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Girls' Day 2016 in Villach

Villach, 28. April 2016  - In Kärnten fand der Girls' Day heuer, organisiert durch das Heerespersonalamt in Zusammenarbeit mit dem Führungsunterstützungsbataillon 1, in der Lutschounig-Kaserne statt. 100 junge Frauen nutzten die Gelegenheit, um sich einen Überblick über die Aufgaben des Bundesheeres und den Beruf der Soldatin zu verschaffen.

Girls' Day – Der Job als Soldatin

Die Idee für den Girls' Day stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten von Amerika. An diesem jährlich durchgeführten "Take our daughters to work"-Tag besuchen Schülerinnen ihre Eltern, Verwandten oder Bekannten an deren Arbeitsplatz und bekommen so einen Einblick in deren berufliche Tätigkeit. Seit einigen Jahren findet diese Idee auch in Europa immer größeren Anklang. Beim Bundesheer soll dieser Tag Mädchen und Frauen die Gelegenheit geben, die Job-Möglichkeiten als Soldatin kennenzulernen. Damit können sie ihr Wissen über die Berufswahl, auch jenseits traditioneller Berufsbilder, erweitern.

Soldatinnen und Soldaten aus ganz Kärnten

Um die Mädchen über das Bundesheer zu informieren, waren Soldatinnen und Soldaten aus den Verbänden und Einheiten aus ganz Kärnten anwesend: Infanteriewaffen und Funkgeräte eines modernen Kampfverbandes wie dem Jägerbataillon 25 durften bedient werden, Geräte und Elektronik der Fernmelder wurde vorgestellt und militärische Ausrüstung der Militärstreife und der Villacher Pioniere gab es zum Ausprobieren.

Trotz des Wintereinbruches und Schneefalles, ließen sich die Besucherinnen nicht abbringen, viele Fragen zu stellen, mitzumachen und verschiedenes auszuprobieren – auch tarnen war dabei erwünscht.

Karriere beim Heer

Für einige der Mädchen war dieser Tag Anregung genug, über eine Karriere beim Heer nachzudenken: "Ich bin zurzeit auf der Suche nach einer neuen beruflichen Orientierung und möchte mich weiterbilden. Dieser Tag hat mich überzeugt, es doch vielleicht einmal beim Heer zu probieren, denn man erlebt viel Neues, ist auch viel unterwegs und als Frau beim Bundesheer sticht man auch hervor", erzählt Vanessa Krassnig aus Radenthein. Vor der Männer-Domäne würde sich die 20-Jährige auch nicht fürchten: "Ich kann mich schon durchsetzen", schmunzelt sie.

Interessant waren dabei für viele die Gespräche mit Soldatinnen und die Station der Militärstreife. Neben der Ausrüstung erweckte vor allem die Vielseitigkeit der Militärstreife das Interesse: "Das Bundesheer bietet viele spannende Möglichkeiten für Frauen, das hab ich davor nicht gewusst", so eine Besucherin begeistert.

Abwechslungsreicher Soldatenalltag

Ob Sanitäterin, Soldatin bei den Pionieren oder bei der Militärstreife: Der Arbeitsalltag von Soldatinnen und Soldaten bringt jeden Tag eine neue Herausforderung und ist abwechslungsreich. Korporal Ramona Pirker aus Klagenfurt ist seit zwei Jahren als Sanitäterin beim Jägerbataillon 25 und unterstützt Kameraden beim Gefecht: "Man trifft öfters auf seine Grenzen, lernt aber, diese zu überschreiten und man wächst an sich selber mit jeder Aufgabe beim Bundesheer."

Bereits Auslandserfahrung hat Frau Wachtmeister Katharina Scheibert. Die gebürtige Klagenfurterin ist seit fünf Jahren beim Bundesheer und seit 2012 bei der Militärstreife: "2015 war ich vier Monate im Auslandseinsatz im Kosovo als Militärpolizistin und heuer bereits im Grenzeinsatz in Spielfeld in der Steiermark. In diesem Beruf ist man eben viel unterwegs", erzählt die 24-Jährige.

Stabswachtmeister Gerlinde Wißounig ist bereits seit elf Jahren bei den Villacher Pionieren. "Das Bundesheer wird von der Bevölkerung gebraucht. Vor allem bei Katastropheneinsätzen wie beispielsweise dem großen Unwetter mit Hagel und Sturm im Vorjahr in Villach oder dem großen Waldbrand in Lurnfeld. Überall da sind vor allem die Pioniere im Einsatz", erzählt Wißounig.

Alle Funktionen und Waffengattungen

Was alle drei Soldatinnen gemeinsam haben? Sie würden sich über weibliche Verstärkung freuen. Derzeit gibt es österreichweit 393 Soldatinnen, 48 davon sind in Kärnten stationiert. 1998 rückten die ersten Frauen zum Bundesheer ein und sind derzeit in allen Funktionen und Waffengattungen des Bundesheeres tätig. Ihnen stehen dieselben Karrieremöglichkeiten offen wie ihren männlichen Kameraden. Ebenso erhalten Frauen und Männer denselben Lohn für gleiche Arbeit.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

Trotz Wintereinbruch in Kärnten waren 100 Mädchen zu Gast.

Trotz Wintereinbruch in Kärnten waren 100 Mädchen zu Gast.

Ein Blickfang: Scharfschütze mit Tarnung.

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Alle leichten und schweren Infanteriewaffen wurden präsentiert.

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Ein "Daumen hoch" für den Girls' Day.

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Zum Ausprobieren: Ein Minensuchgerät der Villacher Pioniere.

Zum Ausprobieren: Ein Minensuchgerät der Villacher Pioniere.

Wachtmeister Scheibert: "Die Militärstreife ist viel unterwegs."

Wachtmeister Scheibert: "Die Militärstreife ist viel unterwegs."

Probesitzen im Pinzgauer - getarnt.

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In Gruppen und selbstständig konnten sich die Besucherinnen informieren.

In Gruppen und selbstständig konnten sich die Besucherinnen informieren.

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