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Fokus: "Schnell - flexibel - sicher!"

Mit der Gründung der Gendarmerie Telegraphen-Schule in Villach im Jahre 1955 wurde der Grundstein für die heutige Fernmeldetruppe in der ehemaligen Jäger-Kaserne gelegt. Aus dem anfänglichen Telegraphenbataillon II wurde das Fernmeldebataillon 2 und am 1. März 1994 das Fernmeldebataillon 1.

1991 kam es während der Eskala­tion­ der Lage im südlichen Nachbarstaat (ehemals Jugoslawien) zur Alarmierung des Verbandes. Die damalige Richtverbindungskompanie des Fernmeldebataillons 2 aus der Villacher Lutschounig-Kaserne wurde vom vorgesetzten Kommando­ knapp nach Mitternacht beauftragt, eine von der Österreichischen Post- und Telegraphenverwaltung unabhängige Fernmeldeverbindung von Klagenfurt nach Graz zu errichten und diese aufrechtzuhalten. Da das Fernmeldebatail­lon 2­ bereits durch entsprechende Vorbefehle in einer hohen Stufe der Alarmbereitschaft war, konnte nach einer kurz gehaltenen Befehlsausgabe die Auftragserfüllung beginnen. Mit Fahrzeugen wurden die für den Richtfunk erforderlichen Aufstellungsplätze bezogen, und es wurde unverzüglich mit dem Aufbau der Antennen begonnen. Am frühen Nachmittag war eine optimal funktionierende Richtverbindung mit hoher Stabilität in Betrieb und hielt über den gesamten Verlauf des Einsatzes ohne Einschränkungen.

Auch wenn sich in der Zwischenzeit das Bedrohungsbild geändert hat, ohne ein modernes und vermischtes Führungsunterstützungsnetz ist heute kein koordiniertes Zusammenwirken von Truppen und verschiedenen Waffensystemen möglich. Die Erfordernisse für das Österreichische Bundesheer im In- und Ausland haben sich in den vergangenen Jahren wesentlich gewandelt. Verbindungen allgemein und speziell zu Auslandskontingenten in Krisenregionen stellen an die eingesetzten Führungsunterstützer hohe Anforderungen. Dies hat konsequenterweise zur Folge, dass das heutige Bataillon mit jenem vor 20 Jahren nur mehr in den wesentlichen Grundstrukturen vergleichbar ist. Am 1. März 2008 wurde die Organisation geändert und eine neue Gliederung eingenommen. Man kann ohne Übertreibung feststellen, dass mit dieser Neugliederung des Verbandes ein wesentlicher Meilenstein erreicht werden konnte, weil vor allem die technische Qualität des neu angeschafften Fernmeldegerätes einen Quantensprung in der Weiterentwicklung der zwingend erforderlichen Datenqualität von Verbindungen bedeutete. Die drei Führungsunterstützungskompanien waren von nun an gleich gegliedert. Es war auch ein entsprechend umfangreicher Ausbildungsbedarf für das Kaderpersonal gegeben, um so schnell wie möglich die Gerätesysteme qualitativ optimal zum Einsatz bringen zu können.

Die Villacher Fernmelder haben eine lang zurückreichende Tradition im Bezug auf Auslandseinsätze, vor allem bei Einsätzen der Vereinten Nationen. Der erste Auslandseinsatz eines Kadersoldaten des Bataillons war bereits 1960 mit dem österreichischen Kontingent im Kongo. Im Laufe der Jahre absolvierten zahlreiche Angehörige des Verbandes Auslandseinsätze. Oft war es der Fall, dass Spezialisten aus Villach die Heimatfunkverbindungen über Kurzwelle von den Einsatzbataillonen nach Österreich herstellten. Nach der Jahrtausendwende hat sich das mögliche Einsatzspektrum für uns Fernmelder wesentlich erweitert. Das ist auch der Hauptgrund, dass das Bataillon nahezu über das gesamte Jahr Kadersoldaten mit entsprechend hoher fachlicher Qualifikation in Missionen wie UNDOF, KFOR, EUFOR oder UNIFIL eingesetzt hat.

Die Hauptaufgaben des Verbandes sind die Sicherstellung der umfassenden bzw. speziell definierten Kommunikationsfähigkeit des Streitkräfteführungskommandos und der diesem unterstellten Truppen nach den Prinzipien eines Force Providers. Des Weiteren sind der Aufbau sicherer Fernmeldeinfrastrukturen bei auftretenden Katastropheneinsätzen im In- und Ausland sowie der Einsatz als Assistenztruppe bei Elementar-ereignissen zu erwähnen. Zusätzlich ist ganzjährig die Sprach- und Datenverbindung zu den im Ausland stationierten österreichischen Truppen aufrechtzuerhalten.

Das Führungsunterstützungsbataillon 1 als leistungsbewusster, dynamischer Verband hat von seinen Anfängen an stets bewiesen, den Anforderungen der Truppenführung gerecht werden zu können. Es steht bundesweit im Ruf eines verlässlichen Verbandes bei Übungen und im Einsatz. Durch die konsequente Fortsetzung, die Aufträge zu erfüllen und Folgerungen und Ableitungen der "Bregenzer Botschaft" einzubeziehen, wird das Führungsunterstützungsbataillon 1 weiterhin mit allen Kräften bestrebt sein, einen positiven Beitrag zur Erhöhung des Stellenwertes der Streitkräfte des Bundesheeres in der Gesellschaft beizutragen. Getreu unserem Motto­ "Schnell - flexibel - sicher!" Oberst Herbert Pracher, MSD

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