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Rundschau

Österreich: Bundesheer-"Herkules" evakuiert Zivilisten aus Ägypten und Libyen

In den letzten Wochen ist eine C-130 "Herkules des Österreichischen Bundesheeres mehrmals im Evakuierungseinsatz gewesen. Der erste dieser Einsätze fand am 1. Februar dieses Jahres statt. Das Flugziel war Kairo, um die Rückkehr von Österreichern und EU-Bürgern aus dem Krisengebiet zu unterstützen. Etwa 60 Personen aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Großbritannien und Tschechien landeten mit der Bundesheermaschine sicher in Wien. Ein weiterer Flug nach Ägypten folgte.

Am 21. Februar startete, aufgrund der krisenhaften Lageentwicklung in Libyen, die bereits in Malta stationierte "Herkules" nach Tripolis. Ziel war es, möglichst rasch Personen aus dem Krisengebiet zu einem sicheren Flughafen zu transportieren, von wo aus der Heimflug mit zivilen Maschinen stattfinden kann. 62 Personen aus der EU, vorwiegend Geschäftsleute, davon neun Österreicher befanden sich in der "Herkules" des Bundesheeres. Zwei Crews standen bereit, um im Bedarfsfall rund um die Uhr eingesetzt werden zu können.

-red-

Österreich: Wachtmeistertage bei der 4. Panzergrenadierbrigade

Von 12. bis 13. Jänner fanden bei der vierten Panzergrenadierbrigade zum fünften Mal die so genannten Wachtmeistertage statt. Zu dieser Veranstaltung werden die frisch gebackenen Unteroffiziere, die am 21. Dezember 2010 ausgemustert sind, einberufen. Ziel ist es, in zwei Tagen den jungen Unteroffizieren die Aufnahme in das Unteroffizierskorps der 4. Panzergrenadierbrigade zu erleichtern und ihnen eine umfassende Information über die Brigade in ihrer Gesamtheit zu geben. Die Inhalte gehen u. a. vom Rollenbild des Unteroffiziers und dessen Berufs- und Standespflichten über die "Motivatoren" in der 4. Panzergrenadierbrigade bis hin zu den Zielen und Aufgaben der Unteroffiziersgesellschaft. Des Weiteren wird über Corporate Identity, Familienbetreuung, Suchtprävention und die Alpinausbildung im Österreichischen Bundesheer referiert.

Oberleutnant Mag.(FH) Hermann Steinkogler

Österreich: Neue Österreichische Sicherheitsstrategie

Ende Februar ist das Dokument zur neuen Österreichischen Sicherheitsstrategie mit dem Untertitel "Sicherheit in einer neuen Dekade - Sicherheit gestalten" veröffentlicht worden.

Die seit 1960 eingeführten Auslands¬einsätze und die Mitwirkung am internationalen Krisenmanagement stellen dabei entscheidende Instrumente des sicherheitspolitischen Handelns dar. Die Grundwerte Österreichs bilden die Grundlage für die österreichische Sicherheitspolitik, die u. a. folgende Interessen und politisch-strategische Ziele verfolgt:

  • Umfassender Schutz der österreichischen Bevölkerung;
  • Verstärkung und Ausbau der Maßnahmen zur nationalen sowie internationalen humanitären und Katastrophenhilfe;
  • Aus- und Aufbau effizienter ziviler und militärischer Kapazitäten und Strukturen entsprechend internationalen Standards zur Erfüllung sicherheitspolitischer Aufgaben.

Des Weiteren ist Österreichs Verteidigungspolitik ein integrales Element der nationalen Umfassenden Sicherheitsvorsorge (USV). Sie wirkt mit der Außenpolitik und der Politik der inneren Sicherheit zusammen

  • zur Gewährleistung der vollen staatlichen Souveränität und Integrität,
  • zum Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen und der kritischen Infrastruktur,
  • zum Schutz der Bevölkerung, auch im Bereich der Katastrophenhilfe,
  • zur Unterstützung der staatlichen Handlungsfähigkeit und in Krisensituationen strategischen Ausmaßes,
  • zur solidarischen Leistung von Krisenmanagementbeiträgen und
  • zu einem militärischen Solidarbeitrag zum sicherheitspolitischen Handeln der EU.

