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Zeitschrift TRUPPENDIENST - Folge 17
Ausgabe 3/2012

Ausgabe 3/2012

Die Streitkräfte Europas I:

2012 und 2013 widmet sich TRUPPENDIENST "Militär International" den Staaten in Europa - dieser Teil umfasst die Staaten in alphabetischer Reihenfolge von Albanien bis Niederlande. Besonders die westeuropäischen Streitkräfte spüren die Auswirkungen der Finanzkrise massiv und sehen sich mit Einsparungsmaßnahmen konfrontiert. Reformen mit weitreichenden Umgestaltungen und Reduzierungen in allen Bereichen sind die Folge. Gleichzeitig sind die weltweiten Einsätze in verschiedenen Krisengebieten weiterhin aufrecht zu erhalten, wobei besonders das ISAF-Engagement bei den meisten europäischen Staaten bestimmend ist. Die westlichen Streitkräfte Europas haben mit Masse ihre Fähigkeiten zum Einsatz außerhalb des eigenen Staatsgebietes ausgebaut. Konsequenterweise sind bei den Landstreitkräften die schweren Systeme deutlich reduziert worden und gleichzeitig die leichten und vor allem mittleren Kräfte ausgebaut worden. Bei den Luft- und Seestreitkräften sind Einschnitte bei den Hauptwaffensystemen zu verzeichnen, wobei die Fähigkeiten der Einzelsysteme zwar zugenommen haben, ohne jedoch die Gesamtreduzierung voll ausgleichen zu können. Die neuen NATO-Mitgliedsstaaten haben ihre Streitkräfte grundlegend neu organisiert, teilweise neu ausgestattet und sich an den Anforderungen der Zusammenarbeitsfähigkeit orientiert. Zu beachten ist jedenfalls, dass diese Einsparungen meist auf Basis nationaler Entscheidungen und somit unkoordiniert erfolgen. An dieser Tatsache kann auch die Mitgliedschaft der meisten vorgestellten Staaten in NATO und/oder EU nichts ändern. Durch die Verlagerung der US-Interessen in den pazifischen Raum gewinnt diese Entwicklung weitere Brisanz, da die europäischen Staaten ihre militärischen Mittel reduzieren, jedoch verstärkt militärische Verantwortung zu übernehmen haben.

Autor: Brigadier Mag. Bruno G. Hofbauer



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