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Evangelischer Kadertag zum Thema "Heldentum und Tod"

Wien, 22. November 2007  - Rund 20 Teilnehmer beschäftigten sich am Donnerstag mit der Frage, wie unsere Gesellschaft mit dem Tod und unser Militär mit dem immer wieder angesprochenen Thema "Helden" umgeht. Die Feldherrn-Statuen im Eingangsbereich des Heeresgeschichtlichen Museums und die Ruhmeshalle boten willkommenen Anlass, nach einem richtigen Verstehen zu suchen.

Zwischen Individuum und Kollektiv

Michael Mader vom Institut für Human- und Sozialwissenschaften der Landesverteidigungsakademie gab mit seinem Referat wertvolle Impulse, die verschiedenen Zugangsebenen zu bedenken: Zur persönlichen Trauer über einen Toten tritt oft seine gesellschaftliche Stilisierung zum Helden, um den Verlust leichter bewältigen zu können. Für Staaten sind gefallene Soldaten ebenfalls Helden, manchmal werden sie als politisches Instrument missbraucht. Dabei steht der Soldat als Teil der Armee immer in der Spannung zwischen seiner Existenz als Individuum und als kleiner Teil des "Kollektivs Militär".

100 Jahre Bestattung Wien

Vielleicht bietet gerate Österreich - und hier besonders Wien - einen besonderen Boden für die Beschäftigung mit dem Thema Tod, ist Wien doch die einzige Großstadt Europas, die ein eigenes Beerdigungsmuseum hat. Der hundertjährige Bestand der Bestattung Wien bot den Anlass, im Anschluss an die Beschäftigung mit dem Tod im Rahmen von Kriegen den Blick auf den Umgang mit dem Tod allgemein zu werfen. Dabei fiel auf, dass auch im zivilen Bereich der Tod in Wien gefeiert wurde, und dieses Feiern auch manch absonderliche Blüten hervorbrachte.

Tod und Leben gehören zusammen

Dass der Tod zum Leben dazugehört, dass der Heldentod aber nicht zum Soldatenleben zwingend dazu gehört, war allen Teilnehmern von Anfang an klar. Dass die Beschäftigung mit dem Thema aber gerade für das Militär von großer Bedeutung ist, darüber kann auch kein Zweifel bestehen.

Ein Bericht der Redaktion Evangelische Militärseelsorge

Geschichtliches und Kurioses aus 100 Jahren Bestattung in Wien.

Geschichtliches und Kurioses aus 100 Jahren Bestattung in Wien.

Die Teilnehmer des Kadertages im Beerdigungsmuseum.

Die Teilnehmer des Kadertages im Beerdigungsmuseum.

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