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Militärgeschichte: Der abgewehrte Angriff auf Bregenz vor 275 Jahren

Bregenz, 30. Juli 2019  - Nach der Kapitulation von Konstanz am 9. Oktober 1744 näherte sich der Österreichische Erbfolgekrieg Bregenz. Die von den Herrschaften vor dem Arlberg nach Konstanz entsandte Hilfsmannschaft konnte wenigstens vier Schiffe mit Kanonen und Munition nach Bregenz retten.

Aus selbstverständlichem Landespatriotismus sammelte sich am 13. Oktober 1744 das erste und am 18. Oktober auch das zweite Aufgebot der Landwehr in Bregenz und besetzte die bedrohten Schanzen, während von den höchsten Beamten wochenlang keiner im Lande zu finden war. Die   schmeichelhafte französische Aufforderung zur Übergabe von Bregenz wurde von den Ständen zurückgewiesen.

Der französische Versuch, am 23. Oktober von Wasserburg her mit fünf Schiffen im Uferbereich des Klosters Mehrerau zu landen, scheiterte im Feuer der Uferbatterien. Ein Schiff ging unter und zwei wurden stark beschädigt. Französische Truppen in der Stärke von 9000 Mann drangen über die Leiblach (Grenzfluss) vor, um Bregenz zu erobern. Die ersten Teile streiften schon bis zum Bäumle in Lochau, und ihr Kommandant der Prinz von Clermont, schlug sein Hauptquartier in Hörbranz auf. Als Folge davon verstärkte der Landsturm am 27. Oktober die Verteidigungskräfte. Österreichisches Militär war nicht greifbar.

Einige Hundert Tiroler Schützen marschierten zwar zögernd ins Land, machten sich aber aufgrund von Spannungen, schon nach wenigen Tagen, am 29. September , in einem gefährlichen Moment auf den Heimweg. Der Landwehr gelang es dennoch die heftigen Angriffe des Feindes am 29. und 30. Oktober 1744 zur Umgehung der Bregenzer Klause südostwärts von Hörbranz für ihn verlustreich abzuwehren. Die Franzosen ließen von Bregenz ab und versuchten nun über Sulzberg in das Landesinnere einzudringen.

Auch der französische Angriff im Raum Sulzberg misslang. Der Sage nach sollen sich dort auch Frauen an den Abwehrkämpfen beteiligt haben.

Bei der Tagsatzung in Baden im Aargau (Schweiz) vom 29. Jänner und 13. Februar 1745 erklärten die Abgesandten der Kantone bezüglich der Stadt Bregenz, "wie sehr es der Eidgenossenschaft daran liegen müsse, dass dieselbe nicht um und um von einer Potenz (Macht) umzingelt und eingeschlossen werde, was schon die Vorfahren jeweils für bedenklich gehalten" hätten.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Vorarlberg

Die Belagerung von Bregenz 1744.

Die Belagerung von Bregenz 1744.

Ausschnitt aus der Vorarlberg Karte von Blasius Hueber (1783).

Ausschnitt aus der Vorarlberg Karte von Blasius Hueber (1783).

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