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Panzer-Training: 600 Tonnen Stahl im scharfen Schuss

Allentsteig, 08. Februar 2013  - "Der spannendste Moment", resümiert Oberleutnant Nikolaus-Erich Prantl, "war ganz am Anfang." Mit einem knappen "Marsch, marsch!" hatte er über Funk die elf Kampfpanzer seiner Kompanie in Gang gesetzt. Danach war volle Konzentration gefragt, denn als Kommandant musste er 600 Tonnen Stahl und 44 Soldaten Besatzung sicher durch ein Scharfschieß-Training steuern.

Gegner zurückdrängen

"Wir üben, einen Gegner zurückzudrängen, der verbotenerweise in eine entmilitarisierte Zone eingedrungen ist und von dort weiter militärisch vorgehen will. So etwas kann in einem Auslandseinsatz zur Realität werden - und zur Gefahr für die Bevölkerung oder eine Schutztruppe", erklärt der Berufsoffizier vom Zwölfaxinger Panzerbataillon 33. "Alle Krisen der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, wie schnell der Einsatz von schweren Panzern notwendig werden kann. Das war anfangs in Bosnien ebenso wie im Kosovo oder anderswo."

Stärke demonstrieren, eigene Soldaten schützen

Den Vorteil der "Leopard 2"-Kampfpanzer sieht der 25-jährige Wiener darin, "dass sie den eigenen Soldaten optimalen Schutz bieten. Und dass man mit den Fahrzeugen sehr gut Stärke demonstrieren kann. Meistens reicht schon das Auftauchen der 55 Tonnen schweren Panzer, um eine Situation zu beruhigen."

Stolz auf Trefferquote

Oberstabswachtmeister Jürgen Handler stand mit den vier Panzern seines Zuges im Zentrum des Trainings. Mit dem Verlauf des Schießens ist er zufrieden: "Wir warten noch auf die endgültigen Ergebnisse, aber laut Zielbeobachtung waren wir ganz gut." Dass die Trefferquote am Ende deutlich über 90 Prozent liegt, überrascht ihn nicht. Handler: "Darauf bin ich stolz, vor allem weil rund die Hälfte der Kompanie aus Grundwehrdienern besteht. Schön zu sehen, dass sich die Ausbildung der letzten fünf Monate gelohnt hat."

Höhepunkt für Grundwehrdiener

Tatsächlich ist das Scharfschießen am Truppenübungsplatz Allentsteig für die rund 30 Grundwehrdiener der 3. Panzerkompanie einer der letzten Höhepunkte ihrer Ausbildung. In der Vorwoche hatten sie zusammen mit den Offizieren und Unteroffizieren grundlegende Schießübungen absolviert, in der nächsten folgt ein gemeinsames Training mit den Infanteristen des Jägerbataillons 12. Ende Februar rüsten die Panzersoldaten dann ab. "Eigentlich schade", so Handler, "gerade jetzt, wo die Teams eingespielt sind."

Das Ergebnis monatelanger Ausbildung: Ein Kampfpanzer "Leopard 2" feuert auf ein Ziel.

Das Ergebnis monatelanger Ausbildung: Ein Kampfpanzer "Leopard 2" feuert auf ein Ziel.

Oberleutnant Prantl, r., bei der Befehlsausgabe vor dem Scharfschießen.

Oberleutnant Prantl, r., bei der Befehlsausgabe vor dem Scharfschießen.

Vom Kommandantenpanzer aus steuerte der Offizier seine Kompanie durch das Training. Im Hintergrund sind die Ziele zu sehen.

Vom Kommandantenpanzer aus steuerte der Offizier seine Kompanie durch das Training. Im Hintergrund sind die Ziele zu sehen.

Oberstabswachtmeister Handler, r., bei der Nachbesprechung mit dem Schießlehrer des Bataillons.

Oberstabswachtmeister Handler, r., bei der Nachbesprechung mit dem Schießlehrer des Bataillons.

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