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Rundschau

Österreich: Internationales Klein- und Leichtwaffensymposium

Die unkontrollierte Verbreitung von Klein- und Leichtwaffen - Small Arms and Light Weapons (SALW) - destabilisiert weite Regionen, begünstigt die Austragung bewaffneter Konflikte und unterläuft Friedensinitiativen und Hilfsprogramme.

Jährlich werden hunderttausende Menschen durch Klein- und Leichtwaffen getötet. Die weltweiten Lagerbestände werden auf mehr als 600 Millionen Waffen geschätzt. UNO, OSZE, NATO und EU beschäftigen sich seit Jahren mit dieser Problematik. Zu einzelnen Teilaspekten, wie Exportkontrolle, Vermittlungsgeschäften, Kennzeichnung und Nachverfolgung, Lagerverwaltung und Lagersicherheit konnten bereits internationale Abkommen geschlossen werden.

Die USA initiierte 2005 ein erstes Treffen von interessierten Staaten, die sich aktiv mit der Klein- und Leichtwaffenthematik auseinandersetzten. Daraus entstand die Multinational Small Arms Group (MSAG), die als informelle Abstimmungsplattform von mittlerweile 18 Staaten fungiert. Diese Länder, darunter neben den USA auch Kanada, Deutschland, die Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Schweden und Österreich, finanzieren gemeinsam weltweite Projekte zur Eindämmung der Kleinwaffenproblematik. In der NATO-Schule in Oberammergau werden eigens entwickelte Ausbildungslehrgänge zur Weiterbildung der vor Ort tätigen Experten abgehalten.

Das mittlerweile 8. Symposion der MSAG vom 2. bis 8. Juni 208 fand auf Einladung des BMLV in Wien statt.

-agr-

Österreich: Weder Krieg noch Frieden

Eine Sonderausstellung im Museum 1915 - 1918, Kötschach-Mauthen (Kärnten) zeigt die Geschichte Österreichs 1918 - 1938 im Spiegel der Plakate.

Das Jahr 2008 ist ein Jahr des Gedenkens und des Nachdenkens. Aus diesem Anlass widmet unser Museum zum ersten Mal eine Sonderausstellung nicht dem Geschehen des Ersten Weltkrieges, sondern seinen Folgen. Anhand von zahlreichen Plakaten, Zeitungen, Flugzetteln, Ansichtskarten, Dokumenten, Uniformen und mit Unterstützung von Tondokumenten wird die Geschichte Österreichs in den Jahren 1918 bis 1938 in ihrer Verflechtung mit der der Nachbarstaaten gezeigt.

Die Zeitspanne zwischen 1914 und 1945 betrachten manche Historiker als zweiten "Dreißigjährigen Krieg". Die Friedensverträge von 1919 lösten kein einziges der Probleme, die Europa in den Ersten Weltkrieg geführt hatten.

Die dem Ersten Weltkrieg folgenden "Friedensverträge" waren Ausgangspunkte zahlreicher Grenzkonflikte, lokaler Kriege und Bürgerkriege - von Finnland bis Spanien. Diese Kriege begünstigten das Entstehen faschistischer und kommunistischer Diktaturen und waren somit mitverantwortlich für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.

Der Tod von weiteren Millionen Menschen in diesem Krieg führte gleichfalls zu keiner gerechteren Friedensordnung. Die gewaltsame Ausbreitung des Kommunismus, der "Kalte Krieg" und die Polarisierung der Weltherrschaft zwischen den USA und der Sowjetunion prägten das nächste halbe Jahrhundert.

Erst mit dem Fall des Eisernen Vorhanges, dem Rückzug der USA und Russlands aus Mittel- und Osteuropa, vor allem aber mit der Konsolidierung Europas zu einer politischen Europäischen Union wurden die Folgen des Ersten Weltkrieges von 1990 an schrittweise überwunden.

Nachdem Österreich-Ungarn durch den Friedensvertrag von St. Germain 1919 zerteilt worden war, blieben 6,5 Millionen deutschsprachige Bewohner des alpin geprägten Kernlandes der Monarchie übrig. Sie hätten sich am liebsten an Deutschland angeschlossen. Doch das verboten die Siegermächte. So entstand "Österreich", als "Staat, den keiner wollte".

1938 wurde dieser "Kleinstaat wider Willen"das erste Ziel der Aggression Deutschlands. Es entsprach der inneren Zerrissenheit Österreichs, dass ein Teil der Bevölkerung den Einmarsch deutscher Truppen frenetisch begrüßte, während sich ein anderer Teil auf der Flucht oder schon in den Gefängnissen befand. Nicht nur die Täter, auch die Opfer waren Österreicher.

