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Die neue Uniform des Österreichischen Bundesheeres

Uniform Neu So wird die neue Uniform des Bundesheeres aussehen.

Das Österreichische Bundesheer plant die Einführung einer neuen Uniform für die Truppe. Sie soll funktional gestaltet werden und den Anforderungen der aktuellen Einsatzumgebung unserer Soldatinnen und Soldaten entsprechen. Gleichzeitig sind die Faktoren Witterungsschutz und Tragekomfort zu berücksichtigen. Dies bedeutet höchste Herausforderungen an Material und Verarbeitung.

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil: "Die neue Uniform ist ein wichtiger Eckpfeiler der schrittweisen Modernisierung des Heeres. Unsere Soldatinnen und Soldaten sollen im Einsatz bestmöglich ausgestattet sein."

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Auch farblich wird sich das Aussehen des Bundesheeres ändern. Die neue Uniform wird ein modernes Tarnmuster, angepasst an den üblichen österreichischen Bewuchs, erhalten.

Modernes Camouflage aus sechs Farben

Uniform Neu Doskozil: "Unsere Soldatinnen und Soldaten sollen im Einsatz bestmöglich ausgestattet sein."

Das Österreichische Bundesheer setzt dabei auf einen durch heeresinterne Experten entwickelten Flächentarndruck modernster Prägung. Das Tarnmuster besteht aus sechs Farben, wobei sich das Design aus klein- und großflächigen Flecken zusammensetzt. Durch die speziellen Infrarot-Remissionswerte der einzelnen Farben wird eine Aufklärung mit optronischen Aufklärungsmitteln (z.B.: Nachtsichtgeräte) erschwert.

Der neue Flächentarndruck eignet sich für ein breites Einsatzspektrum sowohl im bewaldeten aber auch urbanen Gelände und lässt als unverwechselbares nationales Tarnmuster den Soldaten bzw. die Soldatin als Angehörige des Österreichischen Bundesheeres erkennen.

Doskozil: "Alle unsere Beschaffungsprojekte sollen neben einer Verbesserung für die Soldatinnen und Soldaten auch einen Beitrag dazu leisten, die österreichische Wirtschaft zu stärken."

Die Beschaffungsprojekte sollen neben einer Verbesserung für die Truppe zusätzlich auch einen Beitrag dazu leisten, die österreichische Wirtschaft zu stärken. Insgesamt investiert das BMLVS bis 2020 rund 1,2 Milliarden Euro in Gerät und Ausstattung der Truppe. Damit ist ein beträchtlicher Impuls für die österreichische Volkswirtschaft verbunden. In einer kürzlich veröffentlichten Studie zum gesellschaftlichen Nutzen des Österreichischen Bundesheeres wurde alleine der positive Beitrag eines Jahresbudgets auf die österreichische Wirtschaft mit 7,3 Milliarden Euro beziffert.


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Stärkung der österreichischen Textilindustrie

Auch das Beschaffungsprojekt für die neue Uniform soll einen Beitrag zur Stärkung der nationalen Textil- und Bekleidungswirtschaft leisten. Österreichs Textilindustrie gehört zu den innovativsten der Welt. Mit rund 800 Patentfamilien und 600 Erfindern zwischen 2007 und 2016 liegt der Innovationsoutput aus Österreich auf dem Gebiet der Textilindustrie weltweit unter den TOP 20 Nationen.

In den Spezialbereichen "Schutzbekleidung gegen Hitze oder schädliche Stoffe, Arbeits- oder Sportbekleidung sowie am Körper getragene militärische Schutzvorrichtungen" liegt der Patentoutput aus Österreich weltweit ebenfalls in den vorderen Rängen zwischen Platz 17 und 21.

Der jährliche Gesamtumsatz der österreichischen "Textilindustrie" i.w.S. laut Statistik Austria liegt etwa bei 3,2 Mrd. Euro. Das BMLVS beschafft jährlich Bekleidung und Ausrüstung im Wert von rund 22 Millionen Euro. Dies entspricht zwar nur unter ein Prozent des Gesamtumsatzes dieser Wirtschaftssparte. Dennoch können Auftragsbeziehungen zum BMLVS Türöffner für europa- und weltweite Aufträge in weit höherem Umfang sein, aber auch in Österreich bieten sich dadurch bei anderen Ministerien und Organisationen Möglichkeiten für die heimischen Textilunternehmen an.

Doskozil: Gemeinsam mit der Industrie und Wirtschaft

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil beauftragte das Innovationsbüro im BMLVS mit einer Machbarkeitsstudie. Zusätzlich erging der Auftrag, die erforderlichen Rahmenbedingungen für eine enge Zusammenarbeit mit der Textilindustrie zu prüfen.

Dazu der Verteidigungsminister: "Mein Ziel ist es, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften so viel Wertschöpfung wie möglich für Österreich zu generieren. Die Investitionen des BMLVS sollen Unternehmen in Österreich stärken und Arbeitsplätze schaffen."

Die Studie, die in Kooperation mit der Industriellenvereinigung erstellt wurde, empfiehlt folgende weitere Maßnahmen:

  • Verbesserung der Kommunikation des Österreichischen Bundesheeres mit den Unternehmen über die WKO; sowie die Abhaltung von Textilsymposien.
  • Überprüfung der Ausschreibungskriterien auf ihren aktuellen Stand zur Ermöglichung anderer Kriterien als den Preis (Resilienz, Sozial- und Umweltstandards, Life-Cycle-Betrachtungen).
  • Die Verwendung von vergleichbaren Gütesiegeln einschließlich der Kontrolle deren Einhaltung.
  • Bedeutung des Themas "Nachhaltigkeit" sowie Verankerung der Regionalität in den Vergabekriterien wäre von Vorteil, denn dadurch verkürzen sich die Lieferzeiten.
  • Bildung eines virtuellen Clusters, d.h. die Zusammenarbeit von österreichischen Unternehmen aus dem textilen Sektor.

Weiterführende Information

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