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Flughelferweiterbildung: Bundesheerhubschrauber hoben wieder von Klagenfurt ab

Truppenübungsplatz Glainach, 25. April 2017  - Von Freitag bis Samstag fand am Truppenübungsplatz in Glainach bei Ferlach die Flughelfer-Weiterbildung des Feuerwehr-Flugdienstes statt. Das Bundesheer unterstützte dieses Training mit Fachpersonal und zwei Hubschraubern, die diesmal wieder vom Hubschrauberstützpunkt am Klagenfurter Airport abhoben.

Im Rahmen dieser Weiterbildung konnten auch andere Kärntner Rettungs- und Blaulichtorganisationen den Umgang mit Bundesheer-Hubschraubern trainieren. Insgesamt übten rund 130 Frauen und Männer des Feuerwehr-Flugdienstes, der Österreichischen Höhlen-, Berg- und Wasserrettung sowie der Österreichischen Rettungshundebrigade Kärnten und der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Kärnten. Zum Einsatz kamen zwei Hubschraubern der Typen "Alouette" III und Agusta Bell 212.

Feuerwehr-Flugdienst-Weiterbildung

"Die Feuerwehr-Flughelferausbildung ist sehr umfangreich und findet bei Tag und Nacht statt. Dabei werden das richtige Verhalten beim Auf- und Absitzen, das Be- und Entladen von Einsatzgeräten sowie Außenlasttransporte geübt. Das Befüllen von Löschwasser-Behältern sowie der punktgenauen Abwurf des Löschwassers sind dabei wesentliche Inhalte des gemeinsamen Trainings", erklärt der Kommandant des Flugdienstes des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes, Hauptbrandinspektor Stefan Wernig.

Wernig ist stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Unterbergen und bildet gemeinsam mit Bundesheer-Spezialisten schon seit 15 Jahren Männer und Frauen der Kärntner Feuerwehren und anderer ziviler Einsatzorganisationen aus. Wenn bei Waldbränden Luftfahrzeuge zum Einsatz kommen, koordiniert er per Funk die Löschwasserabwürfe vom Boden aus.

Training der Einsatzorganisationen

Die Hundeführer der Österreichischen Rettungshundebrigade Kärnten und der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Kärnten trainierten mit ihren Vierbeinern das Auf- und Absitzen sowie das Zu- und Absteigen mittels Seilwinde. "Die Hunde müssen sich erst einmal an die neue Situation, Lärm und Wind des Hubschraubers gewöhnen. Für manche bedeutet das Stress und eine große Überwindung bei den ersten Flügen", erklärt Franz Blatnik, Landesleiter der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Kärnten.

Auch die Mitglieder der Österreichischen Wasserrettung trainierten das Bergen von verletzten Personen aus der Drau. Per Boot und durch einen Absprung aus dem Hubschrauber gelangten sie schnellstmöglich zu den Verletzten und brachten diese zur Erstversorgung sicher an Land.

Herausforderung für Tier, Mensch und Maschine

Auch für die zwei Piloten sind solche Einsatzübungen nicht alltäglich und müssen immer wieder trainiert werden. "Du musst zu hundert Prozent konzentriert sein. Bei Seilwindenbergungen oder Außenlasttransporten kann jeder kleine Fehler gefährlich werden", erklären die zwei Kärntner Hubschrauberpiloten, Hauptmann Florian Urf und Vizeleutnant Christian Ragoßnig.

Eine Premiere war die Seilwindenbergung eines Verletzten bei Nacht aus einer Höhle durch Höhlen- und Bergretter. "Bei so einem Einsatz bei Nacht muss das Team absolut eingespielt sein. Die Boden-Crew muss mich punktgenau einweisen, damit der Verletzte geborgen werden kann", erläutert Florian Urf.

Hubschrauberstützpunkt Klagenfurt

Am 13. April wurde der Bundesheer-Hangar am Airport Klagenfurt in Anwesenheit von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser, "Airchief" Brigadier Karl Gruber und Kärntens Militärkommandant, Brigadier Walter Gitschthaler, offiziell wieder in Betrieb genommen. Personell wird der Stützpunkt permanent besetzt sein. Wie viele und welche Hubschrauber in welchem Zeitraum temporär stationiert werden, hängt vom Bedarf vor Ort ab. "Für Kärnten kann die Wiederinbetriebnahme des Hubschrauber-Stützpunktes nur eine Bereicherung sein", meint Pilot Ragoßnig, der sonst am Fliegerhorst Vogler in Linz-Hörsching stationiert ist.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

Löschwasser-Behälter wurden aufgefüllt.

Löschwasser-Behälter wurden aufgefüllt.

Der punktgenaue Abwurf des Löschwassers wird vom Bodenpersonal gesteuert.

Der punktgenaue Abwurf des Löschwassers wird vom Bodenpersonal gesteuert.

Zum ersten Mal wurde eine Seilwindenbergung bei Nacht geübt.

Zum ersten Mal wurde eine Seilwindenbergung bei Nacht geübt.

Helfer der Wasserrettung sprangen aus dem Hubschrauber in die Drau.

Helfer der Wasserrettung sprangen aus dem Hubschrauber in die Drau.

Das Team der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Kärnten wartet auf seinen Einsatz.

Das Team der Rettungshundestaffel des Samariterbundes Kärnten wartet auf seinen Einsatz.

Nicht alle Hunde sind beim Seilwindentransport so entspannt wie dieser.

Nicht alle Hunde sind beim Seilwindentransport so entspannt wie dieser.

Zwei Personen werden per Seilwinde in den Hubschrauber gebracht.

Zwei Personen werden per Seilwinde in den Hubschrauber gebracht.

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