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22. Neujahrsempfang des Militärkommandanten von Steiermark

Graz, Belgier-Kaserne, 07. Jänner 2004  - Politische und geistliche Würdenträger, sowie hohe Vertreter der steirischen Einsatzorganisationen und der Schulen folgten auch heuer wieder der Einladung. Allen voran Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic.

„Das was uns im Bundesheer derzeit am meisten beschäftigt ist die Bundesheer-Reformkommission und viele Soldaten und Bedienstete stellen sich die bange Frage, was sie den bringen wird“, stellte Generalmajor Heinrich Winkelmayer zu Beginn seiner Ansprache fest. „Ein Soldat wie ich erwartet sich von dieser Kommission und vom Primat der Politik eine allgemein akzeptierte Bedrohungsanalyse, eine Beschreibung der von Österreich geforderten internationalen Solidaritätsleistung, eine exakte Definition des Auftrages an das Bundesheer und eine gesicherte Finanzierung der Auftragserfüllung!“ untermauerte er mit Nachdruck.

Rückblickend auf 2003 gaben 250.000 Besucher bei der Airpower in Zeltweg, 65.000 Gäste bei der Leistungsschau des Bundesheeres am Nationalfeiertag und 5.500 Jugendliche am Landesschultag in Leoben ein eindrucksvolles Bild vom Interesse und Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber dem Bundesheer in der Steiermark. Dies belegte auch eine Umfrage des Focus-Instituts, veröffentlich am 22. November 2003, wonach sich 46 % der Befragen mit dem Bundesheer zufrieden zeigten.

Dennoch steht Generalmajor Heinrich Winkelmayer derartigen Umfragen eher skeptisch gegenüber. So erklärt der Militärkommandant eine andere Umfrage von der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik, wo rund 2.000 österreichische Jugendlichen unter 17 Jahren 71 bzw. 76 % Zustimmung zu einer europäischen Freiwilligenarmee und zur Neutralität zeigten. Es unterstreicht die ohnehin bekannte Tatsache, dass es nicht ausreichend gelingt die Jugendlichen von der Notwendigkeit des Dienstes im Bundesheer zu überzeugen.

„Das Bundesheer muss das von ihm erzeugte Produkt >Schutz und Hilfe< auch verkaufen, wie Assistenzeinsätze zur Grenzüberwachungen oder nach Naturkatastrophen.“ forderte der Militärkommandant. „Aber das sind nicht die verfassungsmäßigen Hauptaufgaben des Bundesheeres. Wir sind keine überdimensionierte Sicherheitsexekutive oder Feuerwehr oder stehen bei solchen Einsätzen in vermeintlicher Konkurrenz zu diesen unverzichtbaren Einsatzorganisationen.“

Abschließend bedankte er sich bei den Verantwortungsträgern der Steiermark für die im Vorjahr gewährte Unterstützung und ersuchte um Fortführung der erfolgreichen Zusammenarbeit im laufenden Jahr.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Steiermark

Empfang Landeshauptman Waltraud Klasnic

Empfang Landeshauptman Waltraud Klasnic

Empfang Bürgermeister Stadt Graz Siegfried Nagl

Empfang Bürgermeister Stadt Graz Siegfried Nagl

Ansprache des Militärkommandant von Steiermark Generalmajor Heinrich Winkelmayer

Ansprache des Militärkommandant von Steiermark Generalmajor Heinrich Winkelmayer

Der Militärkommandant inmitten seinen Gästen

Der Militärkommandant inmitten seinen Gästen

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