Das Museum 1915 - 1918 sowie die Sonderausstellung sind bis einschließlich 15. Oktober 2008 zu besichtigen.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr sowie Samstags, Sonn- und Feiertags 14 bis 18 Uhr.

Adresse: A-9640 Kötschach-Mauthen, Rathaus.

Telefon: 04715/8513 - 32.

E-Mail: museum@dolomitenfreunde.at.

Internet: www.dolomitenfreunde.at.

-red-

Österreich/Deutschland: Kooperation Heeresunteroffiziersakademie und Zentrum Innere Führung

Die Heeresunteroffiziersakademie (Enns) wurde vom Zentrum Innere Führung der Deutschen Bundeswehr (Koblenz) zur Teilnahme an einem Impulsseminar zum Thema der ethischen Bildung in den Streitkräften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz eingeladen.

Das Seminar fand vom 19. bis 21. Mai 2008 statt und war als erste Bestandsaufnahme zur erwähnten Thematik gedacht. Die Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) präsentierte dabei das Konzept einer aufbauenden und inhaltlich klar abgestimmten sowie mit anderen Disziplinen vernetzten berufsethischen Bildung für Unteroffiziere, das in die neuen Curricula der Ausbildungsgänge ab 2009 einfließen wird.

Das Zentrum Innere Führung

Das Zentrum Innere Führung der Deutschen Bundeswehr dient als Kompetenzzentrum und Bildungseinrichtung zur Vermittlung von Inhalten der Persönlichkeitsbildung, die im Österreichischen Bundesheer über die Fachbereiche Pädagogik, Berufsethische Bildung, Psychologie, Rechtskunde, Politische Bildung oder Führungsverhalten abgedeckt werden. Entsprechend groß war daher das Interesse der Heeresunteroffiziersakademie, mit dem Zentrum Innere Führung eine Zusammenarbeit zu beginnen, zumal die erwähnten Bereiche an der Akademie eine gewichtige Rolle spielen.

Parallelen und Vergleichbarkeiten

Trotz unterschiedlicher Ausbildungsgänge und Traditionen in den drei Teilnehmerstaaten am Seminar waren insbesondere die Parallelen und Vergleichbarkeiten in den Problemstellungen und Ideen zur Inangriffnahme von aktuellen ethischen Herausforderungen besonders auffallend, wenngleich auch nicht sonderlich überraschend. Daher wurde der Wunsch aller Teilnehmer im Konsens festgehalten, die nunmehr begonnene Initiative einer Kooperation zu Fragen der Berufsethischen Bildung fortzusetzen. Eine Folgeveranstaltung für 2009 könnte aller Voraussicht nach an der Heeresunteroffiziersakademie stattfinden.

-ak-

Österreich: Ein Feldpostamt auf der WIPA 2008

Vom 18. bis zum 21. September wird Wien wieder zum Mittelpunkt der Briefmarkenwelt. Auf der WIPA08 - der Wiener Internationalen Postwertzeichenausstellung präsentieren Postgesellschaften, Händler und Aussteller aus der ganzen Welt ihre Schätze, darunter Raritäten von Weltrang, wie die Blaue und die Rote Mauritius.

Bei der heurigen WIPA unter dem Motto "Die Zukunft der Philatelie". findet auch eine multilaterale Ausstellung unter Beteiligung von Deutschland, Liechtenstein, der Niederlande, der Schweiz und Österreich statt.

Dabei wird der Heeres-Briefmarken-Sammler-Verein (HBSV) für eine Attraktion sorgen: Nachdem im Jahre 2000 erstmals ein Feldpostamt (FPA) eingerichtet wurde, wird auch diesmal ein Feldpostamt, das FPA WIPA 08, den Betrieb aufnehmen.

Als Dienstleistungen werden u. a. Gefälligkeitsstempelungen unter Verwendung von Stempeln der aktiven österreichischen Auslandsfeldpostämter 1500 UNDOF-AUSBATT, 1502 AUCON-EUFOR und 1503 AUCON-KFOR sowie auch früherer Einsätze, angeboten.

-red-

Österreich/USA: "Department of Defense Visual Information Production Award" - ein Österreicher als Juror

Was der "Oscar" für Hollywood, ist der "Department of Defense Visual Information Production Award" für die Hersteller amerikanischer Ausbildungs-, Dokumentations- und Informationsvideos. Und deren gibt es viele, denn jährlich entstehen hunderte neue Medienprodukte dieser Art. Die Ähnlichkeit der begehrten Trophäe mit dem "Oscar" ist jedenfalls nicht rein zufällig.

