ERTA kommt immer dann zum Einsatz, wenn erhöhte Bedrohungslagen oder besondere Umstände ein schnelles, koordiniertes Handeln erfordern. Dazu zählen unter anderem Vorfälle mit Luftfahrzeugen, bewaffnete Bedrohungen, Terrorismus, der Abwurf von Teilen aus Luftfahrzeugen oder das Freisetzen gesundheitsgefährdender Stoffe. Auch bei militärischen Großereignissen und internationalen Konferenzen ist ERTA Teil des umfassenden Sicherheitsdispositivs.
Schnelle Alarmierung, kurze Reaktionszeit
Alarmiert wird ERTA über die militärische Such- und Rettungsleitstelle in Zusammenarbeit mit dem Air Operations Center. Nach der Alarmierung beginnt eine kurze, aber intensive Phase der Einsatzvorbereitung. Dazu zählen der Maschinen- und Fahrzeugcheck, die Überprüfung der persönlichen und truppenspezifischen Ausrüstung sowie die Funküberprüfung. Die Abmarschbereitschaft des Teams beträgt rund 15 Minuten.
Ziel ist es, möglichst rasch in den Einsatzraum zu gelangen und dort einen Nahbereich zu sichern. Abhängig von Lage und Gelände erfolgt der Transport luftbeweglich mit Hubschraubern. Die enge Zusammenarbeit mit den Hubschrauberbesatzungen ist dabei ein wesentlicher Faktor für den Einsatzerfolg.
Klare Aufgaben am Einsatzort
Am Einsatzort übernimmt ERTA zunächst Sicherungs- und Brandschutzmaßnahmen. Verletzte werden geborgen und erstversorgt, Gefahrenbereiche abgesichert und Annäherungsmöglichkeiten kontrolliert. Parallel dazu erfolgt die Dokumentation der Lage. Nach dem Heranführen weiterer Kräfte oder der Übergabe an zivile Einsatzorganisationen bleibt ERTA entweder vor Ort oder wird als Eingreifkraft erneut verfügbar gemacht.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Absicherung des Einsatzraums. Dazu zählen Maßnahmen der Wach- und Sicherungsgruppe ebenso wie die Unterstützung durch die Militärpolizei. Ziel ist es, unbefugte Personen fernzuhalten und ein sicheres Arbeiten aller eingesetzten Kräfte zu gewährleisten.
Zusammensetzung und Ausbildung
ERTA besteht in der Regel aus rund 22 Soldaten. Die Zusammensetzung ist flexibel und wird je nach Auftrag angepasst. Zum Team gehören unter anderem eine Crash Crew, eine Wach- und Sicherungsgruppe, eine ABC-Aufklärungsgruppe, Elemente der Militärpolizei sowie ein Pressetrupp. Die Führung liegt beim Kommandanten des Elements, unterstützt durch einen Heeresbergführer.
Die Einsatzbereitschaft von ERTA basiert auf intensiver und zielgerichteter Ausbildung. Regelmäßige Übungen mit den Hubschrauberbesatzungen sind ein zentraler Bestandteil. Geübt werden unter anderem das lageabhängige Ein- und Aussteigen, das Verladen von Gerät, Luft- und Außenlasttransport sowie das Abseilen und die Aufnahme mit der Seilwinde. Tägliche Kontrollen der persönlichen Ausrüstung, der Funkmittel und der Lawinensuchgeräte sind Standard.
Beitrag zur Luftraumsicherung
Im Rahmen der aktuellen Luftraumsicherungsoperation Dädalus steht ERTA in erhöhter Bereitschaft. Das Team stellt sicher, dass im Ereignisfall rasch reagiert werden kann und professionelle Erstmaßnahmen unmittelbar vor Ort gesetzt werden. Damit leistet ERTA einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit im österreichischen Luftraum und zur Handlungsfähigkeit der eingesetzten Kräfte.