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Rundschau

Österreich: Truppenfunksystem CONRAD zur Nutzung freigegeben

Das VHF-Truppenfunksystem CONRAD (Combat Net Radio) umfasst ca. 5 000 Funkgeräte in verschiedenen Varianten und mit verschiedenen Teilkomponenten. CONRAD besteht nicht nur aus der "Hardware" (Funkgeräte, Einbausätze und Zubehör) sondern umfasst auch die erforderliche "Software" (z. B. Funknetzmanagementsystem) sowie Ausbildungsanlagen (zwei Funklehrsäle an der Fernmeldetruppenschule) und die Übergangsmöglichkeit von "Draht" auf "Funk" (Stichwort Funkanschlusspunkt - Radio Access Point).

Die Funkgeräte, darunter Sender/Empfänger mit abnehmbaren Bedieneinheiten, werden in "Manpack"-, Landfahrzeug- und Luftfahrzeugversionen, geliefert. Zum Projekt gehört auch ein Funknetzmanagement- und Schlüsselmanagementsystem. Die Zuweisung an die Truppe soll bis 2012 abgeschlossen sein.

-red-

Österreich: Symposium Luftstreitkräfte

Die Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule (FlFlATS) führte vom 24. bis 26. November 2009 am Fliegerhorst Brumowski (Langenlebarn) ein Symposium Luftstreitkräfte durch.

Dabei ging es um Grundlagenarbeit für alle Bereiche der Luftstreitkräfte des Österreichischen Bundesheeres. Ziel des Symposiums war es, qualifizierte, wissenschaftlich fundierte Beiträge zur Weiterentwicklung der österreichischen Luftstreitkräfte und der Weiterentwicklung der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule (FlFlATS) zu erarbeiten, sowohl innerhalb des Bundesheeres wie auch im internationalen Rahmen.

An diesem Symposium nahmen 118 durchwegs hochrangige Fachkräfte aus Deutschland, Frankreich, Israel, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, den USA, Italien und Rumänien teil.

Der Chef des Generalstabes des Österreichischen Bundesheeres, General Mag. Edmund Entacher, hob dabei die Wichtigkeit der Grundlagenarbeit an den Akademien und Schulen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung des Kaders besonders hervor.

Der Stellvertretende Chef des Generalstabes der Königlich-Niederländischen Streitkräfte, Generalleutnant Freek Meulman, berichtete von seinen Erfahrungen als Deputy Commander Air im ISAF Hauptquartier in Kabul (Afghanistan). Grundsätzlich ist der Einsatz der Luftstreitkräfte dort effektiv. Die Verbände unter UN-Mandat fliegen pro Jahr rund 30 000 Einsätze. Nach Meulman werden in Afghanistan langsam, aber stetig Fortschritte im militärischen und im zivilen Bereich erzielt.

Der Stellvertreter des Befehlshabers des Luftwaffenführungskommandos der Deutschen Bundeswehr, Generalmajor Dipl.-Ing. Joachim Wundrak sprach u. a. über Erfahrungen in der Einführungsphase neuer Systeme, vor allem des Eurofighters. Dieser ist aus der Sicht der Deutschen Luftwaffe eine gute und stabile Plattform mit hohem Entwicklungspotenzial und hat eine hohe Stabilität bei geringem Wartungsaufwand. Die Kooperation mit der Industrie ist - so Wundrak - zukunftsweisend, die größte Problematik ergibt sich zur Zeit allerdings bei der Ersatzteilversorgung. Alles in allem war und ist die Einführung des Eurofighters "herausfordernd, aber erfolgreich".

Weitere Themen:

Ohne passive und aktive Selbstschutzmaßnahmen (Stichwort: Elektronische Kampfführung) ist ein militärischer, in Zukunft aber möglicherweise auch ziviler - Einsatz von Luftfahrzeugen insbesondere bei internationalen Einsätzen sehr gefährlich (Stichwort: Terrorgefahr).

