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Mobile Training Teams "Munitionslagerung"

Das Österreichische Bundesheer entsendet seit 2010 mobile Ausbildungsteams (Mobile Training Teams - MTTs) für die multinationale Ausbildung im Bereich Munitionstechnik nach Bosnien und Herzegowina. Fachleute der Lehrabteilung Munitionstechnik der Heereslogistikschule bringen den bosnischen Soldaten den richtigen Umgang mit Munition und Explosivstoffen sowie deren Lagerung bei.

Die mobilen Ausbildungsteams im bosnischen Einsatzraum unterstehen dem Kommandanten der EUFOR "Althea"-Kräfte (COM EUFOR) und sind somit Teil der EUFOR-Truppen. Aufgabenbereich, Dislokation, Stärke sowie Personalprofil der Auszubildenden sind im "Combined Joint Statement of Requirement" (CJSOR) geregelt und dienen gleichzeitig mit der Standing Operating Procedure (SOP) als Basis für die MTTs. Durch die Neuausrichtung dieser Mission - "Non Executive Training and Support Mission" - befinden sich im Einsatzraum MTTs aus den verschiedensten Fachrichtungen des Österreichischen Bundesheeres. Des Weiteren wird bei den MTTs zwischen "Short Term"- und "Long Term"-Einsätzen unterschieden. Die "Short Term MTTs" führen innerhalb eines Jahres ihre Ausbildungsaufgabe zu Ende. "Long Term MTTs" werden über einen längeren Zeitraum - Minimum ein Jahr - im Einsatzraum temporär ihre Ausbildungsaufgabe (Training Task - TT) übernehmen. Alle Ausbildungsthemen werden nach den NATO-Regelwerken "STANAGs" ausgebildet und bei den abschließenden Modulüberprüfungen von den Teilnehmern abverlangt.

Die Lehrabteilung Munitionstechnik der Heereslogistikschule (HLogS) schickte im Juni 2010 erstmals ein Erkundungsteam zur laufenden Mission EUFOR "Althea" nach Bosnien und Herzegowina, um in weiterer Folge ein mobiles Ausbildungsteam (Mobile Training Team) für das Training der bosnischen Streitkräfte im Bereich Munitionslagerung (Ammunition and Weapons Storage Management) auszubilden. Ziel des Erkundungsteams war es, durch Gespräche mit der bosnischen Armee und durch Vororterkundungen der Munitionslagerstätten fachspezifische Kursmodule anzubieten, um das Munitionsfachpersonal theoretisch und praktisch auf NATO-Level zu bringen. Dazu gehören die vorschriftsmäßige Kennzeichnung der Munition sowie der Verpackung, die sichere Lagerung der Munition, das Einhalten der vorgeschriebenen Brandschutzmaßnahmen sowie das Aneignen von Fachwissen in der Munitionstechnik.

Die Grundlage für den Einsatz bildet das Concept of Operations (CONOPS). In diesem Konzept wurde festgelegt, dass es weitere internationale Militärpräsenz auf Basis einer "Non Executive Training and Support Mission" geben soll. Auf diesem Konzept aufbauend, begann die Aufstellung einer Capacity Building and Training Division (CBTD) und der Mobile Training Teams (MTTs).

Die Aufgabenstellung der Lehrabteilung Munitionstechnik der Heereslogistikschule bei der Erkundung war im Bereich "Ammunition and Weapons Storage Management" (Umgang, Lagerung und Verwaltung von Munition und Waffen in Lagerstätten) angesiedelt. Die Ausbildung umfasst ein theoretisches Munitionsmodul und ein praktisches Lagermodul in einer Munitionslagerstätte. (Die genauen Standorte der Lagerstätten werden aus Sicherheitsgründen in diesem Beitrag nicht genannt.) Der Zweck dieser Ausbildung ist es, Fachwissen über die verschiedenen Munitionsarten - auch mit englischer Terminologie - weiterzugeben, wie die Einhaltung von Fachvorschriften, Beschriftung von Packgefäßen, Errechnung von Explosivstoffmengen in den Lagerstätten, um mehr Sicherheit beim Lagern, Bereitstellen, Verladen und Transportieren von Munition zu erreichen. Die Nachhaltigkeit der Ausbildung wird von den Mobile Training Teams in einer Art "Überwachung" (Monitoring) wahrgenommen. Aber bereits in den Ausbildungsmodulen wurde auf das selbstständige Arbeiten der bosnischen Kursteilnehmer geachtet.

