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Risiken des westlichen Afghanistanengagements

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2004" - Dezember 2004

Abstract:

Risiken des westlichen Afghanistanengagements

Das westliche Engagement in Afghanistan steht vor dem schwer zu durchbrechenden circulus vitiosus zwischen unzulänglicher Sicherheitslage und zu geringen Erfolgen in der Staats- und Nationenbildung. Die oft beschworene Gefahr des Scheiterns ist im Kontext der innerafghanischen Lage, der regionalen und grundlegenden weltanschaulicher Differenzen zu erörtern. In Afghanistan wie im Irak zeigt das von den USA angeführte westliche Engagement eine erschreckende Diskrepanz zwischen Erzwingungs- und Gestaltungsmacht. Die dem Broader Middle East gewidmete Initiative der G8-Staaten zu Reformen der Region von Nordafrika bis Afghanistan lässt diese Diskrepanz nur noch größer erscheinen. Die neue, militärisch gestützte Hegemonie der USA in der Region sowie die Versprechungen der Reforminitiative werden in der Region oft als Neo-Imperialismus bewertet. Dahinter stehen ernste Differenzen in der Perzeption von Globalisierung, die auch im Westen von widersprüchlichen Weltanschauungen getragen wird. Westliche Politik steht vor dem Dilemma, große Anstrengungen bei zweifelhafter Wirkung unternehmen zu müssen. Eine realistischere, angesichts der Globalisierungssituation nicht unterkomplexe und dennoch überzeugungsfähige Formulierung der politischen Ziele ist notwendig.

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