Es zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend. Die Zahl der positiven Abschlüsse ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen: bei den Miliz-Unteroffizieren um sechs Prozent, bei den Berufsunteroffizieren sogar um zehn Prozent. Die Ausbildung dauert 18 Monate. Danach übernehmen die ausgemusterten Wachtmeister Verantwortung als Gruppenkommandanten – bei Einsätzen im In- und Ausland sowie in der Ausbildung der Rekruten.
Mission vorwärts wirkt
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte: „473 neue Unteroffiziere bedeuten 473 Führungspersönlichkeiten mehr für unser Bundesheer. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Soldaten – im Einsatz, in der Ausbildung und im täglichen Dienst für die Sicherheit unseres Landes. Die steigenden Zahlen zeigen, dass unsere Mission Vorwärts wirkt. Mein Dank gilt allen Absolventen für ihren Einsatzwillen und ihre Leistungsbereitschaft. Sie sind das Rückgrat unserer Truppe.“
Jahrgangsname „Zugsführer Kaspar Wallnöfer“
Der Jahrgang trägt den Namen „Zugsführer Kaspar Wallnöfer“. Wallnöfer wurde 1839 in Glurns geboren. Bereits als Zehnjähriger nahm er 1848 in Norditalien an Kämpfen teil und erhielt dafür die Silberne Tapferkeitsmedaille. Ab 1866 diente er in einer Tiroler Kaiserjägerkompanie und wurde mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Im Ersten Weltkrieg stand er erneut gegen Italien im Einsatz – als Standschütze im Bataillon Schlanders in den Tiroler Bergen. Die Standschützen waren eine Tiroler Landesmiliz aus älteren Männern und Jugendlichen, organisiert in den Schützenvereinen Tirols und Vorarlbergs. Wallnöfer starb am 15. März 1919.
Zahlen aus den Bundesländern
371 Berufssoldaten, darunter 25 Frauen, und 102 Milizsoldaten, darunter zwei Frauen, schlossen die Unteroffiziersausbildung erfolgreich ab. Die meisten Absolventen stammen aus Niederösterreich: 131 Berufs- und Milizsoldaten, davon zehn Frauen. Es folgen die Steiermark mit 75 Teilnehmern (fünf Frauen), Salzburg mit 57 (drei Frauen), Wien mit 57 (eine Frau), Kärnten mit 51 (vier Frauen) und Oberösterreich mit 47 jungen Wachtmeistern. Aus dem Burgenland kommen 26 (eine Frau), aus Tirol 18 (zwei Frauen) und aus Vorarlberg 11, darunter eine Frau.
Beförderungen und Auszeichnungen
Stellvertretend für den gesamten Jahrgang wurden sieben Soldaten – darunter die vier Lehrgangssprecher, die Frauenbeauftragte und ein Vertreter der Miliz – im Rahmen des Festaktes befördert. Jahrgangsbester wurde Wachtmeister Heinrich Piaty aus der Steiermark vom Jägerbataillon 17. Er erreichte neun Auszeichnungen. Als Anerkennung erhielt er den goldenen Ring der Heeresunteroffiziersakademie.
Podcast - „Für Österreich“ – Ausmusterung an der Heeresunteroffiziersakademie