Luftaufklärung erstreckt sich vom Entdecken, Erkennen, Identifizieren bis zum Verfolgen von möglichen Zielen im militärischen Bereich (z. B. beim Überwachen von Räumen und zum Aufspüren von Terroristen). Im zivilen Bereich geht es dabei u. a. um Grenzraumüberwachung, aber auch um die Suche nach vermissten Personen oder um die Lagebeurteilung bei Katastrophenhilfseinsätzen.

Die Wichtigkeit der Fliegerabwehr wurde ebenfalls hervorgehoben. Diese dient nicht nur dem Schutz der eigenen Truppen bei nationalen und internationalen Einsätzen, sondern auch der Terrorabwehr z. B. bei Großveranstaltungen sowie dem Schutz der sogenannten kritischen Infrastruktur (Kraftwerke, Verkehrsknotenpunkte, …). Die Fliegerabwehr ist daher als fixer Bestandteil der Streitkräfte für Einsätze im In- und Ausland unbedingt vorzusehen. Trotz budgetärer "Sachzwänge" gilt dabei: Erst wenn die eigene Lufthoheit sichergestellt ist bzw. Bedrohungen aus der Luft erfolgreich abgewehrt werden (können), sind die Bodentruppen in der Lage, ihren Auftrag zu erfüllen.

Weiters angesprochen wurden die "Einsatzverfahren der Österreichischen Luftstreitkräfte im In- und Ausland": Vom 1. September 2006 bis 31. Oktober 2009 leisteten die österreichischen Luftstreitkräfte in Summe 7 155 Flugstunden im In- und Ausland (z. B. Waldbrände in Griechenland, Einsätzen im Tschad oder im Kosovo).

Die Zusammenfassung der Ausbildungsinhalte aller fliegerischen Belange (inklusive Fliegerabwehr) an einer Truppenschule kann schon aufgrund der vielen Synergieeffekte in der Ausbildung als positiv gesehen werden.

Thematisiert wurde auch die - notwendige - Fortsetzung der Schießverlegungen der Fliegerabwehr nach Ustka (Polen). Dort kann auch in einem taktischen Übungsrahmen mit allen Waffensystemen im scharfen Schuss geübt werden.

Die Teilnahme an Ausbildungsgängen in Deutschland (Stichwort Elektronische Kampfführung) hat sich ebenfalls bewährt und sollte unbedingt fortgesetzt werden. Auch im Bereich der Techniker- und Pilotenausbildung für die Eurofighter kann die Zusammenarbeit mit Deutschland nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Major Andreas Ledermann

Österreich: Prämie für Ausbilder

Ein wesentlicher Teil der Einsatzvorbereitung ist die Ausbildung der jährlich ca. 30 000 Grundwehrdiener. Diese wird vor allem von ca. 2 000 Chargen und Unteroffizieren als Ausbilder/Gruppenkommandanten durchgeführt - unter oft schwierigen Rahmenbedingungen und dennoch in hoher Qualität.

Diese Qualität ist aber nur durch gewissenhafte Vor- und Nachbereitung, die intensive Beschäftigung der Ausbilder/Gruppenkommandanten mit den anvertrauten Soldaten sowie durch deren Motivation erreichbar. Ausbildung zielt zwar in erster Linie auf Wissensvermittlung ab, der unmittelbare Vorgesetzte (Ausbilder, Gruppenkommandant) ist aber auch eine Vertrauensperson der Rekruten.

Nur gut ausgebildete Soldaten können die Aufgaben des Bundesheeres erfüllen. Die Motivationsleistung der Ausbilder ist darüber hinaus auch ein Beitrag zur Gewinnung von Personal für die Einsätze des Heeres.

Auf Initiative des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport erhielten deshalb die Gruppenkommandanten - als Zeichen der Wertschätzung und in Anerkennung ihrer verantwortungsvollen Aufgabe - 2009 eine Ausbilderprämie. Insgesamt wurden dafür ca. 1 000 000 Euro ausbezahlt.

Die Ausbilder haben diese Prämie jedenfalls - so Mag. Norbert Darabos - "mehr als verdient".

