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Verteidigungsministerin Tanner verabschiedet Libanon-Kontingent

Götzendorf, 20. Mai 2022  - Heute verabschiedete Verteidigungsministerin Klaudia Tanner 100 Soldatinnen und Soldaten des 22. österreichischen Kontingents der Mission "United Nations Interim Forces in Lebanon" (UNIFIL) in der Kaserne in Götzendorf. Dabei wurde auch an alle im UN-Einsatz Verstorbenen gedacht sowie den gegenwärtigen und ehemaligen Blauhelmen gedankt. Weiters verlieh Verteidigungsministerin Tanner der "Vereinigung Österreichischer Peacekeeper" ein neues Fahnenband.

Unverzichtbarer Beitrag Österreichs zum Frieden

"In den vergangenen 60 Jahren haben mehr als 100.000 Soldatinnen und Soldaten und zivile Helfer in über 100 internationalen friedensunterstützenden und humanitären Missionen, einen unverzichtbaren Beitrag Österreichs zum Frieden in der Welt geleistet. Österreich hilft und sorgt für Stabilität dort, wo Krisen entstehen oder bereits ausgebrochen sind. Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten und zivilen Helfern, die in sehr herausfordernden Situationen - oftmals unter Einsatz ihres Lebens - aktiv am Weltfrieden mitwirken. Sie sind es, die Österreichs Ruf als verlässlichen Friedenssicherer auch in Länder tragen, die von Katastrophen, Krieg oder Verwüstung betroffen sind", so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Das UN-Kontingent

Die 100 Soldatinnen und Soldaten kommen aus ganz Österreich: 24 kommen aus Niederösterreich, 19 aus der Steiermark, 14 aus Wien, jeweils 13 aus Oberösterreich und aus Tirol, jeweils sieben aus Kärnten und Salzburg, zwei aus dem Burgenland und ein Soldat aus Vorarlberg. Im österreichischen Kontingent sind drei Frauen als stellvertretender Kommandant der Bau-Pioniergruppe, als Wirtschaftsunteroffizier und als Kraftfahrerin für Busse im Einsatz. Das Rotations-Kontingent besteht aus 79 Berufssoldaten und 21 Angehörigen der Miliz.

Die Soldaten stellen die "Multi Role Logistic Unit", eine Transporteinheit für logistische Einsätze bei der UNIFIL-Truppe. Diese stellt den Transport von Personen und Material, Instandsetzung von Fahrzeugen und die Versorgung der UN-Truppen mit Kraftstoff sicher. Weiters garantieren die Soldaten der österreichischen Feuerwehr den Brandschutz im Hauptquartier.

Das Libanon-Kontingent besteht insgesamt aus 183 Soldaten, vor allem Kraftfahrer, Mechaniker, Sanitäter, Logistiker und Feuerwehrpersonal. Mit mehr als 100 Fahrzeugen - darunter Geländewagen, Sattelschlepper, Busse, Berge-, Lösch- und Tankfahrzeuge, helfen die österreichischen Blauhelme die Lage im Libanon zu stabilisieren und Sicherheit für die ansässige Bevölkerung zu schaffen.Seit November 2011 beteiligt sich das Österreichische Bundesheer an der UNIFIL-Mission der Vereinten Nationen im Libanon.

Der Einsatz von Friedenstruppen im Libanon basiert auf den UN-Resolutionen 425 und 426 aus dem Jahr 1978 sowie auf der UN-Resolution 1.701 aus dem Jahr 2006. Im UNIFIL-Einsatz stehen insgesamt rund 11.800 Soldaten und 1.000 UN-Zivilangestellte aus 40 Nationen.

Fahnenband für "Peacekeeper" und Gedenken an UN-Soldaten

Ministerin Tanner übergab der "Vereinigung Österreichischer Peacekeeper", als Partner des Bundesheeres, ein Fahnenband als sichtbares Zeichen der Verbundenheit. Am 29. Mai wird der "International Day of UN-Peackeepers" gefeiert. An diesem Tag wird aller im UN-Einsatz Verstorbenen gedacht sowie den gegenwärtigen und ehemaligen Blauhelmen gedankt.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner schreitet die Front ab.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner schreitet die Front ab.

Ein Fahnenband für die österreichischen "Peacekeeper".

Ein Fahnenband für die österreichischen "Peacekeeper".

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