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Sicherheitspolitische Bestandsaufnahme Südostasiens

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2000" (ISBN: 3-8132-0711-0) - Dezember 2000

Vollständiger Beitrag als PDF:  PDF ansehen PDF downloaden  13 Seiten (163 KB)

Abstract:

Eine sicherheitspolitische Bestandsaufnahme Südostasiens bzw. der "Association of Southeast Asian Nations" (ASEAN) erscheint vor dem Hintergrund der Tatsache, daß die Region 1997/1998 eine der größten Zäsuren in ihrer regionalen Historie erlebt hat, erforderlich zu sein. In sieben Ländern gab es einen Wechsel der Regierungschefs, der in den meisten Ländern (Ausnahme: Indonesien) relativ problemlos vonstatten ging. Daher steht im Zentrum der regionalen und globalen Aufmerksamkeit die weitere Entwicklung des größten Archipelstaates der Welt, der auf Grund seiner Größe zumindest regional erheblichen Einfluß hat, bei einer negativen Entwicklung jedoch sogar globale Verwerfungen bewirken kann. Doch es gilt auch andere Konfliktpotentiale der Region zu analysieren, da diese zu internen Spannungen und Schwächungen in der ASEAN führen könnten. Darüber hinaus stehen die meisten südostasiatischen Länder ökonomisch erst am Beginn einer Gesundungsphase, wirtschaftliche Wachstumsraten wie vor der Finanzkrise 1997 sind für viele in weite Ferne gerückt. Allerdings ist sicherheitspolitisch die Wahrscheinlichkeit militärischer Auseinandersetzungen in der Region auf einem "all-time-low" angelangt und die militärischen Modernisierungsprogramme fast aller Länder sind auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. In einer zusammenfassenden Bewertung ist daher festzustellen, daß Südostasien zu Beginn des 21. Jahrhunderts zwar keine Krisenregion geworden ist, jedoch an globaler politischer Bedeutung verloren hat, die es in den nächsten Jahren wiedergewinnen will.

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