Ausbildungs-, Dokumentations- und Informationsvideos werden traditionell in allen amerikanischen Teilstreitkräften intensiv genutzt. Die Preisträger des "Awards" wurden in einem mehrtägigen Auswahlverfahren ermittelt. Die Verleihung erfolgte am 16. Mai 2008 in Alexandria (Virginia).

Da die Österreichische Heeresbild- und Filmstelle international einen hervorragenden Ruf genießt, entschloss man sich von amerikanischer Seite für einen Fachjuror aus Österreich. So wurde Fachoberinspektor Vizeleutnant Wolfgang Scheibenbauer, der als Chefkameramann der Heeresbild- und Filmstelle (HBF) über eine zwanzigjährige Berufserfahrung verfügt, vom American Forces Information Service des US-Verteidigungsministeriums in die USA eingeladen. Er fungierte bei diesem in Alexandria (Virginia) - nahe Washington - stattfindenden Wettbewerb als einziger nichtamerikanischer Juror.

Die übrigen sieben Mitglieder der Jury waren entweder hochqualifizierte Fachleute aus einschlägigen Fachbereichen des Department of Defense, wie der Defense Information System Agency (DISA) und aller US-Teilstreitkräfte (z. B. des Navy Visual Information Productions and Imagery Management, des USMC Training and Education Command oder der Leitung des Television Branch der Media Services Division der US Air Force) oder waren, wie Prof. Dr. Robert Reiser von der Florida State University, anerkannte zivile Experten auf dem Gebiet der angewandten Erziehungswissenschaften und lernunterstützenden Systeme.

Nach Durchführung einer Vorauswahl wurden insgesamt 87 Filme für den Bewerb nominiert. Diese wurden den Themengruppen Dokumentationen, Ausbildung, Information, Rekrutierung und Sonstige zugeordnet.

Die Beurteilung der ausgewählten Filme erfolgte nach den folgenden vier Bewertungskategorien:

  • Ausführung und Zweckorientierung;
  • Beherrschung der gattungsspezifischen Gestaltungselemente;
  • Kreativität und Originalität;
  • Nutzwert der Produktion.

Es wurden sowohl Preise für jede einzelne Kategorie als auch ein Hauptpreis für den besten Film des Bewerbes vergeben. Als bester Film wurde ein Ausbildungsfilm der U.S. NAVY mit dem Titel "Sexual Assault: Magan’s Story" prämiert, der in spielfilmartigen Sequenzen die aktuelle Problematik der Geschlechterbeziehung in den amerikanischen Streitkräften eindrucksvoll beleuchtet (weitere Informationen unter http://dodimagery.afis.osd.mil).

Die professionelle Form der Austragung dieses Wettbewerbes durch das American Forces Information Service (AFIS) des US-Verteidigungsministerium ist gleichzeitig ein Ausdruck für die überaus hohe Wertschätzung des Mediums Film für den Zweck dieser Institution - "Keeping America’s Forces Informed" - aber auch ein deutlicher Hinweis auf wettbewerbsorientierte Formen des gattungsspezifischen Qualitätsmanagements.

-ws-

Österreich/Schweiz: "Flyout" der F-5E "Tiger"

Nach der Außerdienststellung der SAAB S35 "Draken" war es notwendig, eine Übergangslösung zur Aufrechterhaltung der aktiven Komponente der Luftraumüberwachung zu schaffen. Der Luftraumüberwachungsdienst wurde durch 12 F-5E "Tiger", die von der Schweizer Luftwaffe angemietet worden waren, durchgeführt.

Die offizielle Präsentation der Maschinen fand am 9. Juli 2004 in Graz statt. Bis zum 23. Juni 2008 wurden bei einem durchschnittlichen Klarstand von 66 Prozent 4 983 von 5 000 vereinbarten Flugstunden absolviert.

Neben dem routinemäßigen Luftraumüberwachungsdienst standen die F-5E "Tiger" auch bei diversen Luftraumsicherungsoperationen wie z. B. beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos, bei den Besuchen des US-Präsidenten Bush in Bratislava und in Wien, im Rahmen der EU-Präsidentschaft, beim Besuch des Papstes in Österreich sowie bei der Fußball-Europameisterschaft EURO 2008 im Einsatz.

Mit einem so genannten "Flyout" erfolgte am 30. Juni 2008 am Fliegerhorst Nittner in Graz-Thalerhof die offizielle Rückgabe der 12 F-5E "Tiger" Abfangjäger an die Schweizer Luftwaffe.

