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Cyber-Soldat im Bundesheer: Talent zählt

Wien, 28. November 2017  - Die zunehmende Vernetzung der digitalen Informations- und Kommunikationsinfrastruktur (IKT) durch das Internet bietet einerseits Vorteile, andererseits birgt es Gefahren für die Benutzer. Angriffe aus dem virtuellen Raum sind längst  Realität geworden. Das Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence setzt ein starkes Zeichen zum Schutz der IKT-Systeme vor neuen und sich ständig ändernden Bedrohungen aus dem Cyberraum. Die Cyber-Grundwehrdiener des Österreichischen Bundesheeres leisten einen wichtigen Beitrag, um dieser Bedrohung entgegenzuwirken.

Der Weg zum Cyber-Soldaten 

Die Cyber-Grundwehrdiener des Kommandos Führungsunterstützung und Cyber Defence sind  Spezialisten mit einer entsprechenden Ausbildung. Ein Cyber-Grundwehrdiener wird während seines Grundwehrdienstes im IKT-Bereich des Bundesheeres eingesetzt.  Besonders gefragt sind Absolventen einer HTL mit den Schwerpunkten Informationstechnologie, Informatik und technische Informatik. Schon bei der Stellung wird man einer Wissensüberprüfung unterzogen. Neben den geforderten Kenntnissen im IT-Bereich sind insbesondere die Kenntnisse einer zusätzlichen Fremdsprache, neben Englisch oder Zusatzqualifikationen im IT-Bereich vorteilhaft. Grundsätzlich ist auch bei der Stellung das Interesse am Cyber-Grundwehrdienst bekannt zu geben. 

Nach der Einberufung erhält jeder angehende Cyber-Grundwehrdiener eine militärische Basisausbildung bei der Truppe. Anschließend erfolgt eine fortführende Ausbildung an der Führungsunterstützungsschule. Die Ausbildung umfasst eine Einweisung in den zukünftigen Arbeitsbereich und die speziellen Anforderungen des Bundesheeres. 

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es?

Technisch versierte Rekruten werden im Kommando Führungsunterstützung und Cyber Defence, je nach Ausbildungsniveau und Fähigkeiten, als Programmierer, Netzwerkadministrator oder Software-Tester eingesetzt. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, den Grundwehrdienst bei der Truppe als Soldat im IT-Bereich zu absolvieren. Das "Cyber Documentation and Research Center" bietet ebenfalls eine adäquate Einsatzmöglichkeit. Die Einsatzmöglichkeiten:

Cyber-Gehilfe bei der Truppe

  • Unterstützung des IT-Verantwortlichen des Verbandes,
  • Server-Backup (Datensicherung), 
  • Administration von Webseiten,
  • IKT-Sicherheitsbelehrung der einrückenden Grundwehrdiener,
  • Fehlersuche bei Netzwerkproblemen, 
  • Leitbedienertätigkeiten

"Cyber Documentation and Research Center"

  • Abschöpfung und Informationsauswertung offener Quellen,
  • Suche im Internet nach vorgegebenen Begriffen,
  • Dokumentation und Zusammenfassung der Ergebnisse,
  • Terminologie und Übersetzung,
  • Berichte über Cyberlage in Österreich

Netzwerktechniker 

  • Einsatz als Netzwerktechniker,
  • Projektarbeiten im Bereich Netzwerktechnik,
  • Anforderungen: HTL mit Schwerpunkt IT

Programmierer  

  • Einsatz im Bereich der Applikationen als Programmierer,
  • Unterstützung bei der Programmierung von Einsatzapplikationen,
  • Anforderungen: HTL mit den Schwerpunkten Informatik oder technische Informatik

IKT-Sicherheitsexperte

  • Einsatz im Bereich des MilCERT: Selbstständige Arbeit bei Projekten im Bereich des MilCERT,
  • Anforderungen: HTL mit den  Schwerpunkten Informatik oder technische Informatik und besonderer Qualifikation im Bereich Cyber Security

Das Österreichische Bundesheer muss auch im virtuellen Raum bestehen. Um diese Anforderungen gerecht zu werden, leisten die Cyber-Kräfte des Bundesheeres einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der IKT-Infrastruktur vor sich ständig ändernden Cyber-Bedrohungen. 

Ein Cyber-Soldat des Bundesheeres bei der Arbeit.

Ein Cyber-Soldat des Bundesheeres bei der Arbeit.

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