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Bundesheer-Offiziere beim CIOR-Sommerkongress in Athen

Athen, 05. August 2022  - Von 30. Juli bis 5. August fand in Griechenland der Sommerkongress der Interalliierten Reserveoffiziersgesellschaft (CIOR, französisch für "Confédération Interalliée des Officiers de Réserve") statt. CIOR vertritt die Interessen von 34 Teilnehmernationen mit über einer Million Milizsoldaten und Reservisten in und außerhalb der NATO. Österreich wird durch die Österreichische Offiziersgesellschaft vertreten.

Der CIOR-Sommerkongress ist eine von zwei Hauptveranstaltungen im Jahr. Im Vorstand wurden Beschlüsse über ein neues "Cyber Reserve Committee", das Budget sowie operative Fragen gefasst. Der traditionelle Fünfkampfwettbewerb konnte nach zwei Jahren Pandemie wieder abgehalten werden.

Auch die zehn CIOR-Komitees trafen sich wieder vor Ort. Österreich ist derzeit in zwei der zehn Komitees engagiert. Das "Legal Committee" bietet Rechtsberatung für den Vorstand und unterstützt andere Programme durch Expertenwissen im Bereich des Humanitäres Völkerrecht. Im "Young Reserve Officers Committee" unterstützt ein Milizoffizier die Planung und Durchführung eines Seminars und eines Workshops.

"Young Reserve Officers"-Workshop

Am einwöchigen "Young Reserve Officers"-Workshop nahmen drei Milizoffiziere vom Jägerbataillon 24, Jägerbataillon Oberösterreich und Jägerbataillon Wien 1 teil. Der Workshop vermittelt Einblicke in die NATO, neue Domänen der Kriegsführung wie Weltraum und Cyber und fördert soziale und interkulturelle Kompetenz in Theorie und Praxis.

So konnten die Offiziere in einer simulierten NATO-Sitzung erleben, wie schwierig es sein kann, einen Konsens herzustellen. In einem Planspiel zur zivil-militärischen Zusammenarbeit war kreatives Denken und Verhandlungsgeschick der Teilnehmer gefordert. Oberleutnant Mario Etzelsdorfer, einer der österreichischen Teilnehmer, fasste den Workshop zusammen: "Meine bereits hohen Erwartungen wurden noch übertroffen."

Umfangreiches Programm im Zeichen der Ukraine

Der Krieg in der Ukraine war ein präsentes Thema beim diesjährigen CIOR-Sommerkongress. So wurde auch das Thema des Symposiums angepasst. Die hochkarätigen Redner, darunter der griechische Verteidigungsminister und der Botschafter der Ukraine in Griechenland, unterstrichen die Notwendigkeit für Zusammenhalt und Zusammenarbeit in der Krise. Der stellvertretende Bildungsminister Griechenlands sprach in seiner Keynote über die von autoritären Führern in der Politik ausgehende Gefahr.

Überblick

Die österreichische Delegation erhielt von der österreichischen Botschafterin Hermine Poppeller und dem Militärattaché Oberst Werner Loupal einen Überblick über die österreichisch-griechischen Beziehungen, die strategische Relevanz Griechenlands und die Ukrainekrise.

Neben der Sicherung der EU-Außengrenze im östlichen Mittelmeer ist Griechenlands Handelsmarine für Europa aktuell besonders wichtig, denn die Reedereien des Mittelmeerstaats verfügen über die zweitgrößte Flüssigerdgas-Tankerflotte der Welt. Der österreichische CIOR-Vizepräsident, Brigadier Erich Cibulka, betonte: "Österreich ist ebenfalls von geopolitischen Entwicklungen betroffen, auf die wir eigenständig und rasch reagieren müssen. Sicherheitspolitisches Trittbrettfahren darf keine Option sein."

Übergabe der Präsidentschaft

Mit dem Sommerkongress 2022 endete nach zwei Jahren auch die deutsche CIOR-Präsidentschaft. Bei der Abschlusszeremonie wurde diese feierlich an Estland übergeben. Den Stellenwert dieser Aufgabe hob der neue estnische Verteidigungsminister hervor, der extra für die Zeremonie angereist war. Er betonte auch, dass Landesverteidigung ohne Wehrpflicht und ohne Miliz- und Reservekräfte nicht möglich sei. Der nächste Sommerkongress findet 2023 in Helsinki statt.

Die österreichische Delegation in Athen, v.l.: Leutnant Michael Quell, Oberleutnant Gert Trausinger, Oberleutnant Mario Etzelstorfer, Brigadier Erich Cibulka, Brigadier Peter Fender, Oberleutnant Christoph Bilban und Hauptmann Patrick Jaritz.

Die österreichische Delegation in Athen, v.l.: Leutnant Michael Quell, Oberleutnant Gert Trausinger, Oberleutnant Mario Etzelstorfer, Brigadier Erich Cibulka, Brigadier Peter Fender, Oberleutnant Christoph Bilban und Hauptmann Patrick Jaritz.

Der Kongress beinhaltete nicht nur Vorträge, sondern auch Zusammenarbeit in multinationalen Teams. Beispielsweise zur Vorbereitung einer NATO-Simulation.

Der Kongress beinhaltete nicht nur Vorträge, sondern auch Zusammenarbeit in multinationalen Teams. Beispielsweise zur Vorbereitung einer NATO-Simulation.

Die österreichischen Teilnehmer am "Young Reserve Officers"-Workshop stellen sich, Österreich und das Bundesheer vor.

Die österreichischen Teilnehmer am "Young Reserve Officers"-Workshop stellen sich, Österreich und das Bundesheer vor.

Beim diesjährigen "Young Reserve Officers"_Workshop waren 43 Teilnehmer aus 10 Nationen vertreten, darunter auch unsere Nachbarn Deutschland und Schweiz.

Beim diesjährigen "Young Reserve Officers"_Workshop waren 43 Teilnehmer aus 10 Nationen vertreten, darunter auch unsere Nachbarn Deutschland und Schweiz.

Leutnant Quell und Oberleutnant Trausinger mit ihren Workshop-Zertifikaten.

Leutnant Quell und Oberleutnant Trausinger mit ihren Workshop-Zertifikaten.

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