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Die Verbände des Österreichischen Bundesheeres: 7. Jägerbrigade

Die "Siebente" ist einer der beiden großen Infanterieverbände des Österreichischen Bundesheeres. Sie untersteht dem Streitkräfteführungskommando und ist aufgrund ihrer Kompaktheit und Kaderstärke für die Erfüllung von Aufträgen im In- und Ausland bestens vorbereitet.

Die 7. Jägerbrigade ist Träger einer langen Tradition im Bundesheer der Zweiten Republik. Ihren Ursprung hat sie im Jahr 1956 in der 7. Gebirgsbrigade mit Sitz in Klagenfurt. Die Heeresgliederung 62 brachte die Umbenennung in "7. Jägerbrigade" mit sich. Nach der Phase der so genannten Landwehrbrigaden wurde mit 1. Jänner 1999, mit der durch die österreichische Regierung beschlossenen Strukturanpassung zur Heeresgliederung 1992, die "Siebente" neu aufgestellt.

Gliederung 2008

Mit Einnahme der Zielstruktur verfügt die großteils luftbewegliche 7. Jägerbrigade über

  • das Luftlandebataillon/Jägerbataillon 25,
  • das mit "Pandur"-Radpanzern ausgestattete Jägerbataillon 17,
  • die verlässlichen "Allrounder" im Jägerbataillon 18,
  • das Pionierbataillon 1,
  • das künftige Aufklärungsartilleriebataillon 7 und
  • das Stabsbataillon 7 für die Versorgung, Logistik bzw. Ausbildung.

Die 7. Jägerbrigade hat den Auftrag, die Einsatzfähigkeit des Kommandos und der ihr unterstellten Verbände sicherzustellen. Außerdem hält die Brigade luftlandefähige Kaderpräsenz-Soldaten ständig bereit und sorgt für die Sicherstellung der Auftragserfüllung im Rahmen von internationalen Einsätzen.

Das Brigadekommando

Das Kommando der 7. Jägerbrigade weist folgende Grobstruktur auf:

  • die Kommandogruppe (Kommandant, stellvertretender Kommandant, Chef des Stabes, Rechtsberater, …);
  • die Stabsabteilungen 1 bis 4 (Personalwesen, Militärische Sicherheit, Ausbildung/Auslandskontakte/Mobilmachungsangelegenheiten, Versorgung);
  • die Generalstabsabteilung 5, zuständig für Planungen (Übungen, Auslandseinsätze, Personal, ...);
  • die Stabsabteilung 6 (Fernmeldedienst, Informations- und Kommunikationstechnologie);
  • die Stabsabteilung Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation (Öffentlichkeitsarbeit/Medien, Public Relations und Psychological Operations).

Der Brigadekommandant, Brigadier Mag. Thomas Starlinger, verlangt von seinem Stab höchsten Einsatz bei der Unterstützung der Verbände und von den Unterstellten großes Engagement in der Umsetzung der Bundesheerreform. Die gemeinsame Arbeit ist geprägt von Respekt, Vertrauen, gegenseitiger Wertschätzung und Loyalität. Dies spiegelt sich im Leitspruch der 7. Jägerbrigade wider: "Vielseitig und selbstbewusst, gemeinsam zum Erfolg!" Der Kommandant der 7. Jägerbrigade befehligt zwischen 3 500 und 5 500 Soldaten in der Friedens- bzw. der Einsatzorganisation.

Erreichbarkeit:

Tel: +43 463 3861-3005, E-Mail: 7jgbrig@bmlv.gv.at.

Truppenkörperabzeichen:

Entsprechend der geographischen Lage wählte die 7. Jägerbrigade für ihr Abzeichen die gotische Kirche von Heiligenblut, dahinter den Großglockner, auf rot-weiß-rotem Grund, mit dem Jagdhorn der österreichischen Infanterie und die darin eingeschlossene Ziffer 7, wie sie traditionell für die Kärntner Einheiten und Verbände steht.

Herausforderungen und Aktivitäten 2008

Die 7. Jägerbrigade hat im April dieses Jahres, zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Monaten, die diesjährige Großübung des Österreichischen Bundesheeres, "PACEMAKER 08", erfolgreich durchgeführt. Internationale Evaluierungsteams haben der "Task Force 18", dem Kaderpräsenzverband, die Interoperabilität für internationale Einsätze im Rahmen der NATO bescheinigt.

Die Kaderpräsenzkräfte der "Siebenten" setzen sich wie folgt zusammen:

  • Bataillonskommando und Stabskompanie des Jägerbataillons 18;
  • je eine Jägerkompanie der Jägerbataillone 17 und 25;
  • ein ABC-Abwehrzug und eine verminderte Nachschub-/Transportkompanie des Stabsbataillons 7;
  • EOD (Explosive Ordnance Disposal)- Spezialisten des Pionierbataillons 1.

Derzeit stehen für den Brigadestab, neben den Ausbildungszyklen am Führungssimulator in Neulengbach, die Planungstätigkeiten für die Command Post Exercise "VIKING 08" (eine internationale Übung im November 2008 unter schwedischer Führung) im Vordergrund. Bei dieser Übung wird der Brigadestab wieder eine maßgebliche Führungsaufgabe übernehmen.

Ein weiteres Schwergewicht liegt auf der Bewältigung der Inlandsaufgaben, wie

  • die Abstellung von Personal für den Assistenzeinsatz nach Schengen-Erweiterung sowie
  • die Bereitstellung von Kräften für die Fußballeuropameisterschaft "EURO 08", wobei dort vor allem Notfallsanitäter und Krankenträger zum Einsatz gekommen sind.

Weiterhin wird an der Umsetzung und Realisierung der Reform "Bundesheer 2010" gearbeitet. Als letzter Akt erfolgte Ende Mai die Auflösung des Aufklärungsbataillons 1 in Gratkorn in der Steiermark.

Im Herbst wird die "Task Force 18" im Rahmen ihrer Auslandseinsatzverpflichtung als Kaderpräsenzeinheit AUCON/KFOR 19 in das Kosovo entsandt.

Autor: Major Dietmar Ragger

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