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Rundschau

Österreich: Mentoringprogramm pro:mentee

Der "Nationale Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen 2012 bis 2020" wird im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) durch die Abteilung Personalmarketing (PersMkt) in Kooperation mit Gender Mainstreaming (GeM) umgesetzt.

Mentoren (Ratgeber) und Mentees (Bedarfsträger) sollen in gemeinschaftlicher Arbeit konkrete Unterstützungs- bzw. Förderungspotenziale für Personen mit besonderen Bedürfnissen (Bedienstete mit einer Erwerbsminderung von mindestens 50 Prozent) erkennen und nützen. Ziel ist sowohl die dienstliche als auch die persönliche Weiterentwicklung der Mentees. Das Programm pro:mentee wurde im Dezember des vergangenen Jahres gestartet und wird im März 2016 abgeschlossen sein. Die Zusammenarbeit der Mentoren mit den Mentees erfolgt im Zuge von individuellen Treffen, Informationsveranstaltungen, Workshops oder auch Vernetzungstreffen. Der monatliche Zeitaufwand aller Beteiligten beträgt zwischen einer und vier Stunden. Durch die erwartbare Verbesserung der Gesamtatmosphäre kommt es zu einem gegenseitigen Nutzen für alle Beteiligten im Sinne des Vielfaltsmanagements (Diversity Management).

Ministerialrat Anneliese Wallner, Personalmarketing/BMLVS

Österreich/Ghana: Partnerschaft mit KAIPTC

Am 28. Januar 2015 fand in Accra (Ghana) die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) über die bilaterale Zusammenarbeit zwischen der Republik Österreich und Ghana statt. Inhalt des MoU sind die Rahmenbedingungen für die Kooperation zwischen den beiden unterzeichnenden Staaten, unter anderem Regelungen über die österreichische Unterstützung des Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) im Ausbildungsbereich und über den rechtlichen Status der entsandten österreichischen Personen.­ Repräsentiert wurden die beiden Staaten durch Botschafter Dr. Joachim Öppinger und dem ghanesischen Verteidigungsminister Dr. Benjamin Kunbuor.

Österreich strebt eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem KAIPTC an, um dessen Bildungsaktivitäten besser unterstützten zu können. So wird in einem gesamtstaatlichen Projekt des BMLVS, der Austrian Development Agency und des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktforschung gemeinsam mit dem KAIPTC ein Kurs für "Huma­nitarian Assistance" entwickelt. Dieser wird dem Führungspersonal der Westafrikanischen Wirtschafts- und Sicherheitsgemeinschaft (ECOWAS) zugutekommen. Ziel des zweiwöchigen Kurses ist es, den Teilnehmern mehr Wissen im Bereich der Humanitären Hilfe zu vermitteln, sowie die Verfahren und Abläufe innerhalb der relevanten Akteursgruppen (Militär, Zivil und Polizei) näherzubringen, um das gegenseitige Verständnis zu erhöhen, die Zusammenarbeit in gemeinsamen Humanitären Hilfseinsätzen zu erleichtern und somit die Effektivität der Hilfe zu steigern. Der speziell auf die afrikanischen Bedingungen abgestimmte Kurs wird erstmalig Ende April 2015 stattfinden und soll danach zwei Mal jährlich durchgeführt werden.

KAIPTC

Polen: Artillerieverstärkung

Die südkoreanische Rüstungsfirma Samsung Techwin unterschrieb im Dezember einen Vertrag mit der staatsnahen polnischen Firma Huta Stalowa Wola (HSW). Für 310 Millionen Dollar sollen 120 Stück K-9-Haubitzen auf Selbstfahrlafetten an Polen geliefert werden. Neben der Verstärkung der Artillerie sollen mit den K-9-Haubitzen auch andere Fähigkeiten der Landstreitkräfte ausgebaut werden.

Die ersten 24 K-9-Haubitzen werden 2017 ausgeliefert werden. Eine zweite Charge von 96 Stück wird nach einem Bericht des "Korean Herald" anschließend in Polen gefertigt. Auch die Türkei fertigt die K-9 seit 2004 in Lizenz an. Dort wird sie als T-155 "Firtina" bezeichnet.

