Österreichische Luftstreitkräfte trainieren bei „Thracian Blade 2026“ mit Partnernationen
Das Österreichische Bundesheer nimmt von 1. bis 19. Juni 2026 an der internationalen Hubschrauberübung „Thracian Blade“ in Bulgarien teil. Die Übung wird unter der Leitung der bulgarischen Luftstreitkräfte am Luftwaffenstützpunkt Krumovo durchgeführt und bringt Soldaten aus mehreren europäischen Staaten zu einem gemeinsamen Training zusammen.
Neben Österreich und der Gastgebernation Bulgarien beteiligen sich auch Slowenien, die Slowakei, die Schweiz und Serbien an der Übung. Im Mittelpunkt stehen verschiedene taktische Einsatzverfahren sowie die Zusammenarbeit multinationaler Kräfte unter realitätsnahen Bedingungen.
Österreichisches Kontingent mit AW169 und OH58
Das österreichische Kontingent umfasst Teile der Luftstreitkräfte und besteht aus vier Hubschraubern – zwei AW169 „Lion“ und zwei OH58 „Kiowa“. Darüber hinaus sind Sanitätspersonal, Flugsicherungskräfte, zwei Helicopter Tactics Instructoren sowie Joint Terminal Attack Controller im Einsatz, die für die Luftnahunterstützung von Bodentruppen verantwortlich sind.
Die Schirmherrschaft der Übung übernimmt das multinationale Mentorteam des Multinational Helicopter Training Centre (MHTC). Das Bundesheer ist aktiv in die Übungsplanung eingebunden und wirkt an der Ausarbeitung der verschiedenen taktischen Szenarien mit.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit:
„ Die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene ist für das Österreichische Bundesheer eine Gelegenheit zum Wissensaustausch zwischen befreundeten Staaten sowie zum Sammeln neuer Erfahrungswerte, auch im Hinblick auf unseren neuesten Hubschrauber, den AW169.
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Training unter realistischen Bedingungen
Während der dreiwöchigen Übung absolvieren bulgarische und internationale Besatzungen gemeinsame Ausbildungs- und Trainingsmissionen auf dem Territorium und im Luftraum Bulgariens. Ein Teil der Flüge wird dabei im Tiefflug und in geringer Höhe durchgeführt.
Ziel der Übung ist es, das Zusammenspiel unterschiedlicher Systeme und Verfahren zwischen den teilnehmenden Nationen weiter zu verbessern. Darüber hinaus stehen die Vertiefung fliegerischer Fähigkeiten sowie das Training von Maßnahmen in unterschiedlichen taktischen Lagen im Fokus. Die gewonnenen Erfahrungen tragen dazu bei, die Einsatzbereitschaft und Interoperabilität der beteiligten Streitkräfte weiter zu stärken.