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Migration in der Geschichte: Eine Spurensuche

Wien, 30. November 2016  - Am Mittwoch fand an der Landesverteidigungsakademie ein Vortrag von Felix Schneider zum Thema: "Migration in der Geschichte - Eine Spurensuche", statt.

Historischer Bezug zu aktuellen Entwicklungen

Schneider begab sich in seinem Vortrag auf Spurensuche, um Ursachen und Auswirkungen bedeutender Migrationsströme in der Geschichte aufzuzeigen. Damit wurden die aktuellen Phänomene in einen historischen Bezugsrahmen gesetzt.  

Auswirkungen auf Gesellschaftssysteme

Gerade in den letzten Jahren ist weltweit ein starkes Anschwellen von Migrationsströmen festzustellen. Dies führt zu enormen demographischen und sozialpolitischen Auswirkungen auf bestehende Gesellschaftssysteme. Wie der Ausgang der jüngsten Präsidentschaftswahl in den USA deutlich gezeigt hat, können selbst in stabilen demokratischen Systemen durch gezielte politische Instrumentalisierung von Migration politische Erdbeben erzeugt werden.

Migration als schicksalsweisend für Staaten

Der Historiker verwies darauf, dass Migrationsbewegungen kein exklusives Phänomen der Gegenwart oder der jüngeren Geschichte sind. Schon seit Jahrtausenden beeinflussen Immigration und Emigration in hohem Maße die Schicksale von Staaten und Gesellschaften. In seinem Vortrag spannte Schneider den Bogen von der wichtigsten Migration der Menschheit schlechthin, der Besiedelung unseres Planeten durch homo sapiens im Rahmen der "Out of Africa-Theory" (ab ca. 70.000 v.Chr.), bis hin zu den großen Migrationsströmen des 21. Jahrhunderts (Binnenmigration in China).

Beleuchtet wurden aber auch die neuesten Möglichkeiten der Migrationsforschung anhand von Genanalysen (Genflüssen). Schneider stellte daneben aber auch  ausgewählte Themen historischer Migration vor, z.B. neueste wissenschaftliche Erkenntnisse im Rahmen der sog. klassischen "Völkerwanderung" (ab 375 n.Chr.), die Bedeutung von Migration für die großen monotheistischen Weltreligionen sowie die Entdeckung der Neuen Welt und die damit in Zusammenhang stehenden Migrationswellen. Auch das 20. Jahrhundert als ein Jahrhundert der Flüchtlinge und die damit verbundenen, meist durch die Weltkriege verursachten Migrationsströme, wurden diskutiert.

Felix Schneider ist Historiker am Institut für Strategie und Sicherheitspolitik an der Landesverteidigungsakademie.

Ein Bericht der Redaktion Landesverteidigungsakademie

Historiker Felix Schneider bei seinen Ausführungen.

Historiker Felix Schneider bei seinen Ausführungen.

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