-red-

Österreich: Militärkommando übt den Assistenzeinsatz

In der dritten Novemberwoche 2009 übte der Stab des Militärkommandos Oberösterreich den Assistenzeinsatz bei Naturkatastrophen. Die Ausgangslage war dabei ein Hochwasser (ähnlich dem des Jahres 2002), bei dem Teile der Bezirke Eferding, Perg, Steyr und Freistadt unter Wasser standen. Die dreitägige Stabsübung fand am Fliegerhorst Vogler statt. "Eingesetzt" wurden ca. 1 100 Soldaten (Präsenzstand und Miliz). Die Übung diente der Optimierung der Stabsabläufe, dem Entscheidungstraining der eingesetzten Fachoffiziere und Fachunteroffiziere sowie der Einsatzvorbereitung.

Für heuer ist eine Fortsetzung der Übungstätigkeit für Assistenzeinsätze vorgesehen. Dabei sollen mittels Computersimulation überflutete Räume, gefährdete und verklauste Brücken, Dammbrüche, Schadstellen aller Art, das eingesetzte Personal, Fahrzeuge und Luftfahrzeuge virtuell sowie in Echtzeit am Bildschirm dargestellt werden. Auch die Einbindung ziviler Organisationen ist geplant.

-red-

Österreich: Verwendungsabzeichen für Kommandounteroffiziere

Seit mehreren Jahren gibt es - ähnlich wie in anderen Staaten - auch in Österreich so genannte Kommandounteroffiziere (KdoUO). Um diese auch "optisch" zu kennzeichnen, wurden im Oktober 2009 Verwendungsabzeichen eingeführt. Ebenfalls eingeführt wurden Verwendungsabzeichen für Sachbearbeiter in den Kommanden.

-red-

Österreich: Panzersoldaten auch im Gebirge stark und schnell

Der Berg rief - und 102 Offiziere, Unteroffiziere, Chargen und Rekruten der 4. Panzergrenadierbrigade stellten sich der Herausforderung am Dachstein.

Unter Kommando des Panzerbataillons 14 (Wels) bereiteten sich die Soldaten der 4. Panzergrenadierbrigade von 23. bis 27. November 2009 auf dem Truppenübungsplatz Oberfeld auf die Winterwettkämpfe 2010 vor. Kommandant und "Tippgeber" in alpinen Belangen war Bergführer Vizeleutnant Martin Brandl vom Jägerbataillon 12 (Amstetten). Er sorgte mit seiner Routenplanung aber auch für schweißgebadete Körper.

Gemäß dem Motto der "Vierten" - Handeln mit Weitblick - bildete diese Kaderfortbildung den ersten Baustein einer gediegenen Wettkampfvorbereitung. Das Schwergewicht der Woche hieß zweifelsohne, "einen Höhenmeter nach dem anderen zu fressen". Die Motivation der Soldaten war exzellent und der Ehrgeiz aller hoch.

Die Korporäle Hubert Gnigler (seit zwei Jahren Panzergrenadier) und Ralph Schäfer (seit eineinhalb Jahren Maschinengewehrschütze) der Kaderpräsenzeinheit des Panzergrenadierbataillons 13 aus Ried zeigten sich begeistert: "Ich war bereits letztes Jahr dabei und da habe ich mich heuer sofort wieder freiwillig gemeldet", sagte Gnigler, der oft auch privat in den Bergen unterwegs ist. Die Stimmung in den Leistungsgruppen war gut, ebenso das Wetter. Die körperlichen Strapazen spürten aber auch die Soldaten der "Vierten". "Am Abend ist es immer recht ruhig im Zimmer, weil alle schlafen", so Schäfer.

Neben dem Konditionstraining wurde auch die Schießfertigkeit der Soldaten verbessert. Dabei wurden keine Mühen gescheut: "Profis" des Heeressportzentrums (HSZ) reisten an, um mit Tipps und Tricks die Schießleistung aller zu erhöhen. Ein besonderer Dank dafür gebührt Vizeleutnant Alfred Tauber (HSZ).

Nach tausenden verbrannten Kalorien in dieser Vorbereitungswoche waren sich jedenfalls alle Kursteilnehmer einig: Bei den Winterwettkämpfen in Hochfilzen werden heuer alle "Gas geben" und bei der Patrouille um jeden Zentimeter kämpfen.

