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Focus: Das Jägerbataillon 23 (Hochgebirge)

Als westlichst gelegener Verband des Bundesheeres konnte das Jägerbataillon 23 (Hochgebirge) von den vergangenen Reformen und der jetzigen Transformation profitieren. So wurde aus dem damaligen Ausbildungsverband und durch die Eingliederung von zwei Kompanien aus Tirol ein vollwertiges Bataillon, das in zwei Garnisonen stationiert ist. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten der Personalrekrutierung und die Übernahme einer Kompanie, die praktisch nur aus einer Kommando- und einer Versorgungsgruppe und dem Kader für einen Zug bestand, konnte sich das Jägerbataillon 23 personell gut entwickeln. Seit der Aufstellung eines KIOP/KPE Elementes, zurerst in Bludesch und in weiterer Folge auch in Landeck, verbessert sich die personelle Situation laufend. Die beiden KIOP/KPE Elemente sind voll befüllt. Mehr noch, zahlreiche Unteroffiziers-Anwärter, die bereits einen KIOP/KPE Verpflichtungszeitraum absolviert haben, müssen ab 2011 warten, bis sie wieder in das KIOP-System einsteigen können. Diese Soldaten werden einstweilen bei anderen Einheiten im Verband dienen.

Ebenfalls herrscht ein reger Zulauf von Personen im Ausbildungsdienst (PiAD). Die Zahl der PiAD im laufenden Vollkontingent ist wieder zweistellig. Sie alle suchen ihre berufliche Zukunft im Hochgebirgsbataillon.

Ein großer Vorteil für zukünftige Kadersoldaten ist, dass das Bataillon auch berufliche Perspektiven bieten kann und nicht jeder Soldat jahrelang auf einen adäquaten Arbeitsplatz warten muss. Der Altersdurchschnitt der Soldaten liegt mit ca. 30 Jahren weit unter dem anderer Verbände.

Die Gebirgsbeweglichkeit

Schon lange bevor sich die ehemalige Jägerschule mit Gebirgskampfkursen beschäftigt hat, führte das Jägerbataillon 23 bzw. seine Vorgängerorganisation Übungen im Gebirge durch. Gebirgskampf wurde seit jeher groß geschrieben. So ist das Bataillon heute einer jener Verbände mit der größten Erfahrung im Einsatz im Hochgebirge. Nicht nur an der Entwicklung und Erprobung von Ausrüstung und Gerät sondern auch an der Weiterentwicklung der Ausbildung im Gebirgskampf ist das Jägerbataillon 23 maßgeblich beteiligt. 2008 führte der Verband einen Heereshochalpinisten-Lehrgang "Gebirgskampf" mit internationaler Beteiligung am Truppenübungsplatz Wattener-Lizum durch. Die Gebirgsbeweglichkeit und der Gebirgskampf sind weiterhin Schwergewichte in der Erhöhung der Einsatzbereitschaft des Verbandes.

Die hohe Anzahl an qualifiziertem Gebirgsausbildungskader ist ebenso wichtig wie die Verbesserung der technischen Gebirgsbeweglichkeit mit Überschneefahrzeugen, die Ausstattung mit zeitgemäßer Skiausrüstung und Sicherheitsausrüstung. Auch die Durchführung größerer Übungen, bei denen u. a. Gefechtstechnik im Gebirge geübt wird, ist notwendig.

Die Infrastruktur

Das Jägerbataillon 23 verfügt über eine optimale Infrastruktur und liegt inmitten von idealem Ausbildungsgelände für einen Hochgebirgsverband. Die Masse des Bataillons ist in der Walgau-Kaserne, der modernsten Kaserne des Bundesheeres, untergebracht. Die Kaserne hat vier Kreuzbauten, ein Kommandogebäude, ein Werkstättengebäude, ein Sportgebäude und ein großes Garagengebäude.

Einmal jährlich bietet die Kaserne die infrastrukturelle Basis für die Durchführung der Luftraumüberwachung für das World Economic Forum in Davos. Auch internationale Truppenteile, vor allem jene der britischen und niederländischen Armee, nutzen die Infrastruktur als Ausgangsbasis für ihre Gebirgs- und Skiausbildung.

Die teilweise renovierte Pontlatz-Kaserne in Landeck hat ebenfalls eine gute Infrastruktur darunter z. B. ein neu renoviertes Gebäude mit zeitgemäßen KIOP/KPE-Unterkünften.

Integration

In den beiden Garnisonen rücken fast nur Rekruten aus den umliegenden Bezirken ein. Nach den immer wieder auftretenden Umweltkatastrophen werden diese Soldaten auch bei Assistenzeinsätzen in ihren Heimatbezirken wieder eingesetzt. Dadurch hat sich das Jägerbataillon 23 in der Vergangenheit völlig in der Region integriert. Dies beweist auch das rege Interesse der Bevölkerung an Veranstaltungen des Bataillons.

Perspektive

Mit diesen fast idealen Grundvoraussetzungen - das Einzige was fehlt, ist ein Schießstand in der Walgau-Kaserne - bin ich zuversichtlich, dass das Jägerbataillon 23 auch in Zukunft die gestellten Aufgaben erfüllen kann und sich weiterhin so positiv entwickeln wird, wie bisher.

Autor: Oberstleutnant Thomas Belec, MSD

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