Ein neues militärisches Aufgabenfeld kann auch die Bewältigung von subkonventionellen Bedrohungen oder von neuen Gefährdungen in Folge von Cyber-Angriffen werden. Eine weitere militärische Aufgabe ist die Befähigung zu Evakuierungseinsätzen. Darüber hinaus müssen alle Aufgaben bewältigbar sein, die sich aufgrund von Assistenzanforderungen ziviler Behörden ergeben und die Auslandseinsätze sollen auch künftig auf hohem Niveau fortgesetzt werden. Von zentraler Bedeutung ist die Fähigkeit zur vertieften zivil-militärischen Zusammenarbeit für die Auftragserfüllung im In- und Ausland, die weiter ausgebaut werden soll.

Eine wichtige Neuerung ist die im Lissabonner Vertrag enthaltene Verpflichtung zur solidarischen Hilfeleistung für den Fall terroristischer Bedrohungen, bei Naturkatastrophen oder bei von Menschen verursachten Katastrophen.

Des Weiteren liegt es im österreichischen Sicherheitsinteresse, als NATO-PfP-Teilnehmer und Mitglied des Euro Atlantic Partnership Council (EAPC) die Entwicklungen mitzugestalten. Österreich wird sich auch weiterhin an Nicht-Article-5-Einsätzen beteiligen, die im außen- und sicherheitspolitischem Interesse liegen und zu denen die NATO ihre Partner einlädt.

-red-

Russland/Österreich: Russland feiert seine Armee

Der 22. Februar 2011 war der "Tag des Verteidigers des Vaterlandes". Hierzu fand am Schwarzenbergplatz eine Kranzniederlegung und anschließend in der russischen Botschaft ein Empfang statt. Der Botschafter der Russischen Föderation in Österreich S. E. Sergej J. Netschajew feierte mit Diplomaten und Militärs diesen für Russland wichtigen gesetzlichen Feiertag. Der "Tag des Verteidigers des Vaterlandes" (russ. День защи́тника Оте́чества) wurde 1922 von Lenin durch den Befehl Nr. 95 als "Tag der Roten Armee" eingeführt. So hieß er bis 1949, und dann bis 1991 "Tag der Sowjetischen Armee". Er war bis zum Ende der Sowjetunion einer ihrer wichtigsten Feiertage und erinnert an das Jahr 1918. Früher wurden aus diesem Anlass große Militärparaden abgehalten.

Oberst i. R. Alexander Barthou, Generalsekretär ÖSK

China: Für eisige Wintereinsätze gerüstet

Die Grenztruppen im Militärkommando Shenyang haben neue Patrouillenfahrzeuge zum Truppenversuch bekommen. Die Fahrzeuge sollen die Aufgaben der Soldaten, speziell im Winter erleichtern, bei dem durchschnittlich Temperaturen von -30°C herrschen. Die Ausrüstung des Fahrzeuges umfasst moderne Telekommunikation, Satellitenverbindung, Videoüberwachung und Versorgungsmöglichkeiten für die Besatzung in Form einer Heizung für extreme Kälte und einem Mikrowellenofen. Durch die Einführung dieser Fahrzeuge will man die Kälte bedingten Ausfälle bei den Grenztruppen im Winter, durch Schneeblindheit, Rheumatismus und Pharyngitis (Rachenentzündung) drastisch senken.

-nt-

China: Projekt "Golden Sun Demonstration"

Mit dem Projekt "Golden Sun Demonstration" der Chinesischen Volksarmee werden im Rahmen der erneuerbaren Energie aus Solarkraftwerken zehn Flughäfen und 100 Grenz- und Küstenwachposten in Zukunft mit Strom versorgt. Noch dieses Jahr werden 57 und 2012 53 Solarkraftwerke gebaut.

