Bundesheer Bundesheer Hoheitszeichen

Instagram
flickr
YouTube
facebook-button
Bundesheer auf Twitter

Presseaussendung vom 28. Jänner 2008

Luftraumsicherungsoperation "DÄDALUS 08" BEENDET=

Mit dem Aufsetzen der beiden Düsenjets vom Typ Saab 105 Ö, der zuletzt eingesetzten Einsatzrotte unserer Luftstreitkräfte heute um 13:13 Uhr auf der Rollbahn des Flughafens Innsbruck endete die Luftraumsicherungsoperation "DÄDALUS 08" des Österreichischen Bundesheeres.****

Die Luftraumsicherungsoperation dauerte vom Mittwoch, dem 23. Jänner bis Sonntag, dem 27. Jän-ner 2008. Die Anordnung der militärischen Sicherheitsmaßnahmen erfolgte auf Ansuchen der Benachbarten Schweiz und diente der Erweiterung des Schutzes der Teilnehmer am World Economic Forum in Davos besonders gegen Bedrohungen aus der Luft.
Die Absicht des Streitkräfteführungskommandos dabei war es, mit dem Einsatz von Luftstreitkräften das angeordnete, zeitlich begrenzte Flugbeschränkungsgebiet zu überwachen und mittels dem Einsatz von Sicherungs- und Eingreifkräften am Boden bis zum Wirksamwerden der zivilen Gewalt bei außergewöhnlichen Ereignissen erste Notmaßnahmen treffen zu können.
Im Rahmen dieser Operation wurden ca. 700 Soldaten eingesetzt. Neben den passiven Systemen der Überwachung mittels Radareinrichtungen und der Kommunikationstechnologie kamen im aktiven Bereich 20 Flächenflugzeuge und 13 Hubschrauber zum Tragen. Dabei wurde bewusst eine Mischung aus schnell fliegenden Jets (F5 Tiger und Saab 105), Propellermaschinen (Pilatus PC6 und PC7) und Hubschraubern (OH58 Kiowa, S70 Black Hawk, AB212 und Alouette III) vorgesehen, um auf das gesamte Bedrohungsspektrum reagieren zu können. Auch der Eurofighter war im Zuge der gerade laufenden Herstellung der Einsatzreife erstmals im Luftraum über Westösterreich unterwegs. Ständig waren "Combat Air Patrouls" als Rotten (paarweiser Einsatz der Flugzeuge) zur Überwachung des gesperrten Luftraumes im Einsatz. Die Einsätze dauerten meist bis ca. 22:00 Uhr in der Nacht. Die Einsatzleitung erfolgte im so genannten Air Operation Center in Salzburg. Hier wurden alle von den Sensoren gelieferten Daten vernetzt und nach einer Analyse der dargestellten Situation die entsprechenden Entscheidungen gefällt und dann die Aufträge an die Piloten erteilt.
Die Kosten beliefen sich auf ca. Euro 550 000-.
Von den eingesetzten Fliegerkräften wurden 230 Einsätze (ein Einsatz ist der Start und die Landung eines eingesetzten Luftfahrzeuges) mit gesamt 330 Flugstunden durchgeführt. Den Großteil der Aufträge erledigten dabei die Jets mit 180 Flugstunden.
Dabei kam es zu 16 Vorfällen mit dem Abfangen und Wegführen bzw. einem Landezwang von unerlaubt in den gesperrten Luftraum einfliegenden Luftfahrzeugen. Die Palette reichte dabei von Paragleitern über Motorsegler, Sportlugzeugen bis zu Hubschraubern. In allen Fällen wurde die Identität festgestellt und die dokumentierten (Fotografie) Luftraumverletzungen an die zivilen Behörden weitergeleitet.
Die Zusammenarbeit sowohl mit den zivilen Behörden in Österreich als auch mit den ausländischen Partnern, vor allem mit der Schweizer Luftwaffe hat reibungslos funktioniert.
Die bei der Luftraumsicherungsoperation "DÄDALUS 08" erlangten Erkenntnisse und Erfahrungen werden in die Planungen und Vorbereitungen zur Sicherung des Luftraumes während der Fußballeuropameisterschaft 08 eingebracht und verwendet werden.
28. Jänner 2008 Schluß nnnn

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
Impressum | Kontakt | Datenschutz | Barrierefreiheit