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Der Truppenübungsplatz Seetaler Alpen – ein alpiner Übungsplatz mit langer Tradition

Truppenübungsplatz Seetaler Alpen, 30. Mai 2018  - Nach verfügbaren historischen Aufzeichnungen wurde der im Raum Judenburg an der Ostflanke des in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Kammes der Seetaler Alpen liegende Truppenübungsplatz bereits vor dem Ersten Weltkrieg als Schießplatz genutzt. Das oberhalb der Waldgrenze in rund 1.900 Metern Seehöhe gelegene Übungsgebiet weist durchwegs alpinen Charakter auf. Mit einer Gesamtübungsfläche von knapp 2.000 Hektar zählt er zu den fünf größten Truppenübungsplätzen des Bundesheeres.

Vom Infanterieübungsplatz zum modernen Trainingszentrum

Durch eine in den vergangenen Jahren konsequente und stete Weiterentwicklung der Infrastruktur für den Ausbildungs-, Schieß- und Übungsbetrieb auf dem Truppenübungsplatz ist dieser zu einem serviceorientierten Dienstleistungsbetrieb für die übende Truppe geworden. Mittlerweile sind es zusätzlich zu den Soldatinnen und Soldaten aus ganz Österreich auch zahlreiche zivile Partner und Blaulichtorganisationen, die Ausbildungen am Truppenübungsplatz durchführen. Zu ihnen zählt mittlerweile auch die Montanuniversität in Leoben.

Übungsbetrieb an 300 Tagen im Jahr

Im Jahr 2017 war der Übungsplatz Seetaler Alpen an 300 Tagen von militärischen und zivilen Bedarfsträgern gebucht. Dabei kommen rund 80 Prozent aus dem Inland und 20 Prozent aus dem Ausland, zweiteres mit steigender Tendenz. Von den Übungstruppen befreundeter Streitkräfte waren bisher Einheiten der deutschen Bundeswehr sowie Soldaten aus Belgien, Polen und Frankreich zu Gast.

Am Truppenübungsplatz Seetaler Alpen kann mit allen im Bundesheer eingeführten Waffensystemen - vom Sturmgewehr bis zur Panzerkanone, von der Fliegerabwehrlenkwaffe bis zu den Eurofighter-Bordkanonen - scharf geschossen werden.

Elektronisches Warn- und Absperrsystem in Betrieb

2013 wurde der Truppenübungsplatz mit einem elektronischen Warn- und Absperrsystem ausgestattet, das die Sicherheit beim Scharfschießen gewährleistet. Dadurch werden pro Jahr 100 Rekruten für eine Verwendung in einer Einsatzfunktion frei und erleben somit einen attraktiven Grundwehrdienst.

Integration im gesellschaftlichen Umfeld

Der Kommandant und die Mitarbeiter des Übungsplatzes sind um eine gute Integration im gesellschaftlichen Umfeld der Tourismusregion "Steirisches Zirbenland" sehr bemüht. Durch Partnerschaften mit den Anrainergemeinden, durch Einladungen für die Bevölkerung zu Veranstaltungen wie Erntedankfest, Adventsingen, Tage der offenen Tür und viel Information durch eine Medienkooperation mit einem lokalen Fernsehsender ist es möglich, den intensiven Übungs- und Schießbetrieb friktionsfrei abzuwickeln.

Klare Ziele

Schon jetzt genießt der Truppenübungsplatz eine besonders hohe Wertschätzung bei den übenden Truppen für die große Handlungsfreiheit bei allen Scharfschießen sowie für das umfassende Service im Bereich der Unterkünfte, der Verpflegung und der Truppenbetreuung.

Dazu verfolgt der Kommandant, Oberst Manfred Hofer, ein klares Ziel: "Der Hauptzweck des Truppenübungsplatzes ist Dienstleistung für die Herstellung der Einsatzbereitschaft von Truppen, für Einsätze im Inland und im Ausland. Darauf sind alle Maßnahmen und Entwicklungsschritte auszurichten. Um diesem Zweck umfassend gerecht zu werden, muss sich das Angebot des Truppenübungsplatzes und die geistige Orientierung aller Mitarbeiter zum Wohle der Truppe ständig anpassen."

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Steiermark

Tragtiere haben am Übungsplatz eine lange Tradtion und finden in der Alpinausbildung noch immer Verwendung.

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Teilnehmer des Universitätslehrganges Sprengtechnik von der Montanuni Leoben absolvieren einen Praxistag.

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Das Artilleriewaffensystem M-109 im scharfen Schuss.

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Sondereinsatzkräfte bei einer Gefechtsübung mit einem "Husar"-Fahrzeug.

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Ein Panzerabwehrtrupp mit einer Lenkwaffe 2000.

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Soldaten des Jagdkommandos und der Luftstreitkräfte beim gemeinsamen Training.

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Oberst Hofer verfolgt zielstrebig seine Visionen.

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