-nt-

China: Neuer Winterkampfanzug

Die Führung der Chinesischen Volksarmee hat auf die Tatsache reagiert, dass die Winter in den letzten Jahren im Norden Chinas immer kälter werden und neue Uniformen in Auftrag gegeben. Die Armee investiert eine Milliarde Yuan (ca. 110 Millionen Euro) in die neuen Uniformen, die nicht nur ein neues Tarnmuster haben, sondern besser zu tragen und durch moderne Materialen leichter und effektiver sind. Die Uniformen können auch beheizt werden. Gegenwärtig werden die neuen Uniformen im Truppenversuch getestet. Die ersten Rückmeldungen aus der Truppe, die die Uniformen bei bis minus 40°C getestet hat, sind viel versprechend.

-nt-

China: Kampfhubschrauber WZ 10

Die Flugversuche des neuen Kampfhubschraubers WZ 10 finden bereits in den Einsatzfarben der Chinesischen Volksarmee statt. Der Kampfhubschrauber hat eine Länge von 14,5 Meter, eine Höhe von 3,84 Meter und eine Breite, inklusive der Flügel von 4,3 Meter. Die vier Rotoren aus Kunststoff haben einen Durchmesser von zwölf Metern.

-nt-

Indien: Offiziersmangel

2010 wurde eine zweite Offiziers¬akademie in Gaya im Bundesstaat Bihar eröffnet, um den chronischen Mangel an Offizieren zu beseitigen. Gegenwärtig verfügt die Indische Armee über 36 000 Offiziere. Benötigt werden 43 000. In der ersten Ausbaustufe durchlaufen 250 Kadetten die Ausbildung. In weiterer Folge sollen 750 Kadetten zugleich ausgebildet werden.

-nt-

Indien: Gezogene Haubitzen wieder gefragt

Indien hat die weltweite Ausschreibung über 400 gezogene Haubitzen bekannt gegeben. Weitere 1 000 Haubitzen sollen in Indien gefertigt werden. Im kommenden Sommer soll mit den Tests der Produkte von den an der Ausschreibung teilnehmenden Herstellern stattfinden. Man geht davon aus, dass die amerikanische Ultra Light Howitzer sehr gute Chancen hat.

-nt-

Indien: Neue Raketen

Die indischen Streikräfte werden in den nächsten zehn Jahren 1 000 Supersonic Cruise Missiles "Brahmos" beschaffen. Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaftsproduktion mit Russland. "Brahmos" ist eine Weiterentwicklung der sowjetischen P-800 "Onix". Ab 2013 soll das Waffensystem in Produktion gehen. Die "Brahmos" hat eine Länge von zehn Meter und einen Durchmesser von 70 cm. Sie ist mit dem Starter 3,9 Tonnen schwer, der Gefechtskopf wiegt 300 kg, die Reichweite soll 290 km betragen und die Geschwindigkeit 2,9 Mach. Diese soll gerüchteweise auf fünf Mach gesteigert werden.

Des Weiteren wurde vergangenes Jahr im Testgebiet von Chandipur eine ballistische Rakete des Typs "Prithvi" von einer mobilen Abschussvorrichtung erfolgreich abgefeuert. Ein früherer Versuch war aus technischen Gründen fehlgeschlagen. Die "Prithvi"-Rakete verfügt über eine Reichweite von 350 km und kann einen Gefechtskopf von 500 bis 1 000 kg befördern. Die Rakete ist auch mit einem nuklearen Sprengkopf ausrüstbar.

-nt-

Japan: Militärische Zukunftsplanungen

Am 17. Dezember 2010 wurde von der japanischen Regierung der neue "10 Jahre Verteidigungsplan" veröffentlicht. Im Wesentlichen will man das Schwergewicht vom Heer in Richtung Marine und Luftwaffe verlegen. Das Heer wir voraussichtlich ein Drittel seiner Panzer verlieren. Die Marine soll zu den bestehenden 16 U-Booten, sechs weitere in Dienst stellen. Des Weiteren sollen neue Antischiffraketen beschafft und die Luftwaffe vorrangig neue Kampfflugzeuge und Luftabwehrsyteme bekommen. Ein größeres Augenmerk will man auch der elektronischen Kampfführung schenken. Der neue japanische Verteidigungsplan reflektiert die neuen Realitäten durch China, Russland, Nordkorea und der Sicherung der Rohstoffe wieder. Außerdem legt der Plan die militärische Verteidigung von der nördlichen Insel Hokkaido bis zu den äußerst südlich gelegenen Inseln von Okinawa und Senkaku fest. Von gro¬ßem Interesse ist dabei die Inselgruppe Senkaku (chinesisch: Diaoyutai). Japan, wie China erheben Ansprüche auf die Inselgruppe.

