Theresianische Militärakademie trainiert Angriff und Verteidigung bei Großübung
Von 15. bis 26. Juni führt die Theresianische Militärakademie gemeinsam mit der 6. Gebirgsbrigade die Ausbildungsübung „Wechselland 26“ im südlichen Niederösterreich durch.
Die Übung zählt mit rund 1.600 teilnehmenden Soldaten aus dem In- und Ausland zu den größten und vielfältigsten Übungen des Bundesheeres im Jahr 2026. Die Übung bildet einen wichtigen Bestandteil der Ausbildung der Offiziersanwärter, da sie die Möglichkeit bietet, im Lehrsaal Erlerntes in der Praxis anzuwenden und so das Wissen und die Fertigkeiten zu erweitern und praktische Übungserfahrungen zu sammeln.
Die Militärakademiker trainieren unter realitätsnahen Bedingungen. Es werden unterschiedliche Gefechtssituationen durchgespielt und die Abläufe laufend verbessert. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Truppe zu festigen und die Verfahren für den Einsatz weiter zu optimieren. Durch die tägliche Wiederholung und spontane Auswertung der Szenarien gewinnen die Fähnriche wichtige Erfahrungen.
Live-Feed am 24. Juni: Militärakademiker üben Angriff
Szenario für Mittwoch: Feindliche Kräfte haben die Bucklige Welt in Besitz genommen. Das Bataillon tritt an, um den Gegner zu werfen und nach Süden abzudrängen. Im Verfügungsraum Bad Erlach bereiten sich die drei Kompanien des Bataillons auf ihren Einsatz vor. Von dort erfolgt der motorisierte Marsch in die Angriffsräume. Die gemeinsame Marschroute führt zunächst bis Bromberg, ehe sich die Verbände aufteilen: Die Fähnriche des 1. und 2. Jahrganges verlegen über Thernberg in Richtung Lichtenegg, während die Lehrkompanie mit den Berufsoffiziersanwärtern die östliche Route nach Hollenthon nimmt. Im Verlauf des Tages werden die angreifenden Kräfte gegen die Verteidiger – eine Kompanie der Garde, verstärkt durch einen italienischen Zug – antreten.
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Realitätsnahe Ausbildung im Wechselland
Im Rahmen der Ausbildungsübung „Wechselland 26“ trainieren die Soldaten die Einsatzarten Angriff und Verteidigung unter möglichst realitätsnahen Bedingungen. Geübt wird sowohl im ländlichen als auch im urbanen Umfeld.
Die Übung ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung der Offiziersanwärter der Militärakademie. Sie bietet die Möglichkeit, theoretisch erworbenes Wissen in der Praxis anzuwenden und wichtige Führungserfahrungen zu sammeln.
„ Diese Ausbildungsübung zeigt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft unseres Bundesheeres. Realitätsnahe Ausbildung ist die Grundlage dafür, dass unsere Soldatinnen und Soldaten ihre Kernaufgabe – die militärische Landesverteidigung – jederzeit erfüllen können. Gleichzeitig bietet die Übung unseren Offiziersanwärtern die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und wertvolle Führungserfahrung zu sammeln. Ich wünsche den Soldatinnen und Soldaten für die kommenden Übungstage alles Gute und danke ihnen für ihren Einsatz und ihr Engagement für die Sicherheit Österreichs.Verteidigungsministerin Klaudia Tanner
Gemeinsames Training der Landesverteidigung
Gleichzeitig dient „Wechselland 26“ als bundesweite Ausbildungsplattform für Truppenteile des Bundesheeres. Ziel ist es, die militärische Landesverteidigung als Kernaufgabe des Heeres im Sinne der „Mission Vorwärts“ gemeinsam zu trainieren.
An der Übung nehmen rund 1.600 Soldaten aus dem In- und Ausland teil. Neben Offiziersanwärtern aus Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro beteiligen sich auch 25 Soldaten des italienischen Heeres und 24 angehende Berufsoffiziere der Schweizer Armee.