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Pioniere sprengen Felsen

Kleinsölk, 29. Oktober 2015  - Im November des Vorjahres bemerkte ein Landwirt bei einer Begehung seines Waldes im steirischen Kleinsölk, dass sich in einer Höhe von rund 1.500 Metern ein riesiger Felsen aus der Wand zu lösen schien. Ein Geologe des Landes Steiermark, Hermann Konrad, überprüfte die vermutete Gefahr und erstellte ein Gutachten, welches die Verdachtsmomente des Bauern bestätigte. Der Felsen mit rund 60 Kubikmeter und einem Gewicht von mehr als 150 Tonnen gefährdete im Falle eines Absturzes vier darunter liegende Wohnhäuser und ein landwirtschaftliches Anwesen.

Sicherungsmaßnahmen erfolgten umgehend

Im Dezember 2014 wurde der Felsen durch eine Seilsicherung mit Stahlseilen soweit fixiert, dass keine akute Absturzgefahr mehr bestand. Wegen der im Winter in dieser Höhenlage stark ausgeprägten Frost- und Tauzyklen lockerte sich der Felsen jedoch weiter und drückte zunehmend auf die vorhandene Stahlseilsicherung. Dieser Umstand führte dazu, dass nach weiteren Gutachten am 12. Oktober 2015 ein Assistenzantrag zur Sprengung des Felsens durch Pioniere des Bundesheeres an das Militärkommando Steiermark erging.

Pioniere rücken an

Vizeleutnant Rudolf Behr als Einsatzleiter formierte nach einer Erkundung der Gefahrenstelle seine Truppe für diesen Auftrag. Sie bestand aus Pionieren vom Militärkommando, Soldaten mit Gesteinsbohrgeräten von der ABC-Abwehrkompanie, sowie einer Notärztin und Sanitätern vom Sanitätszentrum Süd. Die spezielle Assistenztruppe begab sich in den Einsatzort Kleinsölk und begann unverzüglich mit den Arbeiten zur Durchführung der Sprengung.

"Sprengung durch Zertrümmerung" lautet der Auftrag

Zum Erfordernis dieser Sprengung sagt der Landesgeologe und Milizoffizier Hermann Konrad: "Die sprengtechnische Zerkleinerung des Felsens stellt die einzige Möglichkeit dar, den Felsbrocken in diesem 60 Grad steilen Gelände gefahrlos und kontrolliert abzutragen. Bei weiterem Zuwarten hätten die derzeit vorhandenen Stahlseilsicherungen und Verankerungen möglicherweise die Last nicht mehr tragen können. Ein unkontrollierter Abgang wäre die Folge gewesen."

Felsen gesprengt - Gefahr abgewendet

51 Bohrlöcher im Felsen, in Summe mit einer Gesamtlänge von 38 Metern, 37 Kilogramm Sprengstoff mit 51 Zündern in gleichmäßig auf geteilten Zündladungen erzielten ihre erwartete Wirkung innerhalb weniger Sekunden. Der tonnenschwere Felsbrocken zerbröselte durch die Sprengung gefahrlos an Ort und Stelle.

"Pioniere wie immer"

Die Besichtigung der Sprengstelle nach erfolgter Sprengung ließ den verantwortlichen Einsatz- und Sprengleiter, Vizeleutnant Rudolf Behr vom Militärkommando Steiermark, zufrieden auf den erreichten Erfolg seines Teams blicken. Zur Bewältigung dieses besonderen Auftrages stellt er fest: "Die erwartete Sprengwirkung ist voll und ganz eingetreten. Der Felsen wurde durch diese Sprengung zerbröselt, ohne dass abstürzende Teile eine Gefahr ergeben hätten. Mit der heutigen Sprengung haben wir eine bestehende Gefahrensituation für immer beseitigt."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Steiermark

Stahlseilsicherungen verhindern ein Abstürzen des Felsens.

Stahlseilsicherungen verhindern ein Abstürzen des Felsens.

Die letzten Ladungen werden angebracht.

Die letzten Ladungen werden angebracht.

Stabswachtmeister Mario Metzger überprüft die elektrischen Verbindungen der Zündleitungen.

Stabswachtmeister Mario Metzger überprüft die elektrischen Verbindungen der Zündleitungen.

Landesgeologe und Milizoffizier Konrad hat die Gutachten für die Felssprengung erstellt.

Landesgeologe und Milizoffizier Konrad hat die Gutachten für die Felssprengung erstellt.

Die Sprengung war erfolgreich.

Die Sprengung war erfolgreich.

Vizeleutnant Rudolf Behr meldet die erfolgte Sprengung an die zivile Behörde.

Vizeleutnant Rudolf Behr meldet die erfolgte Sprengung an die zivile Behörde.

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