-nt-

Südkorea: "Black Panther" Panzer

Nach langen Schwierigkeiten bei der Entwicklung des neuen südkoreanischen Kampfpanzers K-2 "Black Panther", ist dieser nun in Produktion gegangen. Im ersten Beschaffungsschritt werden für die südkoreanischen Streitkräfte 380 Stück gefertigt. Südkorea bemüht sich intensiv den K-2 zu exportieren. Erster Kunde ist die Türkei. Der K-2 ist 55 Tonnen schwer und verfügt über eine 120-mm-Rheinmetall Kanone, mit der sich alle gängigen Munitionsarten und eine so genannte Smart Top-Attack Munition verschießen lassen. Der K-2 verfügt über ein elektronisches Kommando- und Feuerleitsystem sowie über ein elektronisches Abwehrsystem. Mit dem Feuerkontrollsystem sollen 95 Prozent der Ziele innerhalb von zwei Kilometern vernichtet werden können. Es ist auch in der Lage, mit der Kanone tief fliegende Flugzeuge und Hubschrauber zu bekämpfen. Durch die automatische Munitionszuführung und das elektronische Kampfleitsystem besteht die Besatzung aus nur drei Soldaten. Der Panzer soll sich durch einen geringen Wartungsaufwand auszeichnen. Südkorea geht davon aus, dass der K-2 allen modernen Panzern in der Region überlegen ist.

-nt-


Südkoreaner befreien Tanker:

Ein Spezialkommando der Marine hat im Jänner den norwegischen Tanker Samho Jewlery (19 609 BRT) aus der Hand von somalischen Piraten befreit. Die Aktion fand 350 Nautische Meilen südöstlich von Maskat (Oman) statt. Acht Piraten wurden während eines kurzen Schusswechsels getötet und fünf gefangen genommen. Der Kapitän des Tankers wurde durch einen Bauchschuss verletzt. 21 Crewmitglieder sind unverletzt befreit worden.

Appell bei EU- Battle Group:

Am 4. Februar 2011 hat der Kommandant der österreichischen Streitkräfte das österreichische EU-Battle Group (EUBG) Kontingent des Jägerbataillons 17 in geschlossener Formation und in voller Ausrüstung am Fliegerhorst Vogler inspiziert. Dazu sind 180 Soldaten angetreten. Als Instrument der europäischen Sicherheitsstrategie kann die EUBG auf Beschluss des EU-Rats und der beteiligten Staaten innerhalb von fünf Tagen zum Einsatz gebracht werden.

Raketenstützpunkt an Chinas Grenze:

Amerikanische Aufklärungssatelliten entdeckten im Februar ein ne¬ues Raketenstartgelände in Nordkorea unweit der chinesischen Grenze. Man glaubt, dass von dieser Basis sowohl Satelliten, als auch Interkontinentalraketen starten können. Die Flugzeit einer "Taepong"-Rakete von Nordkorea bis in die USA beträgt 20 Minuten. Die Nähe des Stützpunktes zur chinesischen Grenze erschwert eine etwaige Antwort der USA und seiner Verbündeten erheblich.

Thailändische F-16 abgestürzt:

Am 14. Februar stürzten zwei F-16 der königlichen thailändischen Luftwaffe über der Provinz Chaiyabun (Nordosten Thai-lands) ab. Sie nahmen an der Übung "Cobra Gold" 2011 der thailändischen und amerikanischen Streitkräfte teil. Die beiden Piloten konnten unverletzt geborgen werden. Die Luftwaffe hat mit der Untersuchung des Absturzes begonnen. Ersten Berichten zu folge soll es zu einem Zusammenstoß gekommen sein.

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