Vor dem drohenden Hintergrund, dass Russland sein Einflussgebiet weiter ausbauen könnte, sind auch andere europäische Länder, wie beispielsweise Norwegen oder Finnland, in Verhandlungen mit Samsung Techwin getreten.

-red-

Südkorea: Mikrowellenwaffe

Die südkoreanische Waffenindustrie arbeitet an der Entwicklung von High Energy Laser Beams-, High Power Microwave-(HPM-) und Electro Magnetic Pulse-(EMP-)Waffen. Ab 2020 sollen diese Systeme truppentauglich sein. Die Mikrowellenwaffe soll einen Strahl von zwei Milliarden Watt entwickeln, der sämtliche elektronischen Geräte im Radius von 300 Metern zerstört. Die EMP-Bombe soll bei ihrer Detonation alle elektronischen Geräte im Umkreis von ein bis fünf Kilometern paralysieren.

-nt-

China: Korruptionsbekämpfung

Von 2013 bis Ende 2014 wurden in China 4 024 Offiziere im Rang ab Oberstleutnant von der Disziplinarabteilung überprüft. 21 wurden entlassen, 144 degradiert, 77 wurden abgemahnt und aufgefordert ihr Fehlverhalten zu korrigieren. 61 Offiziere wurden negativ beurteilt, weil es finanzielle Ungereimtheiten in ihren Einheiten gab. Die Militärjustiz ahndete 216 Fälle von Korruption. Bei 180 Einheiten fand man Probleme bei Infrastrukturmaßnahmen und bei Waffen. Durch die Überprüfung konnte verhindert werden, dass 1,9 Mrd. USD (etwa 1,76 Mrd. Euro) falsch oder verschwenderisch verwendet wurden.

-nt-

China: Hunde für Kampfeinheiten

Nach einer neuen Vorschrift für die Chinesische Volksbefreiungsarmee sollen Hunde in Zukunft auch bei Kampfeinheiten der Armee und Marineinfanterie eingesetzt werden. Bis dato wurden Hunde zur Stützpunktsicherung und zu SAR- (Search and Rescue-)Einsätzen verwendet. Nach neuen Erkenntnissen und Beobachtungen fremder Armeen, stellte die Chinesische Volksbefreiungsarmee fest, dass in der modernen Gefechtswelt Hunde bei Kampfeinheiten eine wesentliche Rolle spielen können. Dies zeigte sich in verschiedenen Übungen der vergangenen Monate. Speziell die Marineinfanterie und Spezialeinheiten der Armee haben Versuche mit Hunden bei Kampfeinsätzen durchgeführt. Die Kampfwertsteigerungen der Einheiten waren augenscheinlich. In der neuen Vorschrift werden Hunde als spezielle Kämpfer und unersetzbare Kampfmittel bezeichnet. Die Marineinfanterie wird die erste Teilstreitkraft sein, die Hunde fix für Kampfeinsätze verwenden wird. Gegenwärtig werden Hunde und Soldaten im Trainingszentrum des Militärkommandos Nanjing (nordwestlich von Shanghai) ausgebildet.

-nt-

China: Pilotenmangel

Am 26. Februar 2015 hat die chinesische Luftwaffe ein neues Rekrutierungsvideo "The brave Sky" veröffentlicht. Durch die rasante Modernisierung und den Zulauf von modernen Flugzeugen benötigt die Luftwaffe eine große Anzahl von hochqualifizierten Piloten. Die Luftwaffe befindet sich im Konkurrenzkampf mit den chinesischen Luftfahrtgesellschaften, die ebenso dringend in den kommenden Jahren eine große Anzahl an Piloten benötigt. Bei den zivilen Luftfahrtgesellschaften werden in den nächsten fünf Jahren etwa 25 000­ Piloten benötigt. Die Luftwaffe plant die Errichtung von Schulen, in denen talentierte Jugendliche schon im Lehrplan auf ihre künftige Funktion als Piloten vorbereitet und gefördert werden. Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren können sich für diese Schulen bewerben.

