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Editorial

Fünf Jahre Chefredakteur - eine Bilanz

Vor genau fünf Jahren, am 1. Februar 2003, wurde ich mit der Leitung der Redaktion TRUPPENDIENST und der Funktion des Chefredakteurs betraut. Gerne nehme ich dieses kleine Jubiläum zum Anlass für eine Zwischenbilanz.

Die Übernahme der Verantwortung für die Redaktion kam für mich nach zweijähriger Tätigkeit als Chef vom Dienst nicht unvorbereitet, stellte aber trotzdem in der Umsetzungsphase der REORG 2002 eine Herausforderung dar. Die vorgesetzten Dienststellen waren mit Anderem beschäftigt als mit den Anliegen der Redaktion, wodurch dringend notwendige Veränderungen nur sehr langsam in Angriff genommen werden konnten.

Erfolge

Erste Erfolge waren aber doch schon im ersten Jahr möglich. So wurde in der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft TRUPPENDIENST im März 2003 die Erweiterung der Produktpalette beschlossen und zusätzlich zu den bekannten Taschenbüchern die TRUPPENDIENST-Handbücher im Format A5 mit Hardcover eingeführt. Um produktionstechnisch wieder auf einen zeitgemäßen Stand zu kommen, wurde die Beschaffung einer neuen EDV-Anlage als Ersatz für die bis zu zehn Jahre alten Geräte eingeleitet. Die Änderung der Lagerung und des Versandes von TRUPPENDIENST-Produkten von der zivilen Firma zur HVA Wels brachten im ersten Ansatz Einsparungen von rund € 70 000,- und wurden in den Folgejahren budgetwirksam. Bereits im Jahr 2003 begann ein umfangreiches Kaderfortbildungsprogramm, das vor allem das Ziel der Einsatzorientierung der Redakteure verfolgte. Im Rahmen dieses Programms verlegt die Redaktion jeweils im Herbst zu einer Redaktionskonferenz in ein Ausbildungsheim, um die Jahresziele für das nächste Jahr zu diskutieren und festzulegen. Im Herbst dieses Jahres übernahm Oberst dhmfD Mag. Krall die Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs und des Chefs vom Dienst der Zeitschrift.

Im Jahr 2004 wurde zunächst die Inseratenschaltung in der Zeitschrift TRUPPENDIENST genehmigt. Das ermöglicht die Einnahme zusätzlicher Mittel, die zur Bedeckung der Druckkosten weiterer TD-Produkte eingesetzt werden.

Um die Einsatzorientierung von TRUPPENDIENST zu forcieren, wurde im Taschenbuch-Bereich die Reihe "Das Buch zum Einsatz" aufgelegt. Bisher sind Taschenbücher zu den Einsätzen von SFOR, EUFOR/"ALTHEA", KFOR und UNDOF erschienen, die sowohl im Österreichischen Bundesheer als auch internatonal Beachtung gefunden haben. Nach der Übersiedelung einer Abteilung der LVAk konnte die Redaktion deren Kanzleien übernehmen, was zu einer deutlichen Entspannung der Raumsituation führte. Damit begann aber auch eine längere Umbauphase, welche vor allem auch die Voraussetzungen für die Installation des neuen EDV-Systems schaffen sollte. Die Umstellung des Betriebssystems von WINDOWS NT auf XP erfolgte überschneidend mit den Umbaumaßnahmen. Für den Leser waren alle diese Anstrengungen nicht merkbar. TRUPPENDIENST erschien in gewohnter Weise. Im September dieses Jahres nahm der TD-Redakteur Major Mayerböck erstmals in der Funktion als "Chief Production" an einer Großübung im Ausland ("Best Effort 04", Aserbaidschan) teil. Diese Übungsteilnahmen sollten sich in den nächsten Jahren im Rahmen der NATO-PfP-Übungsserie "COOPERATVE LONGBOW & LANCER" fortsetzen. Ebenfalls seit 2004 unterrichtet der TD-Redakteur Oberstleutnant Krejcirik bei den PIO-Lehrgängen an der NATO-School in Oberammergau, wodurch der Kontakt zur PIO-Community hergestellt und gehalten wird. 2004 wurde auch das einsatzbezogene Produkt TRUPPENDIENST International in englischer Sprache aus der Taufe gehoben. Während des gesamten Jahres kooperierte TRUPPENDIENST im Rahmen der European Military Press Association (EMPA) mit dem slowenischen Magazin "Slovenska Vojska". In jeder Ausgabe wurden wechselseitig Artikel veröffentlicht.

Im Rahmen der Redaktionskonferenz 2005 wurden die Grundlagen für den Relaunch der Zeitschrift TRUPPENDIENST gelegt. Zusätzlich zur üblichen Redaktionstätigkeit war TRUPPENDIENST in diesem Jahr auch in die Aktivitäten zum 50-Jahr-Jubiläum des Österreichischen Bundesheeres mit der Herausgabe eines TD-Spezial "50 Jahre ÖBH" eingebunden. Um unsere internationalen Kontakte auch auf militärdiplomatischer Ebene zu pflegen, lud TRUPPENDIENST das in Österreich akkreditierte Militärattachékorps zu einem Besuch in die Redaktion ein. 18 Attachés folgten der Einladung und konnten vor Ort TRUPPENDIENST entstehen sehen. In den folgenden Jahren wurde durch diesen Kontakt mit den Attachés die Publikation einer Reihe von Beiträgen ermöglicht.