Hintergrund und Fakten

Mit dem Ende des Krieges auf bosnischem Territorium 1995 begann die Rücklieferung von Munition aus den Frontabschnitten unter Aufsicht der internationalen Truppen. Diese Munition setzt sich aus Beständen der ehemaligen Jugoslawischen Volksarmee (JVA), Beständen aus Kriegsfertigungen sowie aus Beständen, die bereits an den Frontabschnitten unterschiedlichen Belastungen (mehrmaliges Auf- und Abladen bei jeder Witterung und ungeschützt, Beschädigung durch Splitter von Detonationen etc.) ausgesetzt waren, zusammen.

Die internationale Gemeinschaft ist seit dieser Zeit äußerst bemüht, in Zusammenarbeit mit den bosnischen Streitkräften die Munitionsbestände zu reduzieren und die Munitionslagerung bzw. die Munitionslager sicherer zu machen.

Folgende Probleme ergeben sich jedoch in diesem Bereich:

  • Durch den Krieg gibt es nur noch wenige Soldaten, die als fachkundige Organe Munition gemäß den üblichen Bestimmungen lagern können. Darunter leidet die Sicherheit in den Munitionslagerstätten.
  • Zusätzlich stellen die alten Lagerbestände, die zum Teil älter als 30 Jahre sind, ein großes Sicherheitsrisiko dar, aufgrund ihrer chemischen Stabilität (Treibladungspulver).
  • Wegen des eklatanten Geldmangels können notwendige Reparaturen an den Gebäuden oft gar nicht oder nur mangelhaft durchgeführt werden.

Unter diesen Lagerbedingungen leiden alle in Bosnien und Herzegowina eingelagerten Munitionsbestände.

Erkundungsphase

Das Erkundungsteam, bestehend aus vier Vertretern der ABC-Abwehrschule (MTT Disaster Relief) und einem Vertreter der Heereslogistikschule (MTT Ammunitio and Weapons Storage Management"), wurde durch die Abteilung Joint Military Affairs (JMA) von EUFOR auf die zukünftigen Ausbildungsaufgaben vorbereitet und eingewiesen. Darauf folgend fanden Vororterkundungen in einer Munitionslagerstätte (Ammunition Storage Site - ASS) im Raum Had¾iæi, in einer Munitionsvernichtungsanstalt im Raum Doboj, in einem Munitionsherstellungs- und -zerlegebetrieb im Raum Sarajewo sowie im bosnischen Verteidigungsministerium statt. Wichtige Eckdaten in Bezug auf die Ausbildung und die Geräteausstattung in den Lagerobjekten konnten dabei von den Angehörigen der bosnischen Streitkräfte erhoben werden. Unter anderem konnte die Problematik, die sich mit überalterter und überschüssiger Munition - zum Teil noch aus der Kriegsproduktion - ergibt, analysiert und besprochen werden. Die daraus gewonnenen ersten Erkenntnisse fanden bei den nachfolgenden Ausbildungen (z. B. Lagerung von Munition nur in den dafür genehmigten Mengen unter Beachtung der Bestimmungen für die Zusammenlagerung) ihren Niederschlag. Für die Erkundung war es wichtig, ein abgerundetes Bild über die Gesamtlage zu bekommen. Aufgrund von weiteren Sondierungsgesprächen auf bosnischer Ministeriumsebene und auch vonseiten JMA/EUFOR "Althea", konnte sich das österreichische Erkundungsteam ein klares Bild von der zukünftigen Ausbildung bei den Streitkräften von Bosnien und Herzegowina machen. Man stellte fest, dass mit Priorität vor allem das bosnische Personal in den Munitionslagern ausgebildet werden muss, um einen sichereren Umgang mit Munition und Sprengmitteln zu gewährleisten. Hier waren die gröbsten Mängel festgestellt worden.

Die Ausbildung sollte daher folgende Schwerpunkte abdecken:

  • Grundlagen der Munitionstechnik;
  • Sicherheitstechnik im Umgang mit Munition;
  • Unfallverhütung und Brandschutz;
  • Lagertechnik.

