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Luftstreitkräftekommandant Wolf: Kein Anhalt für Missbrauch des österreichischen Luftraumes

Wien, 24. November 2005  - In einigen Medien war zu lesen, dass Luftstreitkräftekommandant Generalmajor Erich Wolf gesagt haben soll, "es habe sich erst jetzt der Verdacht erhärtet, dass die Maschine tatsächlich Gefangene des US-Geheimdienstes an Bord gehabt haben könnte." Wolf weist zurück, diese Aussage gemacht zu haben. Richtig ist vielmehr, dass ohne Zwischenlandung nicht feststellbar sei, was oder wen ein Flugzeug transportiere.

"Grundsätzlich wird nach internationalem Recht nach Treu und Glauben gehandelt. Man kann also nicht davon ausgehen, dass bei der Deklaration von Flügen nach Strich und Faden betrogen wird", sagt der Luftstreitkräftekommandant. "Wenn wir ins Ausland fliegen, nehmen wir denselben Vertrauensgrundsatz in Anspruch."

Fakten

Im Folgenden eine Aufstellung der Fakten: Warum es zu einem Einsatz der Draken kam, begründet Wolf wie folgt: Die Maschine des Typs C-130 war vom militärischen Teil des Flughafens Frankfurt gestartet, allerdings zivil deklariert. Daraufhin wurde eine Drakenrotte beauftragt, das Flugzeug zu überprüfen.

Der Start der Draken in Linz-Hörsching erfolgte am 21. Jänner 2003 exakt um 9:46 Uhr. Sechs Minuten später hatten die Piloten Sichtkontakt zu der US-Maschine. Die österreichischen Abfangjäger begleiteten dann das Flugzeug bis in den Raum St. Pölten.

Identifizierung

Die Identifizierung hatte ergeben, dass die im Flugplan aufscheinenden Angaben mit der Realität übereinstimmen. Es handelte sich um ein Luftfahrzeug der Type C-130 mit zivilem Anstrich und einem zivilen Kennzeichen gemäß Flugplan. Darüber hinaus war das Flugverhalten (Flughöhe, Geschwindigkeit, Funkkontakt) in völliger Übereinstimmung mit den diesbezüglichen Regelungen der Zivilluftfahrt. Da keine Verletzung der Lufthoheit vorlag, erfolgten keine weiteren Maßnahmen.

Zwischen 80 und 100 Einsätze gibt es pro Jahr. In den meisten Fällen ist fehlender Funkkontakt von Zivilmaschinen der Grund. In der Regel identifizieren und dokumentieren die Piloten eine verdächtige Maschine und begleiten sie bis zur Grenze.

Generalmajor Wolf: 'Keine Verletzung der Lufthoheit'.

Generalmajor Wolf: 'Keine Verletzung der Lufthoheit'.

Pro Jahr starten Abfangjäger des Bundesheeres zu 80 bis 100 Einsätzen.

Pro Jahr starten Abfangjäger des Bundesheeres zu 80 bis 100 Einsätzen.

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