-nt-

China: Verteidigungsbudgeterhöhung

Das Verteidigungsbudget Chinas wird im kommenden Budgetjahr um zehn Prozent steigen. Es beträgt dann etwa 130 Milliarden Euro. Das sind 1,5 Prozent des BIP. Vergangenes Jahr betrug die Steigerung 12,2 Prozent. Die Steigerung wird mit dem Erfüllen der Sicherheitsbedürfnisse Chinas begründet und mit der Notwendigkeit, dass China technologisch die Lücke zu den übrigen großen Armeen schließen muss. China begründet die Steigerung des Budgets auch mit dem Umstand, dass es durch seine Blockfreiheit auf sich alleine gestellt ist und sich auf keine Alliierten verlassen kann. Ebenso müssen die meisten Waffensysteme­ im eigenen Land entwickelt und produziert werden. Die chinesische Regierung sieht es gegenüber der Bevölkerung als notwendig an, dass eine starke Armee ihren Schutz garantiert. Ein beträchtlicher Teil der Budgetsteigerung verschlingt die Erhöhung der Gehälter für die Soldaten und zivilen Beamten. Durch die Verhaftungen hoher Militärs und die strenge Kampagne gegen Korruption soll nun das Geld dort landen, wo es auch benötigt wird. Sämtliche Streitkräfte der Chinesischen Volksbefreiungsarmee sollen nachhaltig mit modernem Gerät bis in die letzte Einheit ausgestattet werden.

-nt-

Indien: Rüstungsgeschäfte

Im Zuge des Staatsbesuches von US-Präsident Barack Obama Ende Jänner 2015 wurde von Indien die Beschaffung von 22 AH-64E "Apache"-Kampfhubschraubern und 15 CH-47F "Chinook"-Transporthubschraubern für die indische Luftwaffe beschlossen. Der Wert betrug etwa 2,3 Mrd. Euro. Die USA haben Indien angeboten, Daten über U-Boot-Aktivitäten, speziell über chinesische U-Boote, weiterzuleiten. Während des Besuches wurde ein Abkommen über technische Hilfeleistung bei der Konstruktion und dem Betrieb von Flugzeugträgern abgeschlossen. Trotz des herzlichen Empfanges von Präsident Obama gehen indische Offiziere davon aus, dass es keine wesentliche Änderung in der strategischen Ausrichtung Indiens gibt. Der Hauptlieferant für Waffen wird weiterhin Russland bleiben. Die amerikanischen Waffensysteme sind für Indien zu teuer und politisch unsicher. Spezielle Systeme wird man in Zukunft wohl aus den USA beschaffen, aber die Masse an Waffen wird nach wie vor aus Russland bezogen werden. Die Zusammenarbeit mit den USA bietet für Indien einige Vorteile, um ein Ggegengewicht zu China zu bilden.

-nt-

Indien: Rüstungsausbau

Die indische Regierung hat den Plänen zu einer massiven Aufrüstung der Marine zugestimmt. Sieben Fregatten des Project 17A und sechs Jagd-Atom-U-Boote (SSN) werden in Indien gebaut. Die indische Regierung hat Japan aufgefordert, sich an der Ausschreibung für die Beschaffung von sechs konventionellen U-Booten zu beteiligen. Frankreichs Direction des Constructions Navales, Systemes et Services (DCNS), Deutschlands Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW), Russlands Rosoboron Export and Spaniens Navantia beteiligen sich an der Ausschreibung. Grundvoraussetzung für den Zuschlag der U-Boote ist der Bau in Indien. Die massive Aufrüstung der Marine soll die Sicherheitsinteressen Indiens vom Persischen Golf über den Indischen Ozean bis zur Strasse von Malakka untermauern.