Nach weiteren Erkundungsmissionen mit der für die Führung der MTT "Ammunition and Weapons Storage Management" im Einsatzraum verantwortlichen Schweizer Armee wurde seitens der österreichischen Experten der Heereslogistikschule in Großmittel mit Hochdruck an den Ausbildungsunterlagen gearbeitet. Heraus kam ein Lernskriptum über "Munitionstechnisches Grundlagenwissen" sowie die dazugehörigen Unterrichtsunterlagen auf Deutsch und in bosnischer Sprache. Auch die Eigenheiten der bosnischen Munition der bosnischen Streitkräfte musste durch die österreichischen Experten aufgenommen und in Form von Datenblättern erfasst werden. Computergestützte Unterrichte und die dazugehörigen Handouts mit rund 4 000 Fachausdrücken forderten Übersetzer wie auch Dolmetscher des Sprachinstitutes des Bundesheeres.

Bevor mit der Realisierung der Ausbildung vor Ort - Entsendung des MTT - begonnen werden konnte, waren noch multinationale Koordinierungsbesprechungen bis hin zu "High Level Meetings" (betrifft nur die Kommandanten/Leiter der eingebundenen Elemente) unter Einbeziehung der Gastnation (Host Nation) erforderlich. Durch das Einfordern von gewissen Leistungen von bosnischer Seite, wie das Bereitstellen von PC-Ausstattung für den Lehrsaal, die Renovierung eines Munitionslagerhauses, die Umlagerung der Munition aus einem Munitionslagerhaus, um es für die Ausbildung nutzbar zu machen, wurde einerseits der Optik einer aufgezwungenen Ausbildung entgegengewirkt und andererseits der Gastnation vermittelt, dass diese Ausbildungsunterstützung trotz Sprach- und Kulturunterschieden gemeinsam beschritten wird.

Realisierungsphase I

Im Juni 2011 begann das erste Ausbildungsmodul als Theorieblock im Bereich Grundlagen der Munitionstechnik in der Kaserne Rajlovac (in der Nähe von Sarajewo) in der Dauer von drei Wochen. Teilnehmer waren bosnische Soldaten, die bereits in den verschiedenen Munitionslagerstätten in ihrem Land Dienst versahen und dadurch über eine gewisse Vorbildung verfügten. Essenziell für die gemeinsame Ausbildung war, dass Soldaten jeder Ethnie teilnahmen, um nicht den Vorwurf einer Parteilichkeit aufkommen zu lassen.

Zwei Dolmetscher der Schweizer Armee vermittelten den Teilnehmern den Lernstoff. Aufgrund der Vielfalt der Fachbegriffe und der unterschiedlichen Ausdrücke innerhalb der drei in Bosnien und Herzegowina lebenden Ethnien mussten kurzfristig oft Begrifflichkeiten neu definiert werden. Mit dem Grundsatz "Gemeinsam nicht einsam" konnten diese eher kleinen Hürden genommen werden. Mit der Fortdauer des Kurses bildete sich unter den Soldaten und mit den Fachvortragenden eine kameradschaftliche Atmosphäre heraus.

Drei Munitionstechnikexperten des Österreichischen Bundesheeres vermittelten den Kursteilnehmern die Ausbildungsinhalte. Die unterrichteten Fachthemen waren

  • Grundlagen der Munitionstechnik (von der Infanteriepatrone bis zur Bombe),
  • Spezielle Zünderkunde,
  • Grundlagen der Chemischen Technologie,
  • Verpackung von Munition und
  • Munitionsgefahrencodes.

Den Abschluss jeder Ausbildungswoche bildete eine Wissensüberprüfung über den vorgetragenen Stoff, der den Teilnehmern ihre eigenen Lernfortschritte aufzeigte.

Ein Abschlusstest über den gesamten Lerninhalt beendete den dreiwöchigen Ausbildungsabschnitt.

In einem feierlichen Akt in der Kaserne in Rajlovac wurde den positiv abgeschlossenen Kursteilnehmern unter Beisein des Schweizer und österreichischen Militärattachés und Vertretern aller ausbildungsinvolvierten Nationen das Zertifikat überreicht.

