Sanitätszentrum Süd übt auf der Seetaler Alpe
Rund 60 Milizsoldaten des Sanitätszentrums Süd trainierten auf dem Truppenübungsplatz Seetaler Alpe gefechtstechnische Abläufe. Die Übung sollte das Sanitätspersonal auf seine Aufgaben im Einsatz vorbereiten – von der Versorgung Verwundeter bis zum eigenen Schutz.
Vom 21. bis 25. September standen unter anderem Scharfschießen, Handgranatenwerfen und Gefechtsdienst auf dem Programm. Bei einer Gefechtsübung mit „Capture the Flag“ trainierten die Soldaten ihre Bewegungen und das Zusammenwirken im Gelände. „Zweck dieser Übung ist, das Sanitätspersonal auf gefechtstechnischer Ebene einsatzbereit zu machen und den Eigenschutz zu gewährleisten“, erklärte Einheitskommandant Leutnant Florian Schwab.
An die Gefechtsübung schloss ein Übungsdurchgang zur Selbst- und Kameradenhilfe an: Das Szenario führte vom Gefecht und dem Ausfall eines Verwundeteten über dessen Erstversorgung und den geschützten Abtransport bis zur Übergabe an eine zivile Rettungseinheit.
Erstversorgung in geschützter Deckung
Nach der angenommenen Verwundung bargen Soldaten den Kameraden und brachten ihn in eine vor Flachfeuer geschützte Deckung. Dort begann die Erstversorgung durch die Truppe. Anschließend zogen sie ihn weiter zurück. An diesem Ort folgten die eingehende Untersuchung und Versorgung im Rahmen der erweiterten Selbst- und Kameradenhilfe. Die festgestellten Verletzungen und gesetzten Maßnahmen hielten die Soldaten in einer Verwundetenkarte fest.
Geschützter Abtransport
Für die Evakuierung setzten die Soldaten einen „Nine-Liner“ ab – eine standardisierte Meldung zur Anforderung des Verwundetentransports. Grüner Rauch markierte den Aufnahmeort für die Fahrzeuge. Die Militärpolizei fuhr voraus, gefolgt vom Sanitäts-Dingo, einem geschützten Dingo 2 mit Sanitätseinrichtung. Ein „Husar“ sicherte den Verband nach hinten ab. Das geschützte Mehrzweckfahrzeug kann dafür seine Bordbewaffnung einsetzen.
Geschützter Abtransport
Nach der Aufnahme des Verwundeten fuhren die Fahrzeuge in derselben Reihenfolge ab: Militärpolizei, Sanitäts-Dingo und „Husar“. An einem sicheren Ort übergab das militärische Notarztsystem den Verwundeten an eine zivile Rettungseinheit. Die Notärzte besprachen seinen Zustand anhand der Verwundetenkarte; die zivile Einheit übernahm den weiteren Transport zu einer Gesundheitseinrichtung.
Der Ablauf zeigte, wie Erstversorgung durch die Truppe, erweiterte Selbst- und Kameradenhilfe und medizinischer Abtransport ineinandergreifen.