Verteidigungsminister Norbert Darabos betonte in Graz vor allem die besondere Form der Partnerschaft zwischen Österreich und der Schweiz und verwies dabei auf die reibungslose Zusammenarbeit bei der Sicherung der Lufträume während zahlreicher Großveranstaltungen.

Mit der Übergabe eines Logbuches einer F-5 an seinen schweizer Amtskollegen, Bundesrat Samuel Schmid, beendete Darabos symbolisch "eine einmalige Ära in der Geschichte der Österreichischen Luftstreitkräfte". Mit einem Formationsflug mit Eurofighter-Begleitung verabschiedeten sich vier F-5 "Tiger" anschließend von Österreich.

Ab dem 1. Juli 2008 startet das Österreichische Bundesheer in ein neues Zeitalter und wird den Luftraum mit den Eurofightern sichern.

-red-

Österreich/Tschad: Ablöse im Tschad - AUCON 2 übernimmt

Am 11. Juni 2008 kehrten nach einem vier Monate dauernden Einsatz die ersten 26 Soldaten des österreichischen EUFOR-Kontingentes (AUCON 1) aus dem Tschad zurück. Die Heimkehrer wurden am Flughafen Hörsching vom Kommandanten des Streitkräfteführungskommandos, Generalleutnant Mag. Günter Höfler, begrüßt. Bereits im April waren 25 Männer und Frauen des Vorauskommandos wieder in Österreich eingetroffen, die den Aufbau eines Camps - inklusive Stromversorgung sowie Klima- und Beschattungsanlage aus Tarnnetzen - durchgeführt hatten.

Die planmäßige Ablöse der zurückgekehrten Kräfte durch Soldaten des Folgekontingentes AUCON 2 war bereits eine Woche zuvor vollzogen worden, so dass eine eingehende Einweisung der neu eingetroffenen Soldaten erfolgen konnte. Diese können sich auch weiterhin auf noch im Einsatzraum verbliebene Kameraden von AUCON 1 abstützen, die das vor Ort gesammelte Erfahrungswissen weitergeben werden.

Der am 30. Jänner 2008 angelaufene Einsatz im Tschad ist als Überbrückung gedacht, die mit 15. März 2009 enden wird. Bis dahin soll die UNO endgültig übernommen haben. Die EU soll nach den ersten sechs Monaten eine Überprüfung der Operation und gemeinsam mit der UNO eine Bedarfseinschätzung vornehmen.

-red-


EURO 2008: acht Abfangeinsätze

Während der Europameisterschaft im Fußball 2008 (EURO 2008) war aus Sicherheitsgründen der Luftraum über den Austragungsorten zwei Stunden vor bis eine Stunde nach den Veranstaltungen gesperrt und mit bis zu 52 Bundesheer-Luftfahrzeugen pro Spieltag gesichert. Insgesamt fingen diese zwei Hubschrauber, fünf Kleinflugzeuge und einen Heißluftballon ab, eskortierten sie aus der Sperrzone oder zwangen sie zur Landung.

Zehn Raketen gegen Gerölldamm

Infolge des Erdbebens vom 12. Mai 2008 in China blockierten Geröllmassen den Lauf des Jianjiang in der Provinz Beichuan. Um den ständig wachsenden "Erdbebensee" rasch und kontrolliert abzuleiten und so eine Überschwemmung zu verhindern, griffen die chinesischen Streitkräfte am 10. Juni neben herkömmlichen Sprengungen zu ungewöhnlichen Mitteln: Sie setzten zum Durchbrechen der Geröllmassen zehn Raketen ein - mit Erfolg!

Operational Reserve Force: Letzter Schliff

Die Kaderpräsenzeinheit (KPE) der 6. Jägerbrigade trainierte im Rahmen eines von Deutschland geführten ORF-Bataillones vier Wochen lang intensiv Einsatzaufgaben. Die Abschlussübung Anfang Juni auf dem deutschen Truppenübungsplatz "Altmark" zeigte, dass AUCON 2/ORF den Vergleich mit den Bundeswehrsoldaten der ORF nicht zu scheuen braucht. Die ORF ist als Reserve für Einsätze im Kosovo und in Bosnien vorgesehen.

Russlands Pläne für die Arktis

Das Verteidigungsministerium Russlands setzt im Streit um die Rohstoffe der Arktis auf das Militär. Nach Aussagen des Leiters der Abteilung für die Kampfausbildung der Streitkräfte, Generalleutnant Wladimir Schamanow, ist Russsland als Reaktion auf eine mehr- wöchige US-Übung im Raum Alaska entschlossen, Truppen- und Marineverbände zusammenzuziehen: zur Vorbereitung auf mögliche Kampfhandlungen in dieser Region.

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