Realisierungsphase II

Im April 2012 begann für die Absolventen des ersten Ausbildungsblockes die praktische Ausbildung in einer Munitionslagerstätte unweit von Sarajewo. Die Anforderungen an diese Ausbildungsstätte waren hoch. Unter anderem musste auf jeden Fall vorhanden sein:

  • Ein gültiges Zulassungsprotokoll für das Munitionshaus;
  • Ein guter Zustand der Munitionshäuser (ohne große zusätzliche Instandsetzungsarbeiten);
  • Eine zukünftige Verwendung des Areals, das heißt, dass dieses Lager auch in Zukunft von den bosnischen Streitkräften zur Lagerung von Munition verwendet wird;
  • Ein Wegenetz bzw. befahrbare Laderampen für Stapelfahrzeuge;
  • Die Möglichkeit der Errichtung eines "Modellmunitionshauses" ohne große Umlagerung von Munitionsbeständen;
  • Die Möglichkeit zur Unterbringung und Versorgung der Kursteilnehmer ohne großen Anmarschweg.

Kurz bevor die Ausbildung in der ausgewählten Lagerstätte begann, wurde durch ein österreichisches Chemikerteam die Munition, die für das Training vorgesehen war, auf ihre chemische Stabilität überprüft. Das ist notwendig, um die Sicherheit des Personals in der praktischen Ausbildung zu gewährleisten.

Den Anfang des zweiten Ausbildungsabschnittes bildeten eine Einweisung und eine Sicherheitsbelehrung (über das Verhalten) der Kursteilnehmer im Explosivstoff gefährdeten Raum (z. B. Munitionslagerbereich, Munitionsinstandsetzungs- und -laborierbereich, Spreng- und Brandplatz) im Munitionslagerhaus. Dabei bereiteten die Ausbilder mit den Teilnehmern den Trainingsraum für die geplante Einlagerung von Munition vor. Diese Arbeiten umfassten

  • das Säubern der Örtlichkeit von Staub und Schmutz,
  • die Herstellung der Abstandslinien (Lagerung im Abstand von ca. 60 cm) von den Wänden (Zugänglichkeit zu Munitionsstapeln),
  • das Ausrechnen der geplanten Belagsmengen auf Brutto- und Explosivstoffgewicht,
  • die papiermäßige Herstellung von Palettierungsmustern (eine Zeichnung, die darüber Auskunft gibt, wie und in welcher Anzahl die Munitionsverschläge auf einer Palette platziert werden) für die verschiedenen Munitionsverschläge und
  • das Erstellen von Gefahrenschildern und Klebeetiketten für den gesamten Munitionsbestand nach internationalen Standards.

Erst nach Abschluss dieser Tätigkeiten begann der Transport der Munition in das Munitionslagerhaus.

Um die Ausbildungszeit optimal zu nutzen, sortierte der Abladetrupp die Verschläge nach Losnummern und etikettierte diese. Dann wurden die Paletten gemäß dem vorher beschriebenen Palettierungsmuster beladen und zu dem vorgesehenen Stapelplatz gebracht. Um den Kursteilnehmern alle Stapelformen (eine Palette hinter der anderen - Einfachstapel; zwei Paletten nebeneinander, in Reihe aufgestellt - Doppelstapel; vier Paletten nebeneinander, in Reihe aufgestellt - Blockstapel) zu zeigen, mussten einige Alternativen gewählt werden. Grund war, dass bosnische Munitionshäuser je nach Größe zwei oder vier Stützsäulen in der Mitte des Lagerraumes haben - das ist für die Stapelung nicht unbedingt hilfreich. Alle aus Übungsgründen abgeänderten Maßnahmen wurden mit den Teilnehmern besprochen, um keine falschen Eindrücke innerhalb des Trainings zu hinterlassen. Bis zum Ende der Ausbildung führte jeder Kursteilnehmer alle Möglichkeiten der Stapelung und der Bezettelung (für jede Losnummer eigene Stapelkarten), des Herstellens eines Belagsplanes vom Lagerraum und einer Bestandstafel über Bruttotonnage und Explosivstoffgewicht durch. Die Ausbilder überprüften die Tätigkeiten. Zusätzlich wurde auf die Notwendigkeit eines funktionierenden Brandschutzes und einer vorschriftsmäßigen Kennzeichnung aller Munitionslagerhäuser hingewiesen und diese vorgezeigt.