Getragen von der Überzeugung, dass man Erfahrungen nicht nur sammeln sondern auch weitergeben sollte, wurde 2006 erstmals ein Volontariat für ein "Sommerpraktikum" an eine ukrainische Journalistik- und Germanistikstudentin vergeben. Im Herbst veranstaltete TRUPPENDIENST auch ein eintägiges Symposion mit dem Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Deutschen Bundeswehr, Generalleutnant Karlheinz Viereck, als Special Guest. Sein Bericht über seine Erfahrungen als Operation Commander von EUFOR RD CONGO erschien im Heft 3/2007.

Das Jahr 2007 begann mit einer besonderen Aktion zur Leserbindung. Mit Unterstützung durch die Gruppe Kommunikation wurde das TRUPPENDIENST-Gewinnspiel 2007 zur Teilnahme am Inferno-Rennen in Mürren/Schweiz am 19. Jänner 2008 veranstaltet. Erneut wurde ein "Sommerpraktikum" durchgeführt, diesmal mit einer österreichischen Germanistikstudentin, Frau Elisabeth Emperer, die sich dabei so gut bewährte, dass sie nun nebenberuflich für TRUPPENDIENST Lektoratsarbeiten übernehmen konnte.

Der Einsatzbezug von TRUPPENDIENST führte zu einer Kooperation mit dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam/Deutschland. Die Redaktionen tauschen Informationen für ihre Bücher zur Einsatzunterstützung aus und einsatzrelevante TRUPPENDIENST-Artikel werden im Einsatzportal des MGFA unter www.mgfa.de bereitgestellt. Darüber hinaus wurde ich in den "Wissenschaftlichen Beirat Einsatzunterstützung" des MGFA berufen.

Im September 2007 wurde ich zum Präsidenten und mein Leitender Redakteur Oberst Karl-Heinz Leitner zum Generalsekretär der EMPA gewählt. Dies stellt nicht nur eine große Ehre sondern vor allem die Chance auf internationale Positionierung des Österreichischen Bundesheeres in der Militärmedienlandschaft dar. Die Amtsperiode dieser Präsidentschaft läuft bis September 2011 und wird auch die Veranstaltung des 30. EMPA-Kongresses 2009 in Wien mit einschließen. Im Rahmen der Veranstaltungen zum Nationalfeiertag am Heldenplatz konnte die neue TRUPPENDIENST-Werbelinie, bestehend aus einem Plakat, einem Folder und einer Powerpoint-Präsentation, vorgestellt werden. Die Einsatzvorbereitung der 4. Panzergrenadierbrigade für die Übernahme der Führung der MNTF-S/KFOR im Frühjahr 2008 wurde durch ein Medientraining für die ÖA-Mannschaft der Brigade in der Redaktion unterstützt. Schließlich ist die Redaktion TRUPPENDIENST produktionstechnisch durch die Unterstützung des Leiters des Führungsstabes, Generalmajor Segur-Cabanac, im 21. Jahrhundert angekommen. Die IT-Gerätestruktur wurde auf ein offenes LAN umgestellt und wird voraussichtlich mit der Produktion des Heftes 3/2008 in Betrieb gehen. Mit dem vorliegenden Heft 1/2008 wurde aus Gründen der Sparsamkeit und im Hinblick auf die neue Truppenstruktur die Verteilung der Zeitschrift umgestellt. Dienststellen der Truppe erhalten TRUPPENDIENST nun nicht mehr als Einzelhefte mit der Post, sondern über das Heereslogistikzentrum Salzburg.

Neben allen diesen Aktivitäten kam aber auch die persönliche Fortbildung der Mitarbeiter nicht zu kurz: Neben dem Studium dreier Offiziere der Redaktion - Oberst Vyskocil hat sein Studium an der Corvinus-Universität kürzlich abgeschlossen - wird besonderes Augenmerk auf die Fremdsprachenaus- und -fortbildung gelegt. Da in der Redaktion ausreichende Englischkenntnisse (mit Masse C und besser) vorhanden sind, wurde die Sprachfortbildung auf weitere Sprachen ausgedehnt: Oberst Leitner reaktivierte seine Russischkenntnisse aus der BRG-Zeit, Oberst Vyskocil treibt sein Tschechischstudium voran und Oberst Mag. Krall frischt seine Französischkenntnisse auf.

Auch die Produktionsbilanz der letzten fünf Jahre kann sich sehen lassen: neben der Produktion von 30 TRUPPENDIENST-Heften (rund 3 000 Seiten) entstanden neun Spezial-Hefte (rund 1 000 Seiten), zwei TRUPPENDIENST International in englischer Sprache (rund 100 Seiten) sowie ein Sonderdruck (56 Seiten). Die Buchredaktion produzierte 13 Taschenbücher (rund 5 300 Seiten) sowie zwei Handbücher, eines davon in englischer Sprache (rund 900 Seiten). Darüber hinaus wurden vier Poster im Format A1 aufgelegt.

TRUPPENDIENST hat seine Reform weitgehend abgeschlossen und befindet sich schon in der Phase der Transformation und da der Weg bekannt und das Ziel klar ist, können wir beruhigt in die Zukunft blicken. In diesem Sinne danke ich allen, die in den vergangenen fünf Jahren zur positiven Entwicklung unseres Mediums beigetragen haben.

Dr. Jörg Aschenbrenner, Chefredakteur TRUPPENDIENST

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