsatz. In genau festgelegten Plänen werden damit in Kärnten durchschnittlich 1.800 Flüchtlinge am Tag zu und von den Transitquartieren, Betreuungsstellen und Bahnhöfen befördert. Insgesamt wurden etwa 140.000 Ankommende mit Heeresbussen befördert.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

Offiziersstellvertreter Markus Brandstätter...

Offiziersstellvertreter Markus Brandstätter...

...war bisher über 30 Tage unterwegs.

...war bisher über 30 Tage unterwegs.

Eine Generalreinigung der Busse erfolgt wöchentlich.

Eine Generalreinigung der Busse erfolgt wöchentlich.

Kontrolle vor der Fahrt.

Kontrolle vor der Fahrt.

Ein letzter Blick vor der Abfahrt.

Ein letzter Blick vor der Abfahrt.

Im Lagezentrum erfolgt die Einteilung der Busse.

Im Lagezentrum erfolgt die Einteilung der Busse.

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