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Soldaten aus 20 PfP-Nationen üben in Österreich

Zeltweg, 08. September 2001  - Kommenden Dienstag wird die Übung "Cooperative Best Effort 2001" (CBE-2001) der NATO-Partnerschaft für den Frieden (NATO-PfP) offiziell in Judenburg eröffnet. Schauplatz des bisher größten NATO-PfP Manövers in Österreich ist das obere Murtal. Kontingente aus 20 Nationen werden in die Steiermark entsendet, darunter Soldaten aus Bulgarien, der Slowakei, Mazedonien und Rumänien sowie der NATO-Staaten Kanada, Griechenland, Italien, Polen, Großbritannien, Türkei und der USA. Staaten der ehemaligen Sowjetunion, wie die baltischen Republiken Litauen und Lettland sowie Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Ukraine und Usbekistan stellen ebenfalls Truppen zur CBE-2001 ab. Insgesamt werden rund 450 ausländische Soldaten in der Steiermark erwartet. Das größte Kontingent mit rund 1000 Übungsteilnehmern entsendet das österreichische Bundesheer. Zum Einsatz kommen ferner rund 20 Pandur-Radpanzer, 16 Hubschrauber und rund 400 Räderfahrzeuge. Die Übung CBE-2001, die bereits seit einem Jahr vorbereitet wird, zielt darauf ab, militärtechnische Verfahren zu üben und die Stabsarbeit auf internationaler Ebene zu perfektionieren. Die NATO-PfP Übung läuft in drei Phasen ab und geht am 20. September 2001 mit einer Schlußzeremonie in Obdach zu Ende.

In der ersten Phase der Übung findet ein Vorführungsschießen des Jägerbataillons 17 (Straß, Radkersburg) auf dem Truppenübungsplatz Seetaler Alpe statt. Ferner nehmen die Stäbe nach ihrer Zusammenführung die Ausbildung auf. Die zweite Phase von 14. bis 17. September steht ganz im Zeichen des Trainings von friedensunterstützenden Maßnahmen. Es werden beispielsweise Checkpoints errichtet und betrieben, die im dritten Übungsabschnitt von 18. bis 20. September im Rahmen einer PfP-Gefechtsübung im Bereich des Truppenübungsplatzes Seetaler Alpe in der Praxis auf deren Effektivität getestet werden. Die Kontingente aus 20 Nationen verlassen die Steiermark am 21. September 2001.

Bereits im Vorfeld der Übung kam es zu Protestankündigungen von Grünen und Kommunisten. Korpskommandant Alfred Plienegger, Kommandant des ersten Korps, erklärte dazu am Freitag am steirischen Fliegerhorst Zeltweg, er werde sich durch etwaige Proteste nicht an der Durchführung der Übung behindern lassen. "Es ist nichts einzuwenden gegen angemeldeten Protest, wenn man demokratischen Idealen verpflichtet ist." Das Handling der Proteste liege letztlich im Bereich der Sicherheitsbehörden, meinte Plienegger. Es sei ganz normal, daß man als langjähriger Gast auf PfP-Übungen im Ausland auch einmal als Gastgeber auftrete. Nach zehn Übungen von Bundesheer-Kontingenten im Ausland seit dem PfP-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 ist dies die erste militärische Übung, bei der Österreich als "Host Nation" auftrete, so der Korpskommandant. Neben den vertrauensbildenden Aspekten so einer Zusammenarbeit hat Österreich auch die Möglichkeit, den ausländischen Gästen das Land und die Region zu präsentieren.

Rund die Hälfte der veranschlagten Übungskosten von 40 Millionen Schilling werden für Verpflegung, Transportmittel, Telekommunikationseinrichtungen und Unterkünfte in der Region bleiben. Der Kostensatz pro Soldat und Übungstag beträgt rund 13 US-Dollar, das entspricht etwa 197 Schilling. Dieser Betrag wird von den teilnehmenden Nationen selbst getragen. Übungsteilnehmer aus wirtschaftlich "bedürftigeren" Staaten erhalten Zuschüsse aus NATO-PfP-Mitteln.

Schauplatz der Gefechtsübung zur CBE-2001 ist der TÜPl Seetaler Alpe.

Schauplatz der Gefechtsübung zur CBE-2001 ist der TÜPl Seetaler Alpe.

Wird unter anderem trainiert: Errichten und Betreiben von Checkpoints.

Wird unter anderem trainiert: Errichten und Betreiben von Checkpoints.

Internationale Stabsarbeit.

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