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Steirische Soldaten begehen "Internationalen Tag der Menschenrechte"

Feldkirchen, 12. Dezember 2014  - Am Friedhof von Feldkirchen bei Graz gedachte das Militärkommando Steiermark am diesjährigen "Internationalen Tag der Menschenrechte" ganz besonders der Opfer des Zivilinternierungslagers Thalerhof bei Graz. Während des Ersten Weltkrieges wurden dort von September 1914 bis September 1917 in Summe etwa 20.000 Menschen – Männer, Frauen und Kinder – unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten, wovon rund 1.800 Personen diese Lagerhaft nicht überlebten.

Geschichtliche Aufbereitung zur Wahrheitsfindung

Die Historikerin Nicole Goll hat gemeinsam mit dem Historiker Georg Hoffmann, beide von der Karl Franzens Universität Graz, die nunmehr 100 Jahre zurückliegenden Ereignisse untersucht. Ihre historische Aufarbeitung dieser zutiefst verabscheuungswürdigen Ereignisse dient der Nachwelt als Aufforderung und Mahnung zur Bewahrung des Gedenkens an die betroffenen Opfer. Bei den Gepeinigten vom Thalerhof handelte es sich um Angehörige aus der Volksgruppe der Ruthenen aus dem damaligen Galizien.

Gedenkveranstaltung des Militärkommandos Steiermark

Das Militärkommando Steiermark nimmt seit mittlerweile 24 Jahren den "Internationalen Tag der Menschenrechte" der Vereinten Nationen zum Anlass, geschichtliche Begebenheiten in den eigenen militärischen Liegenschaften ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen. Dabei gilt es unermüdlich, die Menschenrechte als zu bewahrenden Grundwert unserer Gesellschaft darzustellen und aller Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu gedenken.

Oberst Franz Gamweger, als Vertreter des steirischen Militärkommandanten, in seiner Ansprache: "Für uns Soldaten ist diese Art der würdigen Gedenkarbeit ein besonderes Anliegen. Wir halten heute diese Gedenkstunde hier beim Karner in Feldkirchen ab und möchten dabei vor allem die Verstöße gegen die Menschenrechte im 'Ruthenenlager' Thalerhof während des Ersten Weltkrieges in Erinnerung rufen. Das Österreichische Bundesheer bewahrt die Menschenrechte nicht nur in Österreich, sondern auch durch sein internationales Engagement. Dabei wird nicht nur der Frieden gesichert, sondern auch die Wiederherstellung von demokratischen Rechtssystemen auf Basis der Menschenrechte gefördert und aktiv unterstützt."

Achtung der Menschenrechte unverzichtbarer Bestandteil für friedliches Zusammenleben

Als Vertreter der Liga für Menschenrechte sprach Klaus Gartler zu den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung: "Wenn wir hier und jetzt der unschuldigen Toten gedenken, müssen wir auch bereit sein, daraus Lehren für die Gegenwart zu ziehen. Die Wahrung der Satzungen in der Deklaration der Menschenrechte ist der einzig gangbare Weg, dass sich die unfassbaren Ereignisse von 1914 nicht wiederholen. Erst heute - nach 100 Jahren - erkennen wir in der historischen Aufarbeitung das gesamte Ausmaß dieser menschlichen Katastrophe."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Steiermark

Bürgermeister Erich Gosch, Oberst Franz Gamweger und Klaus Gartler bei der Kranzniederlegung am Karner, v.l.

Bürgermeister Erich Gosch, Oberst Franz Gamweger und Klaus Gartler bei der Kranzniederlegung am Karner, v.l.

Abordnungen des Österreichischen Bundesheeres, vom Kameradschaftsbund und Traditionsverbände nehmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Abordnungen des Österreichischen Bundesheeres, vom Kameradschaftsbund und Traditionsverbände nehmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Klaus Gartler spricht als Vertreter für die Liga der Menschenrechte.

Klaus Gartler spricht als Vertreter für die Liga der Menschenrechte.

Auch Gäste aus der Ukraine nehmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Auch Gäste aus der Ukraine nehmen an der Gedenkveranstaltung teil.

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