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Ausmusterung MilAk

Ausmusterung des Jahrganges Major von Grabensprung

Feierliche Übernahme von 132 Leutnanten ins Bundesheer

Am Freitag, dem 25. September, wurden an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt 132 neue Offiziere in einem feierlichen Festakt zum “Tag der Leutnante” in die Truppe übernommen: 72 Berufs- und 60 Milizoffiziere, darunter sieben Frauen. Auch ein Soldat aus Montenegro schloss im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Armeen der Westbalkanstaaten seine Offiziersausbildung an der Militärakademie ab.

Der Festakt zum „Tag der Leutnante“ fand auf dem Maria-Theresien-Platz im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Angehörigen der neuen Offiziere statt. Nach dem Einmarsch der Ehrenformation folgte der „Gruß der Luftstreitkräfte“: Zwei Eurofighter überflogen den Platz, während einer der Piloten den neuen Leutnanten alles Gute wünschte.

Danach wurden dem Bundespräsidenten die Meldung erstattet und die Front abgeschritten. Akademiekommandant Generalmajor Philipp Ségur-Cabanac dankte allen, die an der Ausbildung mitgewirkt hatten. Generalstabschef General Rudolf Striedinger rief die neuen Offiziere zu Pflichtbewusstsein und Wertschätzung auf. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sprach über ihre künftige Verantwortung, der Bundespräsident über Integrität.

Am Ende seiner Rede überreichte der Bundespräsident der Jahrgangsersten stellvertretend für alle neuen Offiziere den Ehrensäbel. Wenig später sprach sie das Treuegelöbnis vor, das die übrigen Leutnante erneuerten. Nach der Defilierung stellte sich jeder von ihnen dem Bundespräsidenten persönlich vor. Für die Berufsoffiziere folgten schließlich das Kappenwerfen vor den Angehörigen und ein letzter gemeinsamer Abschied in der Georgskathedrale.

 


Die neuen Offiziere absolvierten eine insgesamt vierjährige Ausbildung zum Leutnant. Berufsoffiziere schlossen dabei den Fachhochschul-Bachelorstudiengang „Militärische Führung“ oder „Militärische informations- und kommunikationstechnologische Führung“ ab. Auslandssemester und -praktika erweiterten ihre fachlichen Kenntnisse und stärkten zugleich ihre interkulturelle Kompetenz – eine wichtige Voraussetzung für die Zusammenarbeit bei multinationalen Auslandseinsätzen.

Die Milizoffiziere absolvierten die ersten zwölf Monate ihrer Ausbildung als aktive Soldaten. Dabei erlernten sie gemeinsam mit den Berufsoffizieren die Grundlagen für ihre gewählte Laufbahn. Anschließend kehrten sie in ihr ziviles Berufsleben zurück und setzten ihre militärische Ausbildung im Rahmen von Milizübungen fort. Innerhalb von drei weiteren Jahren schlossen sie ihre Ausbildung zum Leutnant ab.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Mit ihrer fundierten Ausbildung übernehmen unsere neuen Offiziere Verantwortung für das Bundesheer und damit für die Sicherheit unseres Landes. Sie sind bestens darauf vorbereitet, ihre Soldatinnen und Soldaten zu führen und auch mit unseren internationalen Partnern zusammenzuarbeiten. Ich gratuliere allen neuen Leutnanten herzlich zu diesem wichtigen Schritt und wünsche ihnen für ihre zukünftigen Aufgaben alles Gute.“  

Die Theresianische Militärakademie ist die Ausbildungsstätte und Heimat der Truppenoffiziere des Bundesheeres. Sie wurde am 14. Dezember 1751 von Maria Theresia gegründet und ist somit die älteste aktive, durchgängig der Offiziersausbildung gewidmete Militärakademie der Welt. Die heutigen Aufgaben der Militärakademie sind: die Ausbildung der Truppenoffiziere, die Weiterbildung der Offiziere sowie die Schulbildung mit dem Betrieb der Bundeshandelsakademie für Führung und Sicherheit. 

Bei der Truppenoffiziersausbildung stehen zwei Lehrgänge zur Auswahl. Angeboten werden der Fachhochschul-Bachelorstudiengang „Militärische Führung“ und der Fachhochschul-Bachelorstudiengang „Militärische informations- und kommunikationstechnologische Führung“.