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Smart Grid Security Guidance - (SG)2

Smart Grid Security Guidance - (SG)2 - Sicherheitsmaßnahmen für Stromnetzbetreiber in Österreich

Sicherheitsmaßnahmen für Stromnetzbetreiber in Österreich

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Vorwort

Bundesministerium für Inneres:

Im Rahmen der Österreichischen Strategie für Cyber Sicherheit (ÖSCS) und des Österreichischen Programms zum Schutz kritischer Infrastrukturen (APCIP) werden Unternehmen, die kritische Infrastrukturen betreiben, angehalten, eine umfassende Sicherheitsarchitektur zu implementieren.

Betreiber sensibler Infrastruktur aus Sektoren wie Energieversorgung, Bankenwesen, Transport, Gesundheitswesen usw. tragen mit ihren Leistungen wesentlich zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit bei. Eine enge Kooperation zwischen diesen Anbietern und Regierungsbehörden ist daher unerlässlich, um für eine Stärkung der Widerstandskraft der jeweiligen Einrichtungen gegen Bedrohungen und für eine Erhöhung der Resilienz beizutragen.

Der Bereich der Energieversorgung erfüllt dabei für die österreichische Bevölkerung eine eminente gesellschaftliche Funktion, die rund um die Uhr in einer hochkomplexen Systemarchitektur durch ein Zusammenspiel automatisierter und manueller Regelungstechniken sowie intelligenter Messgeräte und ausfallssicherer Kommunikationswege gewährleistet werden muss. Vor diesem Hintergrund wurde dieses Projekt vom BM.I als Bedarfsträger in der Einreichung unterstützt und im gesamten Projektablauf gerne begleitet.

Im Rahmen der Vernetzung des vom BM.I eingebrachten Expertenwissens, hier vor allem aus den Bereichen Netzwerktechnik und Informationssicherheit, mit dem Know-How der beteiligten Stromversorger sowie der wissenschaftlichen Begleitung konnte eine umfassende Risikobewertung der für die Versorgungssicherheit systemrelevanten IKT-Systeme durchgeführt werden. Hervorzuheben ist an dieser Stelle der durch die Beteiligung an Forschungsprojekten erzielbare Mehrwert, der sich nicht nur in messoder überprüfbaren Ergebnissen zeigt, sondern speziell im durch gegenseitigen Austausch erreichten Erkenntnisgewinn und gegenseitigen Verständnis der spezifischen Herausforderungen der involvierten Partner besteht.

Für die Erstellung des Maßnahmenkataloges zur Absicherung einer wie in der Energiewirtschaft bestehenden komplexen IKT-Infrastruktur, mit ihren großen Angriffsflächen und multiplen Angriffsvektoren, wurde in diesem Projekt eine eigene Methodik für die Herangehensweise entwickelt. Die begleitend eingesetzten Softwarewerkzeuge auf open-source Basis stehen nach Projektende auch anderen interessierten Energieversorgen zur Verfügung und tragen so zu einer weiteren Erhöhung der Sensibilisierung in der Branche bei.

Gefährdungspotentiale der Sicherheit von Smart Metern bzw. deren modular aufgebauten Einzelkomponenten wurden als Bestandteil der Studie an von der Industrie zur Verfügung gestellten Geräten konkretisiert und von einem Projektpartner aus dem Bereich Sicherheitstechnik geprüft und bewertet. So kann der Fokus der öffentlichen Wahrnehmung um die Sicherheit von Smart Metern von einer emotionalen zu einer faktenbasierenden Diskussion gelenkt werden.

Das Interesse aus dem Umfeld der Energieversorger nach Projektende bzw. auch die zweimalige Auszeichnung dieses Projekts durch den BMVIT Smart Grids Award zeigt, dass alle Partner in jeder Studienphase ausgezeichnete Arbeit geleistet haben. Diese Würdigung ist einmal mehr Bestätigung des im Rahmen des Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS erreichbaren Qualitätsniveaus, der ich mich durch den Ausdruck meiner Wertschätzung für die beteiligten Projekt- und Kooperationspartner nur anschließen kann.

Mag. Markus Popolari Leiter der Abteilung IKT-Sicherheit und E-Government Bundesministerium für Inneres.

Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport:

Technologien der Zukunft werden sich immer mehr auf Informations- und Kommunikationstechnologien abstützen. Insbesondere die Stromversorgung sieht sich als kritische Infrastruktur daher vermehrt mit neuen Ereignissen, Gefahren, Bedrohungen, Risiken und Herausforderungen in Sicherheitsfragen konfrontiert. Für das Österreichische Bundesheer (ÖBH) liegt es im fundamentalen Interesse, diese Entwicklungen früh zu verfolgen, an neuartigen Sicherheitsmechanismen und Prozessen mitzuarbeiten und entsprechende Ableitungen zu treffen. Auf der Basis der permanenten Suche nach geeigneten und wirksamen Verfahren und Maßnahmen kann in Zukunft auf Cyberattacken auf Stromnetzwerke bzw. Smart Grids richtig und effizient reagiert werden, um die Stromversorgung Österreichs und auch die Elektrizitätsversorgung von BMLVS-Objekten und Liegenschaften aufrechtzuerhalten.

Der vorliegende Band liefert für den interessierten Leser einen ausgezeichneten Über- und Einblick in die vorgestellten Projektergebnisse des KIRAS-Forschungsprojektes "Smart Grid Security Guidance - (SG)2 ", in dem die Mitarbeiter des Hauptreferats Wissensmanagement, Abteilung Zentraldokumentation und Information der Landesverteidigungsakademie maßgeblich ihre Kompetenzen, ihr Wissen und ihre langjährigen Erfahrungen, besonders im Bereich Wissens- und Risikomanagement aus verschiedenen Forschungsprojekten einbringen konnten. Dieser Leistung und dem Stellenwert des Projektes innerhalb der Forschungslandschaft wurde zweimal mit der Verleihung des Smart Grids Awards des BMVIT Rechnung getragen.

Die Zusammenarbeit der Angehörigen des ÖBH mit den Forschern und Wissenschaftlern in ganz Österreich zählt zu den erklärten Zielen des Österreichischen Bundesheeres. Mit der konkreten Kooperation im Rahmen des gegenständlichen Sicherheitsforschungsprojektes "Smart Grid Security Guidance" wurde der Beweis für erfolgreiche Kooperationen erbracht.

Dies war auch deswegen möglich, weil durch die Kollegen des Hauptreferats Wissensmanagement der Landesverteidigungsakademie eine konsequente aktive Forschungstätigkeit erbracht wird und dies in Zukunft hoffentlich auch so bleiben wird.

Die Suche nach Lösungsansätzen und konkreten, nachvollziehbaren Lösungen sind nicht nur für das ÖBH, sondern für das gesamte Gemeinwohl von entscheidender Bedeutung. Forschung und technische Entwicklung leisten hierbei einen unverzichtbaren Beitrag. Mit dem österreichischen Sicherheitsforschungsprogramm KIRAS wird zur Sicherheit der Bürger und des Staates ein essentieller Beitrag geleistet. Das ÖBH ist sehr gerne Teil der an KIRAS beteiligten Organisationen und der zahlreichen Forschungspartner.

Für die Forschung an der Landesverteidigungsakademie wird in Zukunft neben der forschungsgeleiteten Lehre die aktive Beteiligung an der nationalen und europäischen Verteidigungsforschung in den Vordergrund rücken.

Für diese Form der Wettbewerbsforschung braucht es hohe Fachkompetenz und ebenso leistungsfähige Partner. Die Teilnahme an KIRASProjekten ist eine ausgezeichnete Basis für eine erfolgreiche Teilnahme und eine sichere Zukunft.

Abschließend darf ich allen Kooperations- und Forschungspartnern des KIRAS-Projekts "(SG)2 - Smart Grid Security Guidance" Anerkennung und Wertschätzung für das Ergebnis des Projektes entgegenbringen und den werten Lesern eine spannende Lektüre wünschen.

Bgdr. Mag. Klemens Hofmeister Leiter der Abteilung Wissenschaft, Forschung und Entwicklung Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport Projektpartner (SG)2 (in alphabetischer Reihenfolge) AIT Austrian Institute for Technology GmbH Digital Safety & Security Department (Koordinator) Energy Department Bundesministerium für Inneres Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport Energie AG Oberösterreich Data GmbH Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz Innsbrucker Kommunalbetriebe AG LINZ STROM GmbH SEC Consult Unternehmensberatung GmbH Siemens AG - Corporate Technology Österreich Technische Universität Wien Automation Systems Group Institut für Computertechnik Danksagung an Fördergeber Das Projekt Smart Grid Security Guidance (SG)2 wurde im Österreichischen Sicherheitsforschungs-Förderprogramm KIRAS vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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