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Neue Struktur des Bundesheeres wird eingenommen

Wien, 02. April 1999  - Mit 1. April 1999 werden drei präsente Jägerbrigaden des Bundesheeres aufgestellt, die einen verdichteten Personalstand aufweisen und unmittelbar verfügbar sind.

Verteidigungsminister Dr. Werner Fasslabend hat am 26. März 1999 im Rahmen eines Festaktes in der Wiener Maria Theresien Kaserne die Kommandanten der seit der Heeresgliederung 1992 bestehenden Jägerbrigaden alten Musters des Bundesheeres verabschiedet. Diese erst nach Mobilmachung verfügbaren Verbände werden mit diesem Schritt aufgelöst.

Verteidigungsminister Dr. Werner Fasslabend drückte in seiner Ansprache den Kommandanten der aufzulösenden Brigaden Dank und Anerkennung für die im Lauf der letzten Jahre mit Engagement geleistete Arbeit aus. Er betonte, daß die nunmehrige Strukturanpassung eine Maßnahme darstellt, um in konsequenter Fortführung der 1992 verfügten Heeresgliederung den sicherheitspolitischen Veränderungen in Europa adäquat Rechnung tragen zu können. Es werde damit ein weiterer Schritt in Richtung Effizienzsteigerung und Straffung unseres Heeres gesetzt. Angetreten bei diesem Festakt waren die Kommandanten der aus allen Bundesländern Österreichs stammenden „12 Mob-Jägerbrigaden“.

Die neugeschaffenen drei großen Verbände, und zwar die 1., 6. und 7. Jägerbrigade, weisen jeweils eine entsprechende Spezialisierung auf. Die 1. Jägerbrigade, die im Burgenland und der Südsteiermark disloziert ist, hat ihr Kommando in Eisenstadt. Sie wird über „gehärtete“ Komponenten verfügen. Einer ihrer Verbände ist bereits jetzt mit Mannschaftstransportpanzern „Pandur“ ausgerüstet. Die 6. Jägerbrigade ist in Westösterreich stationiert. Sie umfaßt Verbände in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich. Der Sitz des Kommandos dieser Brigade, die vor allem gebirgsbewegliche Kräfte aufweist, ist Absam bei Innsbruck. Die 7. Jägerbrigade mit Sitz des Kommandos in Klagenfurt setzt sich aus Verbänden in Kärnten und der Steiermark zusammen. Diese Brigade zeichnet sich durch überwiegend luftbewegliche Kräfte aus.

Als Kommandant der 1. Jägerbrigade ist Oberst Roland Resatz, als Kommandant der 7. Jägerbrigade Oberst Günter Polajnar und als Kommandant der 6. Jägerbrigade Oberst des Generalstabsdienstes Herbert Bauer bestellt worden.

In Zukunft wird das Bundesheer über zwei präsente mechanisierte sowie über drei präsente Jägerbrigaden verfügen, ohne daß Mobilmachungsmaßnahmen erforderlich sind. Mit der von der Bundesregierung im letzten Jahr beschlossenen Strukturanpassung wurde bekanntlich der Mobilmachungsrahmen des Bundesheeres auf 110.000 Mann reduziert. Die Stäbe wurden verkleinert und gleichzeitig das Kaderpersonal bei den Kampfverbänden verdichtet. Zielsetzung war die Erhöhung des „stehenden“ Anteils an Truppen und die klare Trennung zwischen operativen Führungsaufgaben für die Korpskommanden und territorialen Kompetenzen für die Militärkommanden. Insgesamt wird damit eine höhere Flexibilität des Bundesheeres gewährleistet.

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