Bei der Abschlussüberprüfung musste jeder Kursteilnehmer ein Übungsbeispiel mit unterschiedlichen Lagerungsaufgaben bis hin zu der papiermäßigen Erfassung lösen und präsentieren.

Mit der Zertifikatsübergabe endete für die Kursteilnehmer dieser Ausbildungsabschnitt. Vier Kursteilnehmer werden in Zukunft als Fachkräfte selbstständig die weitere Ausbildung vor Ort durchführen. Um den angehenden Instruktoren etwas unter die Arme zu greifen, werden sie einerseits durch das Fachpersonal/MTT weiter begleitet und andererseits auf einem eigenen Lehrgang über Präsentationstechnik das nötige Wissen und Verhalten (munitionstechnisches Wissen, Präsentationstechnik, Gestik etc.) vermittelt bekommen. All diese Maßnahmen sind notwendig, um die Nachhaltigkeit dieser Ausbildung zu gewährleisten.

Status quo

Im Zeitraum Mai/Juni 2012 startete bereits der 2. Turnus der theoretischen Ausbildung in Bosnien und Herzegowina. Bei diesem Lehrgang konnte eine merkliche Verbesserung der Übersetzungstätigkeit durch die Beistellung eines eigenen Dolmetschoffiziers vom Sprachinstitut des Bundesheers erreicht werden.

Die MTT-Entsendung geht 2013 weiter. Nur werden die beiden Module, wie vorher beschrieben, nicht mehr durch Angehörige des ÖBH unterrichtet, sondern durch Instruktoren der bosnischen Armee. Die Unterrichte werden jedoch durch ein fachkundiges Organ der vorigen MTTs begleitet. Nach Auswertung von Briefings und Meetings mit Kommandanten der eingebundenen EUFOR-Teile und Entscheidungsträgern der bosnischen Streitkräfte stieß bzw. stößt diese Ausbildung auf hohes Interesse auf internationaler Ebene. Das zeigt einmal mehr, dass Angehörige des Österreichischen Bundesheeres in der Lage sind, ihr Können auf hohem Niveau darzustellen.

Auf einen Blick

Die laufende MTT-Mission (Am­munition and Weapons Storage Management) bildet im ersten Ausbildungs­block Personal im munitionstechnischen Grundlagenbereich (Theorie) aus. Der zweite Ausbildungsblock beinhaltet den sicheren Umgang mit Munition und die Lagertechnik (Praxis). Aufbauend auf diese munitionstechnische Grundausbildung, startet 2013 die Ausbildung für den "Advanced Level" - eine erweiterte Munitionsausbildung für ausgewählte Personengruppen -, die hauptsächlich mit der Laborierung und Munitionsuntersuchung beschäftigt sind. Parallel zu diesen einzelnen Abschnitten werden geeignete Soldaten aus den Kursen bereits zu Trainern ausgebildet. Mit Beginn 2013 übernehmen schon die eingeteilten Trainer einzelne Ausbildungsmodule selbst.


Autor: Vizeleutnant Josef Scherz, Jahrgang 1964. 1983 beim Landwehrstammregiment 37 in Wiener Neustadt eingerückt; Ausbildung zum Artilleristen, 1991 Absolvierung des 12. Stabsunteroffizierskurses und Sicherungseinsatz in der Steiermark, 1992 bis 1997 Stellungsunteroffizier der 1. Panzerhaubitzbatterie des Artillerieregimentes 3, 1997 Ausbildung zum Kampfmittelbeseitiger und Munitionsunteroffizier, 1999 bis 2004 Jagdkommando; seit 2004 Hauptlehrunteroffizier für Munitionstechnik in der Lehrabteilung Munitionstechnik/Heereslogistikschule. Auslandseinsätze und Entsendungen: 1986 UNDOF/AUSBATT, 1990 AUCON/UNFICYP, 1999 bis 2000 AUCON/KFOR, 2003 AUCON/EUFOR FYROM, 2007 AUCON/UNDOF; seit 2010 Angehöriger MTT/Ammunition and Weapons Storage Management.

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