Neben der Aufrüstung der Marine arbeitet die Regierung an einer wesentlichen Steigerung des Verteidigungsbudgets, um die dringendsten Bedürfnisse der Streitkräfte zu befriedigen. Bei der Armee fehlen 7 989 Offiziere, bei der Luftwaffe 1 499 und bei der Marine 357. Die Luftwaffe benötigt 272 bis 306 neue Kampfflugzeuge und 56 mittlere Transportflugzeuge. Die Armee braucht zusätzlich 3 600 Geschütze und 66 000 Sturmgewehre. Alle drei Teilstreitkräfte haben einen Bedarf von 1 000 Hubschraubern. Die instabile allgemeine Lage der Welt macht auf längere Sicht den Schritt einer massiven Aufrüstung notwendig.

Bis zum Jahresende sollen 66 000 Panzergranaten vom Typ "Mango" für den T-90 an die indische Armee geliefert werden. 2015 beginnen Indien und Russland ein gemeinsames Mondforschungsprogramm. Das indische Verteidigungsbudget wird für das Jahr 2016 um 11 Prozent angehoben. Der Verteidigungshaushalt wird von 35 auf etwa 40 Milliarden USD steigen.

-nt-

Indien: In den Ruhestand

Die indische Marine hat Anfang des Jahres 2015 entschieden, den Flugzeugträger INS Viraat 2016 außer Dienst zustellen. Die INS Viraat befindet sich gegenwärtig in einem Trockendock, in dem der Flugzeugträger ursprünglich für einen weiteren Lebenszyklus modernisiert werden sollte. Die entdeckten umfangreichen Schäden an dem 57 Jahre alten Träger und der Umstand, dass nur mehr sieben "Harrier"-Kampfflugzeuge zur Verfügung stehen, haben zu dieser Entscheidung geführt. Die INS Viraat wurde 1987 von der britischen Marine übernommen, in der sie als HMS Hermes am Falkland-Krieg teilgenommen hatte.

-nt-

Volksrepublik Korea: Kollektivbestrafung

Im Dezember 2014 fand ein Raubüberfall durch einen nordkoreanischen Deserteur in einer chinesischen Grenzstadt statt, bei dem vier chinesische Staatsbürger getötet wurden. Als Konsequenz wurden sämtliche Offiziere des Gardeoberkommandos entlassen. Der Überfall des Deserteurs, der auf Nahrungssuche war, hat in China großes Aufsehen hervorgerufen und die diplomatischen Beziehungen schwer belastet. Der Deserteur starb an den Schusswunden bei seiner Festnahme. China hat für die Zukunft von der Volksrepublik Nordkorea die Einrichtung eines Kommunikationskanals gefordert, der bei derartigen Zwischenfällen sofort aktiviert werden kann.

-nt-

Russland: Modernisierungsprogramm

Russlands Verteidigungsminister Sergei Shoigu kündigte eine massive Modernisierung der Luftwaffe für 2015 an. 33 Prozent der Luftwaffe soll modernisiert werden. 126 Kampfflugzeuge und 88 Hubschrauber werden den Verbänden zulaufen. Der Klarstand der fliegenden Verbände soll 2015 67 Prozent betragen. Der größte Modernisierungsschub soll durch den Zulauf der SU-35S erfolgen. Ab Jahresende soll das Modernisierungsprogramm für die MIG-31-Flotte beginnen. 80 Pro­zent der strategischen Luftwaffenfliegerverbände müssen ständig einsatzbereit sein. Für den Betrieb von neuen U-Booten müssen die neuen Stützpunkte in Gadschijewo, Osjorsk und im Schwarzmeerhafen von Noworissijsk bis Jahresende fertig sein. Für 2015 werden auch 454 neue Munitionslager gebaut und 13 moderne Lager fertig gestellt werden.

Im Februar 2015 wurde mit der Fertigung neuer Sturmgewehre für die russische Armee, als Teil der modernisierten Gefechtsausrüstung für Infanteristen, begonnen. AK-12 und A-545 werden noch heuer, gemeinsam mit der neuen Gefechtsausrüstung, an die Truppe ausgegeben.

-nt-

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