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Assistenzeinsatz: 40 Soldaten helfen in der "Heiligen-Geist-Klamm"

Schlossberg, 25. Februar 2014  - Die Niederschläge der vergangenen Wochen mit Schnee und Eisregen sowie starke Regenfälle haben in der "Heiligen-Geist-Klamm" im Gemeindegebiet von Schlossberg bei Leutschach zu einer gefährlichen Situation geführt: Zahlreiche Bäume sind unter der Schneelast geknickt und in die Klamm gefallen. Abgestürzte Baumkronen, Wurzelstöcke und Stämme auf einer Länge von rund vier Kilometern würden im Falle weiterer Niederschläge zu Verklausungen führen. Im Verlauf der Klamm befinden sich insgesamt sieben Brücken, die davon betroffen sind.

Bundesheer hilft

Der Assistenzeinsatz des Österreichischen Bundesheeres wurde durch das Amt der Steiermärkischen Landesregierung angefordert. Eine vorangegangene Begutachtung durch einen Sachverständigen der Wildbach- und Lawinenverbauung hat ergeben, dass dieser Einsatz wegen Gefahr im Verzug unverzüglich notwendig ist.

Erfahrene Soldaten im Einsatz

Vizeleutnant Rudolf Behr vom Militärkommando Steiermark ist der Einsatzleiter in der Klamm. An mehr als fünfzig Katastrophenhilfseinsätzen war er schon beteiligt. "Dieser Einsatz in der steilen Klamm zählt zu den schwierigsten und gefährlichsten dieser Art. Die Gefahr lauert an vielen Stellen. Verkeilte Bäume, tonnenschwere Wurzelstöcke, die jederzeit unkontrolliert abstürzen können, Absturzgefahr beim Schneiden mit der Motorsäge - all das erfordert größte Vorsicht und viel Verantwortung für alle hier eingesetzten Soldaten", sagt Vizeleutnant Behr über die schwierigen Arbeitsbedingungen.

Herausfordernde Arbeiten im Steilgelände

40 Soldaten vom Baupionier- und Katastropheneinsatzzug der Stabskompanie des Militärkommandos Steiermark, verstärkt durch Soldaten der ABC-Abwehrkompanie der 7. Jägerbrigade, haben am Montag mit den Aufräumarbeiten begonnen. Der Assistenzeinsatz ist wegen der Steilheit des Geländes in der Klamm sehr anspruchsvoll, die Soldaten müssen abschnittsweise mit Steigeisen, Seil- und Absturzsicherungen arbeiten. Die eingesetzten Rekruten sind im Jänner dieses Jahres eingerückt und haben soeben ihre erweiterte Katastrophenhilfeausbildung abgeschlossen. Sechs Motorsägen-Schneidtrupps werden die umgestürzten Bäume fällen, manche Bäume müssen auch gesprengt werden.

Profis mit guter Ausbildung

Rekrut Daniel Harrer aus Fladnitz an der Teichalm ist im Zivilberuf Landwirt und geprüfter Forstfacharbeiter. Im Jänner ist er zum Baupionier- und Katastropheneinsatzzug eingerückt: "Diese Arbeiten hier sind auch für mich als Forstfacharbeiter gefährlich, aber wir sind alle gut vorbereitet und organisiert. Ich finde es total sinnvoll, während meines Präsenzdienstes bei einem derartigen Einsatz mitzuarbeiten", ist Harrer überzeugt.

Korporal Daniel Eichl aus Graz ist Soldat der Kaderpräsenzeinheit bei der ABC-Abwehrkompanie in Graz. In seiner bisherigen mehr als zweijährigen Soldatendienstzeit hat er an sechs Katastrophenhilfseinsätzen teilgenommen. Er ist als Motorsägen-Truppkommandant eingeteilt. Zur gemeinsamen Arbeit sagt Korporal Eichl: "Hier ist beinahe jede Bewegung wegen der Steilheit und Rutschgefahr anstrengend und gefährlich, trotzdem mache ich das gerne. Ich bin stolz bei diesem Einsatz mitzuarbeiten. Für unsere Sicherheit wird alles Notwendige getan, ich fühle mich gemeinsam mit meinen Kameraden der Gefahrenlage gewachsen."

Sicherheit oberstes Gebot

Zur Sicherheit für die eingesetzten Soldaten wurden umfassende Sanitätsvorsorgen getroffen. Ein Notarzt und eine Rettungshubschrauberbesatzung mit einem "Alouette" III-Helikopter von der Mehrzweckhubschrauberstaffel Aigen im Ennstal stehen zum sofortigen Erste-Hilfe-Einsatz bereit. Mit einem 80 Meter langen Bergeseil könnten verunfallte Soldaten sehr rasch aus der Klamm geborgen werden.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Steiermark

Hängende Baumstämme und Wurzelstöcke sind die größte Gefahr für die arbeitenden Soldaten.

Hängende Baumstämme und Wurzelstöcke sind die größte Gefahr für die arbeitenden Soldaten.

Vizeleutnant Rudolf Behr beurteilt als Einsatzleiter laufend die Gefahrenlage.

Vizeleutnant Rudolf Behr beurteilt als Einsatzleiter laufend die Gefahrenlage.

Motorsägenschneidtrupps beim Aufarbeiten abgestürzter Bäume.

Motorsägenschneidtrupps beim Aufarbeiten abgestürzter Bäume.

Wachtmeister Christian Erkinger bedient die mobile Motorsägenseilwinde.

Wachtmeister Christian Erkinger bedient die mobile Motorsägenseilwinde.

Ein abrutschender Baumstamm wird unter Seilsicherung abgesägt.

Ein abrutschender Baumstamm wird unter Seilsicherung abgesägt.

Rekrut Daniel Harrer gefällt die Arbeit unter schwierigen Bedingungen.

Rekrut Daniel Harrer gefällt die Arbeit unter schwierigen Bedingungen.

Korporal Daniel Eichl ist Kommandant eines Motorsägentrupps.

Korporal Daniel Eichl ist Kommandant eines Motorsägentrupps.

Mit vereinten Kräften werden schwere Lasten bewältigt.

Mit vereinten Kräften werden schwere Lasten bewältigt.

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