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Heeresbergführer als Flugretter: Profi-Hilfe aus der Luft

Aigen im Ennstal, 24. Oktober 2016  - "Flugretter hat das Seil, hängt sich ein, Position ist ok, spanne das Seil, Seil gespannt, abheben, Flugretter abgehoben, fahre Seil ein, noch zehn Meter, noch zwei Meter, Flugretter kommt zur Maschine, Flugretter an der Maschine, Flugretter gesichert, bereit für Abflug." Bordtechniker, Flugretter und Pilot sind ein Team - das lernten 22 angehende Heeresbergführer im Rahmen ihrer Flugretterausbildung in der vergangenen Woche am Militärflugplatz Fiala-Fernbrugg in Aigen im Ennstal.

Berater bei Einsätzen im Gebirge

Heeresbergführer beraten ihre Vorgesetzten beim Planen, Vorbereiten und Durchführen von Einsätzen im Gebirge. Außerdem leiten sie Bergrettungseinsätze in schwierigem oder extremem Gelände - egal wo, egal wann, egal bei welchem Wetter, Tag und Nacht. "Hubschrauber sind dabei ein wesentliches Transport- und Rettungsmittel", so Lehrgangskommandant Major Philipp Egele vom Gebirgskampfzentrum Saalfelden.

Die einwöchige Ausbildung vermittelte den Teilnehmern das notwendige Wissen. "Entscheidend ist die Praxis, die unterstützt von drei Hubschraubern stattfinden sollte, damit die Teilnehmer mit allen drei Hubschraubertypen des Bundesheeres arbeiten können", sagte Egele.

"Flugretter sind Crew-Mitglieder"

Hauptmann Markus Megymorez von der "Alouette"-Staffel des Bundesheeres war fliegerischer Einsatzleiter bei dieser Flugretterausbildung. "Flugretter sind Crew-Mitglieder. Deshalb müssen sie einen Eindruck davon bekommen, wie wir arbeiten, was wir können, was wir benötigen und welche Verfahren es gibt."

Training bei Tag und Nacht

Unter anderem ging es um das Einweisen mit und ohne Funkkontakt beim Fliegen von Außenlasten, die Organisation von Landplätzen bei Tag und bei Nacht sowie das Training schwieriger Bergungen mittels Winde und Bergesack - enorm viele Handgriffe und Abläufe, die später lebenswichtig sind, wie auch die Kommunikation. "Ihr seid unsere Augen und wir verlassen uns auf euch", betont der "Alouette"-Pilot den Teamgedanken und die Verantwortung der Flugretter.

Beinahe stündliche Änderungen von Wetter und Technik forderten von allen Flexibilität. Egele: "Das müssen Heeresbergführer ohnehin sein: flexibel und kreativ bleiben, auch bei beschwerlichen und ungünstigen Rahmenbedingungen - bis der Auftrag erfüllt ist."

Kooperation mit Deutschland

Die Ausbildung zum Heeresbergführer ist keine Laufbahnprüfung, sondern eine anspruchsvolle Zusatzqualifikation. Sie teilt sich in einen Sommerteil (21 Wochen) und einen Winterabschnitt (14 Wochen) und wird vom Bundesheer und der deutschen Bundeswehr bereits zum zweiten Mal gemeinsam durchgeführt. Ausgebildet wird in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und der Schweiz. Partner des Gebirgskampfzentrums in Saalfelden ist der Ausbildungsstützpunkt Gebirgs- und Winterkampf in Mittenwald in Bayern.

Zwei Teilnehmer am Seil eines "Alouette"-Hubschraubers.

Zwei Teilnehmer am Seil eines "Alouette"-Hubschraubers.

Die Soldaten üben, wie man einen Verletzten für den Abtransport vorbereitet.

Die Soldaten üben, wie man einen Verletzten für den Abtransport vorbereitet.

Hauptmann Markus Megymorez (2.v.r.) erläutert das korrekte Vorgehen beim Absetzen einer Außenlast.

Hauptmann Markus Megymorez (2.v.r.) erläutert das korrekte Vorgehen beim Absetzen einer Außenlast.

Jede Minute zählt: Ausbildung bis in die Dämmerung.

Jede Minute zählt: Ausbildung bis in die Dämmerung.

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