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"Amadeus 99"

Trilaterale Übung zur Verbesserung der Zusammenarbeit und Sicherheit in der militärischen Luftfahrt

Wien, 23. Oktober 1999  - Frankreich, die Schweiz und Österreich führten vom 18. bis 22. Oktober 1999 die trilaterale Fliegerübung "Amadeus 99" durch. Es waren etwa 400 Mann und neben den Luftfahrzeugen des Österreichischen Bundesheeres vom Typ Saab 35 Ö Draken und Saab 105, auch Maschinen aus der Schweiz vom Typ F-18 und Frankreich vom Typ Mirage 2000 beteiligt. Die Luftfahrzeuge starteten von den Fliegerhorsten Zeltweg, Graz/Thalerhof und Linz/Hörsching in Österreich sowie von Dübendorf in der Schweiz aus zu einzelnen Übungsflügen . Geführt wurden diese Luftfahrzeuge von einer gemeinsamen Fliegerleitzentrale. Ziel von "Amadeus 99" war es, die Kompatibilität und Interoperabilität der drei Luftstreitkräfte zu erproben, um für den Fall internationaler Zusammenarbeit bei humanitären und friedenserhaltenden Einsätzen gerüstet zu sein. Die Übung baute u.a. auf den heuer beim Katastropheneinsatz in Galtür gemachten Erfahrungen auf.

Zur Vorbereitung von "Amadeus 99" wurde bereits am 11. Oktober 1999 mit einer Stabsübung begonnen. Das Szenario für die Stabsübung und die anschließend vom 18. bis 22. Oktober folgende Übung unter Einsatz von Luftfahrzeugen baute auf einer hypothetischen Krise in einem Phantasiestaat auf europäischem Boden auf. Diese Krise eskalierte und auf der Basis eines UN-Mandats wurde eine Flugverbotszone etabliert. Französische, schweizerische und österreichische Luftfahrzeuge hatten den Auftrag, diese Flugverbotszone zu überwachen und stützten sich bei der simulierten friedenserhaltenden Operation u.a. auch auf Radardaten .

Die Planungen für "Amadeus 99" begannen bereits im Oktober 1998 . Bei drei Konferenzen wurden die Details der Übung definiert. Ranghöchster Vertreter Frankreichs war Colonel Yves Marie Maire und aus der Schweiz Brigadier Marcel Muggensturm. Von Seiten Österreichs wurde die Übung von Brigadier Peter Kolecko, in Vertretung von Brigadier Josef Bernecker, abgewickelt. Bereits im Jahr 1997 hat eine bilaterale Übung, die auf einem vergleichbaren Szenario aufbaute, zwischen den Luftstreitkräften Frankreichs und Österreichs stattgefunden. In der Vergangenheit sind auch PfP-Übungen mit der Thematik friedenserhaltender Maßnahmen oder von Rettungs- und Bergeeinsätzen durchgeführt worden. Erstmals hat sich auch die Schweiz in diesem Rahmen mit Personal, Know-how sowie Luftfahrzeugen beteiligt. Das Schwergewicht der Übung lag beim Austausch von Flugdaten und den Stabsabläufen. Zur Verifizierung der Radar- und Luftraumüberwachungsdaten wurde auch eine Anzahl von Übungsflügen durchgeführt.

Amadeus 99

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