Hauptmann Mag. (FH) Christian Deutinger

Österreich/Tschad: Tschad-Einsatz beendet

Am 11. Dezamber 2009 kehrten die letzten bei MINURCAT (Mission des Nations Unies en République Centrafricaine et au Tchad) im Tschad eingesetzten österreichischen Soldaten nach Österreich zurück.

Der Tschad-Einsatz war der erste geschlossene internationale Einsatz des Jagdkommandos. Österreich beteiligte sich an dem Friedenseinsatz zuletzt nicht mehr mit Kampftruppen sondern mit einem Logistikkontingent. Insgesamt befanden sich 1 669 Soldaten und 61 Fahrzeuge im Einsatz. Dabei wurden u. a. 650 000 km ohne Personenschäden zurückgelegt - eine für dortige Straßenverhältnisse beachtliche Leistung. Die Kosten des zweijährigen Einsatzes beliefen sich - so das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport - auf 34 Millionen Euro. Die im Tschad eingesetzten Soldaten haben - so Verteidigungsminister Mag. Norbert Darabos - ihre Aufgabe, die Flüchtlingslager zu schützen, erfüllt.

Das Österreichische Bundesheer leistete damit jedenfalls einen wertvollen Beitrag für die europäische Sicherheitspolitik, primär aber zum Schutz der dortigen Binnenflüchtlinge.

-red-

Bosnien: EU-Mission unter österreichischer Führung

Generalmajor Bernhard Bair übernahm am 4. Dezember 2009 für ein Jahr das Kommando über die EUFOR-Kräfte in Bosnien und Herzegowina. Damit führt erstmals ein österreichischer Offizier eine Friedensmission der Europäischen Union. EUFOR "ALTHEA" verfügt derzeit über rund 2 000 Soldaten aus 25 Nationen, ca. 100 davon kommen aus Österreich. Auf Generalmajor Bair und seine Truppe warten große Herausforderungen wie die Schaffung einer soliden sicherheitspolitischen Grundlage als Basis der Staats- und Verfassungsreform des Einsatzlandes.

Die Bestellung Bairs zum Kommandanten über die EUFOR-Kräfte in Bosnien und Herzegowina zeugt auch vom hohen Stellenwert der Soldaten des Österreichischen Bundesheeres in Europa.

-red-


CIA kündigt Blackwater:

Nach einem Bericht der New York Times hat die CIA im Dezember 2009 die Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfirma ("Private Military Company"; "Söldnerfirma") Xe-Services - vormals Blackwater - in Afghanistan und Pakistan abgebrochen. Anscheinend ist das eine Reaktion auf die Vorwürfe, dass Privatmilizen Tätigkeiten verrichten, bei denen staatliche Kräfte an gesetzliche Grenzen stoßen.

Benefizkonzert der Militärmusik:

Am 19. November 2009 gab die Militärmusik Oberösterreich zugunsten eines Projektes des Linzer Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern ein Benefizkonzert im Linzer Brucknerhaus. Der Reinerlös dieses Benefizkonzertes betrug 7 000 Euro und kam Familien zugute, deren Lebensumstände durch die Behinderung eines oder mehrerer Kinder belastet sind.

Mehr Soldaten nach Afghanistan:

Derzeit stehen in Afghanistan knapp 70 000 amerikanische Soldaten im Einsatz. Dieses Truppenkontingent wird - so Präsident Barak Obama - um ca. 30 000 Soldaten aufgestockt. Präsident Obama forderte im Dezember 2009 auch andere Staaten auf, ihr militärisches Engagement in Afghanisten zu verstärken und zur Bekämpfung der Taliban mehr Truppen in die Krisenregion zu entsenden.

Militärische Nutzung von iPhones:

Die amerikanische Rüstungsfirma Raytheon hat Ende 2009 die Software One Force Tracker vorgestellt. Diese kann mittels iPhone die Position von Truppen in Echtzeit ermitteln. Dazu erforderlich sind ein Internet-Zugang, GPS-Anbindung und ein Beschleunigungsmesser, der die Bewegungsrichtung anzeigt. Zu den Nutzungsmöglichkeiten zählt u. a. die Verhinderung von "Friendly Fire".

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