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Von der Nation zum Staat - Das Versagen staatlicher Strukturen in Subsahara-Afrika

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2004" - Dezember 2004

Abstract:

Von der Nation zum Staat

Das Versagen staatlicher Strukturen in Subsahara-Afrika

In vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara ist in der nachkolonialen Ära ein Nationalbewusstsein gewachsen. Die Überwindung einer alten, durch Sklavenhandel, koloniale Beherrschung und Kalten Krieg prolongierten Staatskrise steht noch aus.

Die Startvoraussetzungen bei der Schaffung nachkolonialer Staaten in den sechziger Jahren waren vergleichsweise ungünstig. Der Kalte Krieg ließ den Westen Verbündete im Kreise der "Entwicklungsdiktatoren" suchen. Ihre Verfügung über staatliche und ökonomische Macht machte sie zu Diktatoren, ohne allerdings die Entfaltung des zumeist unterschätzten wirtschaftlichen Potenzials zu fördern. Der Fall der Berliner Mauer als Symbol des Endes des Kalten Krieges brachte kurzfristig eine Chance für eine autonome Rolle Afrikas im Weltkonzert.

In der Clinton-Ära fiel man dann wieder in die alte Versuchung zurück, im Kampf gegen das Fundamentalistenregime im Sudan eine Reihe von Militärherrschern zulasten der demokratischen Bewegung zu fördern. Stabilisierungsversuche durch den an Afrika besonders interessierten US-Außenminister Colin Powell kamen im heraufziehenden Irak-Konflikt nur unvollkommen zum Zug. Afrika braucht Frieden und Wachstum. Beides ist nur mit starken freiheitlich-demokratischen Staaten möglich, die einen wirtschaftsfreundlichen Ordnungsrahmen bilden und der privaten Wirtschaft Raum zur Entfaltung lassen. Das Potenzial ist trotz in großen Teilen widriger Natur vorhanden. Afrika hat mehr zu bieten als Sand.

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