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Ein Jahr Frauen im Bundesheer - eine Bilanz

Wien, 26. März 1999  - Die rechtliche Grundlage für die Ausbildung von Frauen im Bundesheer ist im Jänner 1998 mit einem eigenen Gesetz (BGBl. Nr. 30/1998) geschaffen worden. Den Ausbildungswerberinnen wird - von den Leistungssportlerinnen abgesehen - die Ausbildung zum Offizier oder Unteroffizier angeboten. Der Gesetzgeber hat ausgeschlossen, daß weibliche Soldaten als Systemerhalter im Bundesheer Verwendung finden. Vielmehr wird Frauen eine echte berufliche Perspektive geboten. Frauen stehen im Bundesheer alle Laufbahnen und Verwendungen gleichermaßen wie den Männern offen.

Zur Zeit gehören 66 weibliche Soldaten dem Bundesheer an. Zwei Ärztinnen sind bekanntlich am 1. Dezember 1998 in das Dienstverhältnis mit dem Amtstitel Hauptmann-Arzt ernannt worden, zwei weitere Ernennungen von Ärztinnen werden am 1. April 1999 folgen. Zehn Frauen absolvieren derzeit das Vorbereitungssemester der Theresianischen Militärakademie, welches in Allentsteig durchgeführt wird und werden bei positiver Absolvierung der entsprechenden Aufnahmeverfahren einen Studienplatz an der Theresianischen Militärakademie in Wr. Neustadt erhalten. Die ersten weiblichen Offiziere des Truppendienstes werden voraussichtlich am 15. Mai 2003 als Leutnante und „Magistras für militärische Führung (FH)“ in Wiener Neustadt ausgemustert. Weitere 37 Frauen befinden sich derzeit am sogenannten Unteroffizierslehrgang oder werden gerade für diesen vorbereitet. Die ersten weiblichen „Wachtmeister“ werden am 17. Dezember 1999 an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns angelobt und zu verschiedenen Truppenkörpern in ganz Österreich ausmustern. Ferner kämpfen nunmehr 15 Heeressportlerinnen für das rot-weiß-rote Image in der ganzen Welt. Sie trainieren in den Leistungszentren der Heeressport- und Nahkampfschule.

Die Berichte der Kommandanten, die nicht nur männliche sondern auch weibliche Soldaten ausbilden bzw. ausgebildet haben, sind durchwegs positiv. Im einzelnen heben die Kommandanten in ihrer Berichterstattung besonders hervor, daß sich die weiblichen Soldaten als Berufswerberinnen mit Ernsthaftigkeit, Ausdauer und Fleiß der Ausbildung stellen und dadurch ihre männlichen Kameraden, die mit Masse nur der Wehrpflicht Genüge tun, zu einem deutlichen Mehr an Engagement und Leistung anspornen. Gemischte Organisationselemente, von der Organisationsebene Gruppe bzw. Trupp aufwärts, bewähren sich und wachsen in Konkurrenzsituationen (z.B. Wettkämpfe mit mehreren Patrouillen) mitunter über die Leistungsfähigkeit von Organisationseinheiten, die nur aus Wehrpflichtigen bestehen, hinaus.

Frauen im Bundesheer

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