Zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum werden laut Angaben des Veranstalters mehr als 2.500 Teilnehmer erwartet, darunter rund 60 Staats- und Regierungschefs, zahlreiche Regierungsmitglieder aus etwa 130 Ländern sowie hochrangige Vertreter internationaler Organisationen. Aufgrund der grenznahen Lage von Davos hat die Schweiz auch heuer um eine verstärkte Überwachung der angrenzenden österreichischen Lufträume ersucht. Zu diesem Zweck wurde auf österreichischer Seite ein Flugbeschränkungsgebiet über Teilen Vorarlbergs und Tirols eingerichtet.
Im Rahmen von „DAEDALUS26“ stehen rund 1.000 Soldatinnen, Soldaten und Zivilbedienstete sowie 21 Luftfahrzeuge im Einsatz, darunter 11 Flächenflugzeuge und 10 Hubschrauber. Sie sorgen für die Sicherheit der Veranstaltung und schützen zugleich die Bevölkerung in den betroffenen Regionen vor Gefahren aus der Luft. Die Luftstreitkräfte führen Patrouillenflüge zur Luftraumüberwachung durch, identifizieren und kontrollieren Luftraumverletzungen, übernehmen Transportaufgaben und verdichten das Lagebild durch moderne Aufklärungs- und Zielzuweisungsradaranlagen sowie Sensoren der bodengebundenen Luftabwehr.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Schlüssel zur Sicherheit
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Bedeutung der langjährigen Kooperation mit der Schweiz:
„Die reibungslose Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg gewinnt in Zeiten wachsender geopolitischer Unsicherheit zunehmend an Bedeutung. Gerade bei der Luftraumüberwachung und -sicherung ist sie essenziell. Bedrohungen aus der Luft kennen keine Grenzen – die bewährte Kooperation mit der Schweiz im Rahmen von DAEDALUS26 ist daher ein zentraler Garant für Sicherheit.“
Cross-Border Operations: Sicherheit ohne Unterbrechung
Ein zentrales Element der Operation sind die sogenannten Cross-Border Operations. Sie ermöglichen bei verdächtigen zivilen oder militärischen Luftfahrzeugen, die internationale Luftfahrtrichtlinien missachten, eine durchgehende Beobachtung und Begleitung – auch über die Staatsgrenze hinweg. Gegenseitige Einfluggenehmigungen stellen sicher, dass die Übergabe zwischen den Luftstreitkräften beider Länder nahtlos erfolgt. Ein Waffeneinsatz im Luftraum des jeweils anderen Staates ist dabei ausgeschlossen.
Der Kommandant der österreichischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Gerfried Promberger: „Als neutraler Staat handeln wir selbstständig und hoheitlich. Die Zusammenarbeit mit der Schweiz gewährleistet auf beiden Seiten eine lückenlose Sicherheit, ohne dass dabei Souveränität aufgegeben wird.“